Nicht nur Großkraftwerke können für die Erzeugung von Wasserstoff genutzt werden, sondern auch dezentrale Photovoltaik-, Windkraft- und Biomasseanlagen. Die Dena will dafür unterschiedliche Marktakteure zusammenbringen und fordert passende Rahmenbedingungen für den wirtschaftlichen Betrieb.
Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft will in letzter Minute den Weg für eine Förderung von Wasserstoff aus Atomstrom eröffnen. Damit könnten zukünftig AKWs der 4. Generation als Bestandteil der Wasserstoffwirtschaft den Erneuerbaren den Rang ablaufen. Wer zu laut nach der Wasserstoffstrategie als Teil des Kampfes gegen die Klimakrise ruft, könnte sich schnell im falschen Film wiederfinden und einem Revival der Atomkraft Tür und Tor öffnen.
Ein Forscherteam von RWTH Aachen, Forschungszentrum Jülich und Fraunhofer IEG hat das Speicherpotenzial untersucht, das unterirdische Salzkavernen in Europa für Wasserstoff bieten. Insgesamt kommen sie auf 84,8 Petawattstunden in Salzkavernen an Land und auf See.
Ein Marktvolumen von jährlich 100 Milliarden Euro wird bis 2025 angestrebt. Dazu sollen europaweit industrielle Großprojekte umgesetzt werden.
Mit seiner ehrgeizigen Wasserstoffstrategie und wachsenden Solar- und Windkapazitäten entwickelt sich Deutschland den Analysten zufolge zum attraktivsten Markt für Investitionen in Europa. Der Umsatz mit Wasserstoff soll 2050 europaweit bei 120 Milliarden Euro liegen.
Wuppertal Institut und DIW Econ kommen in ihrer Studie zu dem Ergebnis, dass importierter grüner Wasserstoff nicht zwingend günstiger ist als in Deutschland produzierter. Eine stark auf die heimische Erzeugung ausgerichtete Wasserstoff-Strategie könnte bis 2050 bis zu 800.000 Arbeitsplätze schaffen.
Die Atacamawüste ist das El Dorado der Solarbranche, mit jährlichen Erträgen von mehr als 2000 Kilowattstunden pro Kilowattpeak. Daran anknüpfend positioniert sich Chile immer stärker als möglicher Exporteur von grünem Wasserstoff. Aktuelle Geschäftschancen werden auf einer hochrangigen Onlinekonferenz am 3. und 4. November aufgezeigt, die von der chilenischen Regierung gemeinsam mit der GIZ veranstaltet wird.
Die vom Bundeswirtschaftsministerium ins Spiel gebrachte EEG-Umlagenbefreiung für Elektrolyse-Strom unabhängig von seiner Herkunft ist falsch, meinen Bundesverband Erneuerbare Energien und Greenpeace Energie. Der Versorger warnt zudem davor, beim Nachweis der Grünstrom-Eigenschaft auf die üblichen Herkunftsnachweise zu setzen.
Agora Energiewende, Agora Verkehrswende und Stiftung Klimaneutralität haben analysiert, wie Deutschland bis 2050 klimaneutral werden kann. Dafür sei ein umfassendes Investitionsprogramms nötig, das vor allem den Erneuerbaren-Ausbau vorantreibt, aber auch die weitgehende Elektrifizierung von Verkehr, Wärme und Industrie, die energetische Sanierung fast aller Gebäude und den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur umfasst.
Das Pilotprojekt in den Niederlanden soll klären, wie die lokale und flexible Last eines Wasserstoff-Elektrolyseurs dem Erzeugungsprofil einer Photovoltaik-Anlage folgen kann. Ziel ist eine Entlastung des Stromnetzes. Das Projekt soll Mitte 2021 betriebsbereit sein.