Der Bonner Photovoltaik-Konzern hat Rückenwind von der US-Handelskommission bekommen. Der Weg für weitere Untersuchungen der Dumpingvorwürfe gegen chinesische Hersteller von Solarmodulen und Solarzellen ist damit frei.
Das Nachbarland will nach einem „Spiegel“-Bericht keine überschüssige Energie aus deutschen Photovoltaik- und Windkraftanlagen mehr aufnehmen. Der Chef der Deutschen Energie-Agentur fordert schnelle Maßnahmen, um das Netz stabil zu halten.
Trotz hoher finanzieller Anreize und einer großen Projektpipeline sind in Ontario bisher vergleichsweise wenige Photovoltaik-Anlagen installiert. Die Solarbranche setzt nun auf raschere Genehmigungszeiten, eine größere Akzeptanz der Banken sowie eine dynamische Anpassung der Photovoltaik-Einspeisetarife (FIT) an die gesunkenen Preise.
Betriebsrat: Viele Jahre lang hatte kaum ein Photovoltaikhersteller einen Betriebsrat. Doch das hat sich mittlerweile geändert: In immer mehr Unternehmen nehmen die Mitarbeiter ihr Recht auf die Wahl einer Interessenvertretung wahr. Davon können auch die Arbeitgeber profitieren.
Unlauterer Wettbewerb: Nach jahrelangen Schimpftiraden gegen die chinesische Konkurrenz hat Solarworld-Chef Frank Asbeck nun gehandelt. Über seine US-Tochter reichte er Mitte Oktober eine Petition ein, mit der Dumpingvorwürfe gegen chinesische Hersteller offiziell geprüft werden sollen.
Jahresrückblick 2011: Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima sah es zunächst auch hierzulande sehr gut für die Photovoltaikbranche aus. Sieben Atommeiler gingen vom Netz, der Bedarf an Erneuerbaren war plötzlich groß. Aber die regierende Koalition setzt vor allem auf Großprojekte wie Offshore-Windparks. Und die Solarbranche ächzt angesichts der Konkurrenz aus Fernost.
Schwere Rückschläge für die Kooperation zwischen China und den USA erwarten die Photovoltaik-Unternehmen aus Fernost angesichts der Dumping-Klage der US-Solarworld-Tochter. Sie wollen gemeinsam gegen die Petition vorgehen.
In einem Brief haben die Fraktionschefs von Union und FDP ebenfalls schnelle Vorschläge für die Reduzierung der Solarförderung gefordert. Sie ließen allerdings offen, ob die Einspeisetarife weiter sinken sollen oder doch ein starrer Deckel für den Photovoltaik-Zubau kommen sollte.
Kaum hat die US-Regierung auf Initiative von Solarworld mit den Untersuchungen wegen mutmaßlicher Dumpingpreise chinesischer Photovoltaik-Hersteller begonnen, regt sich Widerstand. In den USA haben sich die Gegner des Vorstoßes zur „Coalition for Affordable Energy“ (CASE) zusammengeschlossen, und China will die Preisgestaltung von US-Firmen für Polysilizium untersuchen.
Die aktuelle Diskussion um eine mögliche Deckelung des Photovoltaik-Zubaus in Deutschland hat nicht nur in der Branche für Irritationen gesorgt. Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW befürchtet eine Vollbremsung bei der Energiewende und ruft zu einer Volksbewegung für Solarstrom in Bürgerhand auf.