Der Trend ging in den vergangenen Monaten schon deutlich nach oben. Im September machten die Marktwerte nochmal einen großen Satz nach oben. So wurde für Solarstrom an der Börse ein durchschnittlicher Wert von 11,715 Cent pro Kilowattstunde gezahlt.
2020 sind wesentlich weniger förderfreie Photovoltaik-Projekte in Europa angekündigt worden. Der Kannibalisierungseffekt von Photovoltaik-Marktwerten und die Zahl von Stunden mit negativen Strompreisen hat deutlich zugenommen, wie die Berliner Analysten in ihrem aktuellen Marktbericht veröffentlichten. Allerdings sind diese Entwicklungen auf Effekte der Corona-Pandemie zurückzuführen, die Strommärkte haben sich bis zum 4. Quartal 2020 fast vollständig auf Vorkrisenniveau erholt.
Der EEG-Referentenentwurf sieht eine Auffanglösung für alle Photovoltaik-Anlagen vor, deren EEG-Förderung zum Jahreswechsel endet. Dennoch entwickeln immer mehr Energieversorger eigene Angebote, um den Weiterbetrieb der Ü20-Anlagen sicher zu stellen.
Der Bundesverband Erneuerbare Energie spricht von einer historischen Trendwende. Erstmal musste im August für eine Photovoltaik-Anlage keine EEG-Vergütung gezahlt werden, weil der Marktwert höher lag als der Zuschlagswert aus der Ausschreibung. In der Branche geht man davon aus, dass dies künftig häufiger der Fall sein wird.
Im November waren die Einnahmen und Ausgaben der Übertragungsnetzbetreiber für die im EEG geförderten Photovoltaik-, Windkraft- und Biomasseanlagen fast ausgeglichen. Der Überschuss steigerte sich um knapp 500.000 Euro.
Der Überschuss auf dem EEG-Konto ist im Juni wie erwartet leicht gesunken. Der Kontostand beträgt aber immer noch 4,87 Milliarden Euro.