Jahresrück- und -ausblick: Der Photovoltaik-Zubau in Deutschland ist in diesem Jahr erneut zweistellig prozentual gewachsen. Dennoch gibt es viel zu tun, wie der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar), Carsten Körnig, weiß. Die Jahre 2022 bis 2024 sind aus seiner Sicht entscheidend, wenn Deutschland seine verschärften Klimaziele erreichen will.
Jahresrück- und -ausblick: Europa und Deutschland streben seit längerem nach dem Wiederaufbau der Solarindustrie. 2022 hat sich viel bewegt und das Ziel, bis 2025 eine Produktionskapazität von 30 Gigawatt entlang der Photovoltaik-Wertschöpfungskette zu erreichen, steht. Andreas Bett, Direktor des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE, ist optimistisch, dass es klappt, doch noch müssen dafür einige Rahmenbedingungen geschaffen werden.
Jahresrück- und -ausblick: In diesem Jahr ging es für viele Unternehmen darum, sich auf den enormen Anstieg der Nachfrage einzustellen. Vielen Photovoltaik- und Speicheranbieter haben schnell reagiert, wie Daniel Schmitt, Geschäftsführer von Memodo, im Interview erklärt. Auch für 2023 ist er geht er davon aus, dass angesichts hoher Energiepreise das Interesse nicht abreißt. Dringenden Nachholbedarf sieht er im Aufbau einer Photovoltaik-Wertschöpfungskette in Deutschland.
Jahresrück- und -ausblick: Nach kontinuierlichen Preissteigerungen für Solarmodule im ganzen Jahr 2022, erfolgte im November plötzlich die Trendumkehr. Die Verfügbarkeit ist bei Solarmodulen kein Thema mehr und wird sich auch bei Photovoltaik-Wechselrichtern und Batterien merklich bessern, sagt Martin Schachinger, Gründer von pvXchange.
Jahresrück- und -ausblick: Der Trend der vergangenen Jahre hat sich 2022 fortgesetzt und die Nachfrage wird auch 2023 weiter wachsen. Die einzelnen Segmenten zeigen dabei unterschiedliche Entwicklungen auf, wie Jan Figgener und Christopher Hecht vom Institut für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe (ISEA) der RWTH Aachen erklären.
Jahresrück- und -ausblick: Für das kommende Jahr ist mit einem Anstieg auf 315 Gigawatt der global neu installierten Photovoltaik-Leistung zu rechnen, wie Jenny Chase, Analystin von Bloomberg New Energy Finance sagt. In Europa sieht sie einen großen Überhang an Modulen, die in diesem Jahr geliefert, aber nicht installiert wurden.
Da es nur einen Zuschlag für das einzige Gebot für ein kombiniertes Photovoltaik-Speicherkraftwerk gab, fällt die Veröffentlichung des Gebotswerts unter das Betriebs- und Geschäftsgeheimnis des Bieters. Bei der Ausschreibung für Photovoltaik-Anlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden sank der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert leicht auf 8,74 Cent pro Kilowattstunde.
Der europäische Photovoltaik-Verband erwartet eine neu installierte Photovoltaik-Leistung von 41,4 Gigawatt auf dem Kontinent in diesem Jahr – ein Anstieg um 47 Prozent gegenüber 2021. Im optimistischsten Szenario könnte es im kommenden Jahr sogar mehr als 67 Gigawatt Zubau werden. In den Top Ten liegen Polen und die Niederlande weiterhin vor Frankreich und Italien. Portugal verzeichnete prozentual den größten Zuwachs binnen Jahresfrist.
Im Vorgriff auf die Novellierung der Landesbauordnung hat die Regierung in Düsseldorf einen Runderlass an die Genehmigungsbehörden geschickt. Demnach sollen die vorgeschriebenen Mindestabstände für Photovoltaik-Dachanlagen auf Reihenhäuser reduziert werden. Zudem wird das Aufstellen von Wärmepumpen in Ein- oder Zweifamilienhäusern damit ermöglicht.
In der letzten Sitzung vor der Weihnachtspause stimmte die Länderkammer sowohl dem Jahressteuergesetz als auch der Strompreisbremse zu. Damit können die Gesetze in Kraft treten, die sowohl Licht als auch Schatten für die Photovoltaik bereithalten.