Die Wissenschaftler haben einen Lithium-Ionen-Speicher zur kurzfristigen Netzstabilisierung sowie einen Redox-Flow-Speicher für längere Speicherperioden in Betrieb genommen. Sie wollen vor allem ein optimiertes Steuersystem testen.
Am 7. Oktober sank die Netzfrequenz in Deutschland kurzfristig wieder einmal auf fast 49,8 Hertz ab. Das schnelle Anfahren von Großspeichern half unter anderem dabei, die Netzfrequenz binnen weniger Minuten wieder in den Normalbereich zu bringen.
Allein die Leistung der Photovoltaik-Heimspeicher kann sich aus Sicht der Bundesregierung von 420 Megawatt im Jahr 2018 auf 10,1 Gigawatt im Jahr 2030 erhöhen. Das geht aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor.
Im Sommer 2020 soll der Batteriespeicher im Lausitzer Industriepark Schwarze Pumpe in Betrieb gehen und Strom aus Braunkohle und Erneuerbaren vorhalten. Das Investitionsvolumen von 25 Millionen Euro wird vom Land Brandenburg gefördert.
Smart Power hat das Speichersystem mit 16 Megawatt Leistung und 8,5 Megawattstunden Kapazität im Netz der Allgäuer Überlandwerke installiert. Der Großspeicher soll künftig Primärregelleistung und gemeinsam mit der bereits vorhandenen Gasturbine Sekundärregelleistung bereitstellen. Die Projektpartner erhoffen sich damit einen wirtschaftlichen Betrieb beider Einheiten.
Die Partner haben etwa 17 Millionen Euro investiert. Der Energiespeicher in Brandenburg soll zur Stabilisierung des Stromnetzes eingesetzt werden und die Abregelung von Windparks minimieren.
Bei dem Projekt testet das Karlsruher Institut für Technologie einen seriennahen Prototypen eines Lithium-Ionen-Großspeichers mit besonders niedrigen Betriebs- und Wartungskosten.
In dieser Woche stellen wir die drei Top-Innovationen aus unserem Speicher-Highlights Countdown im Vorfeld der Energy Storage Europe vor. pv magazine hat gemeinsam mit der Messe Düsseldorf eine Sonderausgabe produziert und eine unabhängige Jury damit betraut, die eingereichten Messehighlights zu bewerten. Platz zwei belegt ein Projekt, das den Einsatz von Windkraft und Batteriespeicher für die Netzstabilisierung untersucht. Es soll langfristig die Momentanreserve durch rotierende Massen von konventionellen Kraftwerken ersetzen.
Die Alzenauer Firma hat die erneuerbare Speichertechnologie in den vergangenen fünf Jahren bereits zur Prototypreife gebracht. Mit Schaeffler gemeinsam soll nun die Weiterentwicklung und Industrialisierung gelingen. Ab 2021 sollen die ersten kommerziellen Großspeicher verfügbar sein.
Lithium Werks hat jetzt eine Rahmenvereinbarung mit einem chinesischen Partner unterschrieben. Insgesamt 1,6 Milliarden Euro sollen investiert werden.