Nach Angaben von The BESSt Company bietet die neue Redox-Flow-Batterietechnologie eine Energiedichte von 320 Wattstunden je Liter. Dies sei bis zu 20-mal mehr als bei herkömmlichen Vanadium-Redox-Flow-Systemen. Die Batterie basiert auf einer vom Pacific Northwest National Laboratory entwickelten Zink-Polyiodid-Redox-Flow-Chemie.
Das Projekt soll in einem Schritt und an einem Standort umgesetzt werden. Die Netzanschlussgenehmigung liege vor, die Fertigstellung soll 2029 erfolgen. Geplant ist die Ergänzung des Speichers mit einer großen Photovoltaik-Anlage.
Netzentgeltrabatte für Großverbraucher in der Industrie soll es künftig nicht mehr dafür geben, dass sie Strom das ganze Jahr über in gleicher Höhe beziehen. Stattdessen sollen die Unternehmen Flexibilitätspotenziale erschließen, zum Beispiel mit Batteriespeichern. Stellungnahmen zu den Diskussionsvorschlägen sind bis 21. Oktober möglich.
Das Schweizer Unternehmen Phenogy hat nahe des Flughafens Bremen einen Natrium-Ionen-Speicher im Megawattstundenbereich in Betrieb genommen. Damit feiert der Hersteller sein Debüt auf dem europäischen Speichermarkt. Phenogy will eine vollständig vertikal integrierte lokale Fertigung aufbauen.
Die Pumpspeicher-Kraftwerke sollen mit bestehenden Talsperren verbunden werden. Bei dem Vorhaben arbeiten mehrere Hochschulen und Unternehmen zusammen. Es zielt nicht nur auf das Speichern von Strom, sondern auch auf den Hoch- und Niedrigwasserschutz.
Die Bundesnetzagentur hat einen Entwurf für die Marktintegration von Speichern und Ladepunkten vorgelegt. Künftig sollen Batteriespeicher und Elektroautos nicht mehr ausschließlich mit erneuerbarem Strom betrieben werden müssen, um von der EEG-Förderung zu profitieren.
Das System ist für eine Photovoltaik-Leistung von 75 Kilowatt und 55 Kilowatt Be- und Entladeleistung ausgelegt. Der Hersteller empfiehlt es besonders für Anwendungen in der Landwirtschaft, in kleinen und mittleren Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen. Als Option kann der Speicher zur Notstromversorgung genutzt werden, die Möglichkeit zur Einbindung weiterer Erzeuger ist geplant.
Ministerpräsident Söder und Wirtschaftsminister Aiwanger sehen Netzkapazitäten für Gaskraftwerke, Industrie und Rechenzentren durch Anschlussanfragen für Batteriespeicher blockiert. Der Bundesrat befasst sich bei seiner nächsten Sitzung mit Vorschlägen aus Bayern zur Beschleunigung des Netzausbaus.
Tesvolt Ocean hat sein Batteriesystem „Kaptein NMC Compass Core“ speziell für kleinere Schiffe entwickelt. Die kompakte Bauweise soll es möglich machen, die Batterien auch dort einzubauen, wo der Platz begrenzt ist.
Eine Studie der Universität Münster und der Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle zeigt: Wird der gesamte Bedarf an Zellen aus europäischer Fertigung gedeckt, sind 2050 dafür 250 Terawattstunden Energie nötig. Ohne umfassende Recycling-Kapazitäten liegt der Bedarf noch weit höher.