Das estnische Start-up Roofit.solar hat kürzlich 6,4 Millionen Euro von einer Investorengruppe unter Führung von Baywa re erhalten. Das Unternehmen wird die Mittel nutzen, um seine drei BIPV-Module mit einer Leistung von 110 bis 160 Watt auf den Markt zu bringen. Alle Produkte bestehen aus einer 0,5 mm dicken Metallrückwand mit einer hochbeständigen Pural-Beschichtung.
Ein Volksentscheid ermöglichte den Bau des nachhaltigen Gebäudes, in dem das Amt für Umwelt und Energie der Stadt seinen Sitz hat. Das verwendete 3D-Schmelzglas führt zu einer sich verändernden Optik des Hochhauses. Die Solarfassade erstreckt sich über die gesamte verfügbare Fläche der Außenhülle von 1140 Quadratmetern und die Photovoltaik-Leistung liegt bei 163 Kilowatt.
Das Modul erreicht einen Wirkungsgrad von 20,1 Prozent und wiegt 4,9 Kilogramm. Mit seinen 160 Mikrometer dicken kristallinen Zellen kann es um bis zu 35 Prozent gebogen werden.
Dazu hat der Photovoltaik-Anlagenbauer eine Kooperation für den Bau und Vertrieb der Maschinen mit Zahoransky vereinbart. Zielgruppe für die innovative Fertigungstechnologie sind Hersteller, die künftig auch Matrix-Schindelmodule für gebäudeintegrierte Photovoltaik-Anwendungen anbieten wollen.
Das rote Modul von Futurasun ist mit einer Leistung von 230 bis 245 Watt erhältlich und erreicht einen Wirkungsgrad von bis zu 13,45 Prozent. Es gehört zu einer neuen Serie des italienischen Photovoltaik-Herstellers von farbigen Produkten, die auch silberne und orangefarbene Module umfasst.
Die Module zieren ein von Empa und Eawag gemeinsam genutztes Gebäude bei Zürich. Das Design stammt aus einem interdisziplinären Wettbewerb von Hochschule Luzern und Empa.
An drei Fassaden eines Forschungsneubaus sind CIGS-Dünnschicht-Module mit einer Leistung von insgesamt 50 Kilowatt installiert. Die Anlage dient neben der Stromerzeugung auch als Reallabor für die gebäudeintegrierte Photovoltaik.
Die von der deutschen Forschergruppe entwickelten Module gelten als ideale Lösung für ästhetisch anspruchsvolle Photovoltaik-Anwendungen in Gebäuden mit Steinfassaden. Obwohl ihre Effizienz im Vergleich zu herkömmlichen Modulen nicht einmal halb so hoch ist, können die Module auch als Wand zur Teilverschattung oder semi-transparente Dachelemente verwendet werden.
Die Projekte zwischen zehn Kilowatt und fünf Megawatt müssen einen hohen Innovationsgehalt aufweisen, der vor allem fassendenintegrierten, schwimmenden oder Agro-Photovoltaik-Anlagen zugesprochen wird. Eine Fachjury soll über die Vergabe der Fördermittel aus dem Klimaschutzministerium entscheiden.
Die Fensterscheiben enthalten lumineszierende Solarkonzentratoren, die Licht absorbieren und zu Solarzellen an ihren Rändern weiterleiten. Die farbenfrohe Optik wird mit einer geringen Effizienz erkauft – der Wirkungsgrad liegt nur bei knapp drei Prozent.