Kurz nach der Freigabe der Transaktion hat Eon damit mehr als 426 Millionen Aktien übernommen. Die Innogy-Aufsichtsräte legen zum 4. Oktober ihre Mandate nieder. Die Übernahme schürt bei vielen Konkurrenten weiter große Sorgen, da sie eine Monopolstellung der neuen Energieriesen in verschiedenen Sektoren fürchten.
Lange hat es gedauert, doch jetzt können die Energieriesen ihr großes Tauschgeschäft abschließen. Kritik an der Genehmigung kommt von der Konkurrenz, die eine vorherrschende Marktmacht Eons nach Abschluss der Transaktion fürchten. Der Energiekonzern will nun seinerseits keine weitere Zeit bei der Integration von Innogy mehr verlieren.
Sobald die EU-Kommission die Übernahme der Innogy-Anteile von RWE und anderen Aktionären genehmigt hat, soll die Innogy SE auf die Eon Verwaltungs SE verschmolzen werden. Teil dieses Plans ist ein umwandlungsrechtlicher Squeeze-out der verbliebenen Minderheitsaktionäre.
Bei der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen zeigte sich der Energiekonzern weiter optimistisch, bald die Freigabe aus Brüssel zu erhalten. Der Gewinn von Eon lag unter Vorjahresniveau.
Das Energieunternehmen hat in Essen ein Trainingszentrum eröffnet. Betreiber von Stromnetzen sollen dort den Umgang mit Cyber-Attacken üben.
Zunächst wollen die Energiekonzerne einer Power-to-Wasserstoff-Anlage die Machbarkeit prüfen. Der grüne Wasserstoff vor Ort könnten aus dem angrenzenden Windpark produziert werden.
Am selben Tag verkünden die Energiekonzerne, dass ihre Kommunikationsverantwortlichen gehen. Neuigkeiten aus Brüssel zur geplanten Übernahme von Innogy durch Eon gibt es noch nicht.
Der Bremer Projektierer will die Photovoltaik-Anlage in Franken noch in diesem Jahr errichten. Innogy wird den Strom abnehmen.
Die EU-Kommission hat die zweite Prüfphase im März eröffnet und Eon ist weiter optimistisch, die Erlaubnis für die Übernahme der RWE-Tochter zu bekommen. Im ersten Quartal konnte der Energiekonzern sein Ergebnis im Erneuerbaren-Geschäft deutlich steigern.
Der Energiekonzern will unmittelbar nach dem Erwerb der RWE-Tochter den Aufsichtsrat um sechs Mitglieder erweitern, um die Integration von Innogy zu unterstützen. Die EU-Kommission kündigte unlängst eine intensivere Prüfung der Transaktion an, weil es Auswirkungen auf die Strom- und Gaspreise fürchtet.