Grün- und Graustromspeicher: Die aktuelle Gesetzeslage behandelt einen Grünstromspeicher ähnlich wie eine Erneuerbare-Energien-Anlage, einen Graustromspeicher bei der Einspeisung hingegen wie ein fossiles Kraftwerk. Das ist nicht sachgerecht, resümiert Rechtsanwältin Leonie Behr.
Vertragsrecht: Zur Vorbereitung einer rechtlich belastbaren Abnahme großer Batteriespeicher müssen die Beschaffungskriterien klar vereinbart sein. Was in solchen Vereinbarungen zu beachten ist und genau geregelt werden sollte, erklären Rechtsanwalt Andreas Kleefisch und Diplom-Ingenieur Christian Binder.
Optimizer/Algotrader: Die Zahl der Einträge in unserer Marktübersicht zu Anbietern von Batteriespeichervermarktung ist erneut gestiegen. Eine veränderte Struktur soll die Vielfalt des Angebots noch besser abbilden. Die Angebote sind nicht mehr nur für Großspeicher interessant, sondern zunehmend auch für kleinere Einheiten.
Behind-the-Meter-Handel: Gewerbespeicher sollen längst nicht mehr nur Lastspitzen kappen und Eigenverbrauch optimieren. Erste Unternehmen nutzen ungenutzte Kapazitäten für den Stromhandel. Das verspricht höhere Erlöse, setzt aber auch neue Anforderungen an Steuerung, Prognosen und verlangt klare Prioritäten.
Gewerbe-Energiemanagement: In der Solarbranche wird Energiemanagement meist mit der Steuerung von Batteriespeichern, Photovoltaik und Ladelösungen gleichgesetzt. Doch viele Unternehmen beginnen erst damit, ihre Verbräuche systematisch zu analysieren. Wer hier unterstützt und begleitet, kann hohe Einsparpotenziale realisieren, Investitionen anregen und dafür sorgen, dass der Einstieg in die dynamische Welt der erneuerbaren Energieversorgung gelingt. Davon können auch Installateure profitieren.
Investionsobjekt: Wenn Gewerbebetriebe Platz für einen Speicher haben, können sie nun mit mittelgroßen Speichern, die „front of the meter“ installiert werden, am Großspeichermarkt teilhaben und die dort zur Zeit hohen Erlöse erwirtschaften. Ein Elektroinstallateur hat es ausprobiert, bevor er es seinen Kunden anbietet.
Marktübersicht Gewerbespeicher: Gewerbespeicher gewinnen an Bedeutung, auch wenn das Marktwachstum bisher auf sich warten lässt. Immer mehr Anbieter setzen auf All-in-One-Lösungen, mit denen Unternehmen vielfältige Einsparpotenziale erschließen können. Neue technische Konzepte und Geschäftsmodelle eröffnen zusätzliche Chancen.
Anwendungsbeispiel Ausfallsicherheit: Seit mehr als zehn Jahren wird darüber diskutiert, Batteriespeicher im Gewerbe als Ersatz für Dieselaggregate einzusetzen. Jetzt wird das wirklich attraktiv, sagen Torsten Knauf, Leiter des Geschäftskundenbereichs bei Schoenergie, und Volker Schöller, CTO bei dem Energiedienstleister aus Föhren bei Trier.
Anwendungsbeispiel Ladebooster: Die Voraussetzungen, um Lastwagenflotten von Diesel auf Strom umzustellen, sind jetzt da. Es gibt Fahrzeuge mit hoher Reichweite und leistungsstarke Ladelösungen. Zusammen mit den Stromern zieht oft noch ein Batteriespeicher ein, wie bei Stöhr Logistik.
Anwendungsbeispiel Batterie im Saisonbetrieb: Je nach Geschäftsmodell ist der Batteriespeichereinsatz sehr saisonal geprägt. In Hamburg wird ein Vier-Megawatt-Speicher im Sommer an der Börse vermarktet und kappt im Winter die Stromspitzen des Verkehrsbetriebs. Ein sinnvolles Modell mit administrativen Hürden.