Der deutsche Energieverbrauch steigt 2025 um etwa ein Prozent. Das prognostiziert die AG Energiebilanzen. Der Einsatz von Erdgas, Mineralöl und Erneuerbaren nahm in den ersten drei Quartalen zu, der von Kohle ab. Beim Strom ist der Importüberschuss kleiner geworden.
Die vorläufigen Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen zeigen, dass der Verbrauch von Mineralöl und Erdgas in den ersten sechs Monaten gestiegen ist. Dies lag auch daran, dass die Stromerzeugung aus Wind- und Wasserkraft signifikant zurückging.
Nach der Auswertung der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen lag der Primärenergieverbrauch in den ersten drei Monaten um 5,5 Prozent höher als noch vor Jahresfrist. Vor allem die fossilen Energieträger profitierten davon, da die Erneuerbaren weniger Energie lieferten als noch im ersten Quartal 2024. Der Anteil der Erneuerbaren am Primärenergieverbrauch sank unter die 20-Prozent-Marke.
Der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen zufolge ist der Primärenergieverbrauch 2024 um 1,3 Prozent gesunken. Damit liegt er circa 30 Prozent unter dem bisherigen Höchststand von 1990. Die Erneuerbaren steuerten knapp 20 Prozent zum Energiemix bei. Die energiebedingten CO2-Emissionen sinken um drei Prozent.
Der Kohleeinsatz in Kraftwerken ging nach Angaben von AG Energiebilanzen in diesem Jahr deutlich zurück. Auch der Gesamtenergieverbrauch wird „mit großer Wahrscheinlichkeit“ einen neuen Tiefststand erreichen.
In ihrer ersten Jahresprognose verzeichnet die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen einen steigenden Anteil der Erneuerbaren. Ihr Beitrag lag in den ersten drei Quartalen 2024 insgesamt um 2,6 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.
Knapp die Hälfte des Rückgangs führt die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen auf die milde Witterung zurück. Der Kohleverbrauch ist stark gesunken, die Erneuerbare-Energieerzeugung insgesamt leicht gestiegen.
Die AG Energiebilanzen verzeichnet einen weiteren Anstieg der Erneuerbaren. Sie kommen auf einen Anteil von knapp 20 Prozent am gesamten Energieverbrauch.
Zum Jahresende legt die AG Energiebilanzen ihre Prognose zum deutschen Primärenergieverbrauch 2023 vor. Bei einem „historischen Tief“ von 10.791 Petajoule – 7,9 Prozent weniger als im Vorjahr – war demnach der Verbrauch bei allen fossilen Energieträgern rückläufig. Erneuerbare Energien legten hingegen um 2,3 Prozent zu.
Der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen zufolge lieferten Kohlekraftwerke in den ersten drei Quartalen 2023 deutlich weniger Strom als im Vorjahr. Der Energieverbrauch ging um neun Prozent zurück, der Beitrag der Erneuerbaren ist nahezu konstant geblieben.