Die Rufe nach Unabhängigkeit vom Gas werden angesichts der Sicherheitslage in Europa und der enormen Preissteigerung fossiler Brennstoffe immer lauter. Eine Studie des Wuppertal Instituts, die von Greenpeace in Auftrag gegeben wurde, zeigt nun, dass es eine vollständige Abkehr von fossilen Brennstoffen in diesem Sektor bereits in 13 Jahren möglichen wäre. Haushalte würden dabei sogar noch Kosten sparen.
In einem Gespräch mit pv magazine erklärt Christian Breyer, Professor für Solarwirtschaft an der finnischen Lappeenranta University of Technology (LUT), welche Folgen der Krieg in der Ukraine für die europäische Energielandschaft haben könnte. Seiner Meinung nach kann nur eine beispiellose Entwicklung von erneuerbaren Energien, Wärmepumpen und Speichern helfen, die aktuelle Energiekrise zu bewältigen.
Die betroffenen Kommunikationskanäle werden auch von Photovoltaik-Anlagen genutzt. Berichte über Störfälle in der Solarbranche gibt es jedoch nicht.
Noch fehlen Definitionen und Standards, was als sozial gilt. Ein Expertengremium der EU soll eine soziale EU-Taxonomie erarbeiten, analog zur grünen Taxonomie. Der soziale Ansatz soll diese ergänzen und hat damit auch Auswirkungen auf die Unternehmen.
Die Volumina für die Ausschreibungen von Freiflächen- und Dachanlagen sollen deutlich angehoben werden. Zudem ist geplant, die Vergütung für Volleinspeiser künftig höher ausfallen zu lassen, als wenn Betreiber den Solarstrom selbst verbrauchen. Dabei entfallen jedoch Umlagen für Eigenverbrauch und Direktlieferungen. Auch für Agri-, Floating- und Parkplatz-Photovoltaik soll es eine dauerhafte Perspektive geben. Der Referentenentwurf enthält nun auch konkrete Ziele und Zahlen (aktualisiert).
Mit dem Konflikt in der Ukraine werden Gaskraftwerke als Brückentechnologie für die Energiewende fraglicher. Die Analysten von Enervis haben die Strompreisentwicklung modelliert, wenn Deutschland statt auf Gas den Weiterbetrieb von Kohlekraftwerken und AKW über die geplanten Abschaltungstermine hinaus erwägt. Der BEE hält Kohle und Atom hingegen nicht für eine Alternative zu russischem Erdgas, sondern plädiert für einen zügigeren Ausbau von Photovoltaik und Windkraft.
Die Regierung in Wien sollte nach Ansicht des Verbands in diesem Jahr 144 Millionen Euro für neue Photovoltaik-Anlagen und 30 Millionen Euro für Stromspeicher als Förderung zur Verfügung stellen. Doch die vom der Politik vorgelegte Verordnung ist meilenweit davon entfernt, einen Photovoltaik-Boom in Österreich auszulösen.
Baden-Württemberg begrenzt die Flächen für Solarparks in landwirtschaftlich benachteiligten Gebieten auf eine neu installierte Leistung von 100 Megawatt pro Jahr. Für das Erreichen der Klimaschutzziele ist jedoch die sechsfache Menge nötig, meint das Solar Cluster Baden-Württemberg.
Die Regierungsparteien haben sich darauf verständigt, die EEG-Umlage zum 1. Juli 2022 komplett zu streichen. Die Koalition verzichtet darauf, die Versorger gesetzlich zur Weitergabe dieses Vorteils an ihre Kunden zu zwingen.
Die Bundesregierung hat Müller als neuen Chef der Bundesnetzagentur benannt. Der langjährige Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes folgt Jochen Homann, der in Ruhestand geht.