Conergy-Aufsichtsrat legt Ämter nieder

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Der frühere Conergy-Chef Dieter Ammer hat nach Berichten verschiedener Tageszeitungen alle seine Ämter in Aufsichts- und Beiräten niedergelegt. Damit zog der ehemalige Vorstands- und Aufsichtsratschef des Hamburger Photovoltaik-Unternehmens die Konsequenzen aus der Anklageerhebung der Staatsanwaltschaft. Diese wirft Ammer und sieben weiteren früheren Managern von Conergy unter anderem Bilanzfälschung und Insiderhandel für das Geschäftsjahr 2007 vor. Damals war Ammer Vorsitzender des Aufsichtsrats, bis gestern war er noch dessen Mitglied. Ammer wies gegenüber dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen zurück. Sein Rückzug sei auch kein Schuldeingeständnis. Er wolle vielmehr die Firmen und Institutionen nicht mit dem Verfahren belasten. Er werde sich mit allen juristischen Mitteln zur Wehr setzen, so Ammer weiter.  "Weder ich noch der Bilanzausschuss oder der Aufsichtsrat haben zu irgendeinem Zeitpunkt von eventuellen Bilanzfälschungen gewusst, geschweige denn sie begleitet", sagte der frühere Tschibo-Chef auf Anfrage der „Financial Times Deutschland“ (Mittwochausgabe) Seine Aktienverkäufe im Jahr 2007 habe er niemals mit Insiderwissen getätigt. Neben seinem Aufsichtsratsmandat bei dem Photovoltaik-Unternehmen verfügte Ammer auch über Sitze im Kontrollgremium von Heraeus und Gea sowie im Regionalrat der Deutschen Bank und dem Vorsitz im Landeskuratorium des Stifterverbands. (Sandra Enkhardt)

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