Der japanische Konzern will seine einzige Produktionsstätte für Solarzellen in Ungarn schließen. 500 Arbeitsplätze gehen damit verloren.
Nach Ansicht von Finanzmarktexperten ist es eher erstaunlich, dass das Hamburger Photovoltaik-Unternehmen erst jetzt den Gang zum Amtsgericht antrat. Zugleich liegen die Hauptgründe für die Insolvenz schon einige Jahre zurück, als das Management des börsennotierten Unternehmens einen Wandel des Geschäftsmodells vollzog. Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat schon vor zwei Jahren Anklage gegen ehemalige Führungskräfte von Conergy erhoben.
Das nächste große Photovoltaik-Unternehmen ist Pleite. Conergy konnte keine Einigung mit den Banken erzielen. Auch alle Tochtergesellschaften in Deutschland, darunter Mounting Systems, werden einen Antrag für ein vorläufiges Insolvenzverfahren stellen.
Während Deutschland als wichtiger Absatzmarkt für Photovoltaik-Produkte an Boden verlieren, könnte die wachsende Nachfrage in China und Japan zu einem weiter steigenden globalen Zubau führen. Die Analysten von NPD Solarbuzz rechnen mit einer neu Installierten Photovoltaik-Leistung von mehr als 35 Gigawatt in diesem Jahr.
Nach vorläufigen Schätzungen des BDEW haben die Photovoltaik-Anlagen im Juni in Deutschland knapp 4300 Gigawattstunden Solarstrom produziert. Soviel wie nie zuvor. Zugleich sank der Marktwert für Solarstrom auf einen historischen Tiefststand. Doch nicht nur die Sonne sorgte für einen Rekordanteil bei der Photovoltaik. Auch der Wind blies kräftig und die erzeugte Windstrommenge stieg um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr an.
Zur Rettung der insolventen Muttergesellschaft Solen AG ist der Betrieb der Solen Energy GmbH eingestellt worden. Die Insolvenzverfahren für beide Photovoltaik-Unternehmen sind derweil eröffnet worden. Am 20. August wird es eine Gläubigerversammlung geben.
Der Hersteller von Photovoltaik-Wechselrichtern hat seine Mitarbeiter über den geplanten Personalabbau informiert. Bis Ende 2014 sollen am Standort Deutschland schrittweise 700 Vollzeitstellen abgebaut werden. Das bedeutet, dass 800 Mitarbeiter in den kommenden anderthalb Jahren das Unternehmen verlassen müssen. SMA reagiert damit auf den drastischen Umsatzrückgang.
Interview: Alexander Kirsch, Vorstandsvorsitzender der Centrosolar Group, sprach auf der Intersolar mit pv magazine über seine Strategie, über den Handelsstreit und die Rolle der Modulproduktion für sein Unternehmen.
Das Amtsgericht Leipzig hat das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung des Photovoltaik-Herstellers aufgehoben. Im Zuge der Umstrukturierung hat Solarion sich von seinem bisherigen Hauptaktionär Ally Energy getrennt. Alle anderen Anteilseigner bleiben aber an Bord.
Seit Monaten tobt ein Kampf um den thüringischen Hersteller von Modulen und Automobil-Anwendungen. Nun kündigte die chinesische STGCON-Gruppe an, Asola Solarpower zu einem europäischen Entwicklungszentrum für Energiespeicher, Energiemanagementsysteme und Ladesysteme machen zu wollen. Doch der Geschäftsführer von Asola Solarpower hofft für die Automotive-Sparte im parallelen Insolvenzverfahren auf einen baldigen Vertragsabschluss mit einem deutschen Investor.