Wie der Netzbetreiber Enedis mitteilte, sind in Frankreich allein im zweiten Quartal 1013 Megawatt an neuen Photovoltaik-Anlagen installiert worden. Wenn die aktuelle Zubaurate in der zweiten Jahreshälfte anhält, könnte das Land bis 2024 eine Rekordleistung installieren.
Damit sind 30 Prozent mehr Photovoltaik-Leistung als 2022 installiert worden, was insbesondere auf einen beispiellosen Anstieg von Anlagen für den individuellen und kollektiven Eigenverbrauch zurückgeht. Diese machen mit 1122 Megawatt etwa ein Drittel des Photovoltaik-Zubaus im vergangenen Jahr aus.
Die neue Einspeisevergütung bezieht sich auf den Zeitraum von August 2023 bis Januar 2024. Die Tarife reichen von 20,77 Cent pro Kilowattstunde für Anlagen unter 3 Kilowatt bis 12,40 Cent pro Kilowattstunde für Dachanlagen mit einer Leistung von 100 bis 500 Kilowatt für den Zeitraum August bis Ende Oktober 2023. Zum November wurden sie nochmal deutlich gesenkt.
Das Erzeugernetzwerk Oil’Ive Green, das bis zum Ende des Jahrzehnts auf 50.000 Hektar Olivenbäume neu anbauen will, hat sich mit dem Energiekonzern Iberdrola zusammengetan. Agri-Photovoltaik-Anlagen mit Nachführsystemen sollen die landwirtschaftlichen Betriebe vor den Unbilden des Wetters und der globalen Erwärmung schützen.
Die französischen Behörden haben ein Ausschreibungsverfahren für gewerbliche und industrielle Photovoltaik-Projekte abgeschlossen. Sie verteilten Zuschläge an 60 Projektentwickler für Anlagen mit insgesamt 378 Megawatt Photovoltaik-Leistung zu einem durchschnittlichen Preis von 10,195 Cent pro Kilowattstunde.
Die französische Regierung plant, bis 2050 dann den Ausbau der Photovoltaik-Anlagen auf 140 Gigawatt. Etwa 90 Gigawatt des Gesamtvolumens in der Mitte des Jahrhunderts sollen durch Freiflächenanlagen realisiert werden, der Rest durch industrielle und private Photovoltaik-Dachanlagen.
Die beiden Unternehmen haben eine strategische Partnerschaft vereinbart. Damit will Sun’Agri die Umsetzung seiner Agri-Photovoltaik-Projekte beschleunigen.
Für die vierte Runde der Ausschreibung Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit einem aufgerufenen Volumen von 1500 Megawatt ist die Frist für die Einreichung der Gebote auf den 7. Juli festgelegt worden. Für die Auktion „Photovoltaik auf Gebäuden“ mit einem ausgeschriebenen Volumen von 800 Megawatt ist der 23. Juni der Stichtag. Die beiden Ausschreibungsunterlagen enthalten nähere Angaben zur finanziellen Absicherung der Projekte.
Die französischen Behörden haben im Zuge der jüngsten Ausschreibungsrunde rund 180 Megawatt an Photovoltaik-Projekten bezuschlagt.
Der Photovoltaik-Hersteller begründet dies mit „verschiedensten Marktveränderungen“. Eigentlich wollte REC 680 Millionen Euro in Hambach investieren, um dort Heterojunction-Solarmodule zu produzieren.