Die Regierung in Rom hat sich zwar gegen die Begrenzung der Photovoltaik auf acht Gigawatt ausgesprochen. Dennoch sorgt die angekündigte Änderung der Solarförderung für reichlich Aufregung in Italien und wird den rasanten Zubau bei Photovoltaik-Anlagen wohl vorerst zum Erliegen bringen.
Die Regierung hat zum Jahreswechsel eine Solarsteuer für Strom aus Photovoltaik-Anlagen eingeführt. Nun haben Senatoren Klage vor dem Obersten Gerichtshof eingereicht. Die Entscheidung über die Solarförderung kann jedoch noch Monate dauern.
Ursprünglich sollte in dieser Woche über die künftige Ausgestaltung der Photovoltaik-Förderung in Italien abgestimmt werden. Nun wird die Entscheidung wohl erst im April erfolgen. Eine Deckelung des Marktes soll es nun aber nicht geben.
(Aktualisiert.) Der italienische Solarindustrie-Verband will erreichen, dass die Regierung ihre Vorschläge zur Solarförderung nachbessert. Die Umweltministerin soll sich mittlerweile gegen eine Deckelung des Photovoltaik-Marktes ausgesprochen haben. Ende der Woche soll eine Entscheidung fallen.
EEG-Diskussion: Zu einer Entlastung der Stromkunden sollen die geplanten Änderungen bei Photovoltaikförderung und Grünstromprivileg führen. Aber der Strompreis hängt nicht von der Höhe der in den letzten Monaten viel geschmähten EEG-Umlage ab – und diese nicht allein von den Vergütungssätzen.
Solarförderung: Die Szenarien des Umweltrates sehen für das Jahr 2050 nur geringe Mengen Photovoltaikstrom vor. Volker Quaschning, Professor an der HTW Berlin, erklärt, warum er das Potenzial des Sonnenstromes höher einschätzt und deshalb auch gegen die geforderte Zubaugrenze eintritt.
Landtagswahlen: Hamburg hat gewählt, und noch sechs Mal entscheiden die Bürger in diesem Jahr über die politische Zukunft in ihren Bundesländern. Damit stimmen sie auch über die künftige Energiepolitik ab. Welche Auswirkungen diese Wahlen aus Sicht der Grünen haben, erklärt Hans-Josef Fell im photovoltaik-Interview.
Selbst die Bundesregierung geht davon aus, dass die auf die Stromkunden umgelegten Kosten für den Ausbau erneuerbarer Energien derzeit zu hoch angesetzt sind. Außerdem versuchte das Umweltministerium eine Studie zu den Potenzialen erneuerbarer Energien lange zu verstecken.
Die Regierung in Rom plant offenbar eine Begrenzung des Zubaus von Photovoltaik-Anlagen bei insgesamt acht Gigawatt. Eine Entscheidung wird für diese Woche erwartet.
Künftig wird die Solarförderung in Frankreich auf 500 Megawatt Photovoltaik-Leistung im Jahr begrenzt. Das neue Regulierungssystem soll am 10. März in Kraft treten.