Galgenfrist für Suntech verlängert

Teilen

Suntech Power International Ltd., die europäische Tochter der angeschlagenen Suntech Power Holdings Co. Ltd, kann erstmal durchatmen: Die zuständigen Behörden im schweizerischen Schaffhausen haben entschieden, das seit April laufende vorläufige Schuldenmoratorium für das Photovoltaik-Unternehmen um weitere sechs Monate zu verlängern. Das geht aus einer Pressemeldung von Suntech hervor. Im April hatte das Unternehmen die Überschuldung der Suntech-Tochter als Grund für das Moratorium angegeben, in diesem Fall würden die Schweizer Gesetze ein solches Vorgehen vorschreiben. Ein Großteil der Schulden der Suntech Power International sollen überbetriebliche Rückstände sein.
Suntech-Chef David King zufolge hat Suntech Power International bereits „wichtige Meilensteine im Restrukturierungsprozess“ erreicht. Das definitive Moratorium gebe dem Unternehmen nun die Zeit, mit den Gläubigern eine Einigung über die Umstrukturierung der Schulden erreichen; der Geschäftsbetrieb laufe währenddessen weiter. Eine Verlängerung des Moratoriums ist laut King möglich.
Die europäische Tochter ist nicht das einzige in Schieflage geratene Suntech-Unternehmen. Im März haben Gläubiger für die wichtigste chinesische Tochtergesellschaft von Suntech, Wuxi Suntech, Insolvenz angemeldet. Kurz zuvor konnte Suntech Power eine fällige Wandelschuldanleihe von etwa 420 Millionen Euro nicht zurückzahlen. Ende März soll der Konzern Gesamtschulden von 1,7 Milliarden Euro gehabt haben. (Max Hall/Petra Hannen)

Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.

Popular content

Phovoltaik-Zubau, EWI-Prognose vs. Realität, Quelle Ansvar2030
Um das 41-fache verschätzt: Warnung vor industriellem Einbruch durch Katherina Reiches künstliche Energieverknappung
09 Januar 2026 Ein EWI-Gutachten lenkte bereits 2012 die Bundesregierung. Heute liegen korrekte Ausbauzahlen vor – dennoch setzt die Ministerin die damalige Bremsrhe...