Eine Forschungsgruppe an der HTW Berlin hat die aktuelle Lage analysiert und an vielen Stellen fehlende passgenaue Regelungen festgestellt, die eine raschere Ausbreitung der sogenannten Photovoltaik-Balkonmodule bewirken könnten. Eine neue Produktnorm, die derzeit erarbeitet wird und ab Mitte 2022 gelten soll, könnte für Besserung sorgen.
In den Jahren 2019 bis April 2021 wurden knapp 10.000 Photovoltaik-Anlagen mit weniger als 1 Kilowatt Leistung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gemeldet. Die mittlere Leistung beträgt rund 500 Watt, so dass sich die Gesamtleistung auf knapp 5 Megawatt aufsummiert. Ein Großteil dieser Anlagen wird als Stecker-Solar ausgeführt sein. Befragt man Branchenkenner, könnte dies weniger als 10 Prozent der aktuell […]
Immerhin 13 der 20 untersuchten Photovoltaik-Speicher bescheinigten die Berliner Forscher eine sehr gute Systemeffizienz. Der Hybridwechselrichter von Fronius erreichte in Kombination mit der BYD Battery-Box in der kleineren Leistungsklasse bis fünf Kilowatt die höchsten Werte.
Sektorenkopplung: Die Simulation von Photovoltaik-Anlage, Batterie, Wärmepumpe, Heizstab und Elektroauto ist mit klassischen Planungstools oft zeitaufwendig. Die HTW Berlin und Fronius Deutschland haben daher ein Online-Tool entwickelt, mit dem Installateure und Privatpersonen die Solarisierung der häuslichen Energieversorgung einfach nachvollziehen und die Auslegung schnell vorplanen können, erklären die Autoren von der HTW.
In einem Rechtsgutachten im Auftrag der Berliner Forscher werden Optionen aufgezeigt, wie Mieterstrom mit Eigenverbrauch im Zuge der EEG-Novelle 2021 einfach gleichgestellt werden kann. Dies wäre auch im Sinne der Akzeptanz der Energiewende und würde den Vorgaben der EU-Erneuerbaren-Richtlinie entsprechen.
Die Verbraucherzentrale NRW zeigt auf, wie sich die Preise für Photovoltaik-Dachanlagen im vergangenen Jahr entwickelt haben. Dabei zeigt sich, dass die Kosten für kleine Systeme sogar gestiegen sind, während die Solarförderung kontinuierlich weiter sinkt.
Die Berliner Stadtwerke installieren, warten und unterhalten die Anlagen. Der prognostizierte Ertrag von jährlich 240.000 Kilowattstunden soll vollständig selbst verbraucht werden.
Das Warten auf die Streichung des 52-Gigawatt-Deckels für die Solarförderung im EEG geht weiter. Unterdessen haben die Berliner Wissenschaftler eine „Deckelstudie“ veröffentlicht, wonach auch der atmende Deckel sehr bald dazu führen wird, dass die garantierten Einspeisevergütungen für kleine Photovoltaik-Dachanlagen nicht mehr kostendeckend sein werden.
Gleich mehrere Photovoltaik-Heimspeichersysteme schafften es bei der dritten Effizienzuntersuchung der Berliner Wissenschaftler, neue Bestwerte in verschiedenen Kategorien aufzustellen. Fronius ließ sein System in Kombination mit der BYD Battery-Box erstmals testen und erreichte gleich den höchsten System Performance Index.
Die automatische Vergütungsabsenkung bei der Solarförderung und die Komplexität des Strommarktes sind die bekannteren Hürden für den Photovoltaik-Ausbau. Die Altersstruktur der Gebäudeeigentümern und Nutzungskonkurrenzen gehören zu den weniger beachteten. Joseph Bergner von der HTW Berlin diskutiert die wichtigsten der 54 Hürden, die sie gefunden haben, und mögliche Lösungen.