„Mit großem Respekt“, so eine Instagram-Mitteilung der Tellus Systemtechnik GmbH aus Lamspringe, wurde in der südniedersächsischen Gemeinde ein Projekt auf denkmalgeschützten Gebäuden umgesetzt. Das Kloster Lamspringe, das heute gar kein Kloster mehr ist, aber auf eine bis ins 9. Jahrhundert reichende Geschichte verweisen kann, hat seit Ende Februar eine Photovoltaik-Anlage.
Zum Einsatz kamen 220 monokristalline „Full Black“-Module vom Typ Solar Fabrik Mono S4 TFB 450 W. „Wir freuen uns, dass unsere Module auch bei solchen besonderen Projekten zum Einsatz kommen“, so Christian Laibacher, CEO des Unternehmens mit Sitz in Laufach. Dem Hersteller zufolge wurden sie eigens „bemustert“, also auf möglichst einheitliches Äußeres geprüft. In Kombination mit einer schwarz eloxierten Unterkonstruktion fügt sich der Solargenerator so recht unauffällig in das Dach ein. Die Erdarbeiten für die Kabelführung der 99-Kilowatt-Anlage seien archäologisch begleitet worden, um mögliche historische Funde zu schützen.
Das ehemalige Kloster Lamspringe wurde 872 erstmals urkundlich erwähnt, es entstand als Benediktinerinnenkloster. Nach einer wechselvollen Geschichte wurde es im 17. Jahrhundert, zur Zeit der Katholikenverfolgung in England, von englischen Benediktinermönchen neu begründet und war damit das einzige englische Kloster in Deutschland. Seit 1803 sind die Gebäude – die heutige Bebauung stammt aus dem Jahr 1730 – säkularisiert, die 1693 fertiggestellte Kirche wurde der katholischen Gemeinde Lamspringe überlassen.
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