Der Verband fordert daher unmittelbar nach der Wahl ein Beschleunigungsgesetz für den Photovoltaik-Ausbau. Im ersten Halbjahr ist die Nachfrage um etwa 22 Prozent gewachsen, zugleich gibt es einen großen Einbruch bei neuen gewerblichen Photovoltaik-Dachanlagen zwischen 300 und 750 Kilowatt Leistung.
Im Juni kamen nach der Veröffentlichung der Bundesnetzagentur neue Photovoltaik-Anlagen mit knapp 430 Megawatt Gesamtleistung hinzu. Die Solarförderung sinkt auch in den Monaten August bis Oktober um jeweils 1,4 Prozent.
Die Bonner Behörde wird künftig einen jährlichen Plan-Ist-Kostenabgleich vornehmen. Zudem sind Ad-hoc-Bedarfsprüfungen für die einzelnen Vorhaben vorgesehen, was den Markthochlauf der Wasserstoff-Infrastrukturen beschleunigen soll.
Die Spanne bei den Zuschlägen reichte von 5,35 bis 7,89 Cent pro Kilowattstunde. Bei der parallel stattfindenden Ausschreibung für Photovoltaik-Freiflächenanlagen, deren Ergebnisse die Bundesnetzagentur ebenfalls veröffentlichte, lagen die Zuschlagswerte zwischen 4,59 und 5,09 Cent pro Kilowattsunde. Der Bundesverband Solarwirtschaft begrüßt zwar die getrennten Ausschreibungen von Freiflächen- und Dachanlagen, dennoch sollte die Ausschreibungspflicht bei Dachanlagen erst ab einer Leistung von einem Megawatt greifen.
Die Bundesnetzagentur bezuschlagte alle elf eingereichten Gebote für Kohlekraftwerke mit 2130 Megawatt Gesamtleistung. Wann die Ergebnisse der Photovoltaik-Ausschreibungen für Freiflächen und Dachanlagen mit Stichtag 1. Juni veröffentlicht werden, ist indes noch offen.
Die Realisierung von Photovoltaik-Dachanlagen ist gegenüber den Vormonaten deutlich zurückgegangen. Im Juli sinkt die Solarförderung erneut um 1,4 Prozent.
Es sollen die Anforderungen für die Innovationsausschreibung mit Stichtag 1. April 2022 erarbeitet werden. Dabei werden Zuschläge für Photovoltaik-Anlagen auf Ackerflächen, Gewässern und Parkplätzen vergeben.
In dem Monat sind vor allem viele Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit Zuschlägen aus den Ausschreibungen ans Netz gegangen. Nach der Änderung der Solarförderung für Photovoltaik-Dachanlagen zwischen 300 und 750 Kilowatt ist die Nachfrage in dem Segment im Gegensatz zum März rückläufig.
Einen entsprechenden Entwurf der „Sächsischen Photovoltaik-Freiflächenverordnung“ hat das Kabinett jetzt zur Anhörung freigegeben. Ziel sei, sächsischen Projekten die Teilnahme an der dritten Ausschreibungsrunde der Bundesnetzagentur am 1. November 2021 zu ermöglichen.
Lange mussten die Bieter auf die Ergebnisse warten. Die technologiespezifische Photovoltaik-Ausschreibung war erneut deutlich überzeichnet. Bei den Innovationsausschreibungen gingen nur Gebote für kombinierte Photovoltaik-Speicher-Projekte bei der Bundesnetzagentur ein.