Die Situation an den Strombörsen scheint zu Jahresbeginn stabil. Negative Preise gab es im Februar nicht zu verzeichnen.
Die Strompreise sind zu Jahresbeginn deutlich zurückgegangen. Der Marktwert Solar lag auch unter dem Wert vom Januar 2022. Für Betreiber von Ü20-Photovoltaik-Anlagen ist die Anschlussvergütung nach EEG ab diesem Jahr auf 10 Cent pro Kilowattstunde gedeckelt.
Gegenüber den beiden Vormonaten haben sich die Preise an den Strombörsen zum Jahresende wieder deutlich erhöht. Allerdings in Richtung Jahreswechsel sorgte kräftiger Wind auch für Phasen mit negativen Strompreisen.
Der durchschnittliche Erlös für Photovoltaik-Betreiber an der Strombörse stieg um knapp 2,5 Cent pro Kilowattstunde. Zeiten mit negativen Strompreisen gab es im November nicht.
Der Spotmarktpreis und die Marktwerte für Windkraft an Land und auf See erhöhten sich ebenfalls. Zum Monatsende gab es dabei noch zwei Phasen mit vier und sieben Stunden, in denen der Strompreis negativ war.
Die Entwicklung der vergangenen Monate setzte sich auch zu Jahresbeginn fort, auch wenn der Marktwert für den Solarstrom aus Photovoltaik-Anlagen erstmals wieder sank. Er lag dennoch etwa 12 Cent pro Kilowattstunde höher als im Januar 2021. Dies zeigt sich auch deutlich bei den Einnahmen und Ausgaben der Übertragungsnetzbetreiber, die auf dem EEG-Konto verbucht sind.
Die hohen Marktwerte für Photovoltaik und Windkraft führen dazu, dass weniger EEG-Förderung für Anlagen anfällt. Der Überschuss auf dem EEG-Konto erhöhte sich im Oktober auf fast acht Milliarden Euro, auch weil die Bundesregierung nochmal knapp 2,7 Milliarden Euro an Haushaltsmitteln zuschoss.
Der Überschuss auf dem EEG-Konto beträgt weiterhin mehr als 4,5 Milliarden Euro. Die hohen Strompreise sorgen im Juli für deutlich höhere Einnahmen aus der Vermarktung für die Netzbetreiber.
Mit mehr als 4,7 Milliarden Euro liegt das Konto im Plus, aus dem die Übertragungsnetzbetreiber die EEG-Vergütungen zahlen. Der Marktwert Solar erreicht mit 6,684 Cent pro Kilowattstunde einen absoluten Höchststand.
Mit den weiteren drei Milliarden Euro ist der Zuschuss aus der Haushaltskasse des Bundes in diesem Jahr bereits auf 8,1 Milliarden Euro angewachsen. Damit dürfte das EEG-Konto auch den Sommer über im Plus-Bereich bleiben.