Auf dem „PV-Symposium“ in Bad Staffelstein kündigte Cornelia Viertl einen neuen Vorstoß aus dem Ministerium an, um den Photovoltaik-Zubau in Deutschland auf den Pfad für eine installierte Photovoltaik-Leistung von 215 Gigawatt bis 2030 zu bringen. Carsten Körnig vom BSW-Solar machte sich vor allem für mehr tragfähige Geschäftsmodelle für gewerbliche Photovoltaik-Dachanlagen aus.
Photovoltaik-Anlagen ab 135 Kilowatt dürfen nur mit einem Anlagenzertifikat ans Netz gehen, wobei mit dem EEG 2023 auch eine vorläufige Inbetriebnahme möglich ist. Mit Blick auf die geplante Beschleunigung des Photovoltaik-Zubau sind dennoch Lösungen gefragt, um den Prozess zu beschleunigen. Das Start-up nue hat eine solche entwickelt.
Interview: Die Zertifizierung von Photovoltaik-Anlagen unter Auflagen kann nur in Ausnahmefällen die Lösung sein, sagt Marko Ibsch. Er hat 2020 Carbon Freed gegründet, um den Prozess zu digitalisieren. Mit der Lösung „gridcert“ kann der Prozess zur Anlagenzertifizierung deutlich beschleunigt werden, was auch Geld spart. Der Fokus liegt dabei auf mittelgroßen Installationsbetrieben, aber auch kleinere Installateure können davon profitieren.
Das Start-up unterstützt Projektentwickler und Installateure, die Anlagenzertifikate vom Typ A oder B benötigen. Rund 150 Zertifizierung von Photovoltaik-Anlagen können jährlich durch die neue Kooperation erfolgen.
Die Änderung der NELEV ist ab Samstag in Kraft und sieht eine Übergangsfrist bis 2025 vor, in der Photovoltaik-Anlagen eine vorläufige Netzanschlusserlaubnis erteilt werden kann. Dann bleiben den Projektierern weitere 18 Monate, um die Erfüllung aller technischen Anforderungen nachzuweisen, um das Anlagenzertifikat zu erhalten. Weitere Vereinfachungen sollen im „Branchendialog Beschleunigung Netzanschlüsse“ diskutiert werden.