von ESS News
Chinas oberste Wirtschaftsplanungs- und Energieregulierungsbehörde hat einen „Kapazitätspreis” für netzgebundene Stand-alone-Batteriespeicher formalisiert. Damit wird ein ursprünglich für Kohlekraftwerke konzipierter Mechanismus ausgeweitet, der Investoren einen klareren Weg zur Deckung ihrer Fixkosten bietet. In einer gemeinsamen Mitteilung vom 30. Januar 2026 erklärten die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) und die Nationale Energiebehörde (NEA), dass qualifizierte Stand-alone-Speicherprojekte, die die Systemzuverlässigkeit unterstützen – und nicht als obligatorische Speicher für Erneuerbaren-Anlagen gebaut werden –, auf der Grundlage einer Projektliste in den Rahmen für die Kapazitätspreisgestaltung auf der Erzeugungsseite aufgenommen werden können.
Die Richtlinie definiert Zahlungen für Speicherkapazitäten als Entschädigung für „verfügbare Kapazitäten” – ein Konzept zur Deckung der Fixkosten – und nicht als Vergütung für tatsächlich abgegebene Elektrizität. Die Unterscheidung zielt darauf ab, den Cashflow für Anlagen zu stabilisieren, deren Systemwert häufig während einer kleinen Anzahl von Spitzenlastzeiten am höchsten ist.
Wie wird der Preis festgelegt? Die Bekanntmachung knüpft die Preise für Speicherkapazitäten an lokale Referenzwerte für Kohlekapazitäten. Sie stützt sich dabei auf das chinesische Preissystem für Kohlekapazitäten, das einen nationalen Festkostenreferenzwert von 330 Yuan (40 Euro) pro Kilowatt und Jahr verwendet. Der Branchenverband CNESA interpretiert das Konzept als „gleichen Lohn für gleiche Arbeit“: Speicher werden für ihren Beitrag zur Spitzenlastunterstützung vergütet, wobei lokale Parameter die Dauer der Spitzenlast und die Angebots- und Nachfragebedingungen widerspiegeln sollen.
Warum ist dies für den netzseitigen Speichermarkt von Bedeutung? Netzseitige Stand-alone-Speicher in China hatten Schwierigkeiten, sich auf eine einzige Einnahmequelle wie den Arbitragehandel zu verlassen, insbesondere angesichts sich ändernder Marktregeln, Zyklusmuster und Spreads. Mit dem Hinzufügen einer Kapazitätsvergütung zielt die Politik darauf ab, Speicher neben der „unterstützenden” Rolle der Kohle als zuverlässige Ressource investierbar zu machen, während die Energie- und Zusatzdienstleistungsmärkte weiterhin im Mittelpunkt der Dispatch- und Betriebsanreize stehen.
CNESA argumentiert, dass dieser Schritt ein dreiteiliges Einnahmensystem für Stand-alone-Speicher – Einnahmen aus dem Energiemarkt, Zusatzdienstleistungen und Kapazitätszahlungen – effektiv vervollständigt. Der Branchenverband erwartet, dass der neue Mechanismus die Inbetriebnahme von Projekten beschleunigen und den Wettbewerb in Richtung Verfügbarkeit, Lieferfähigkeit und Systemwert vorantreiben wird, nicht nur in Bezug auf installierte Megawattstunden.
Die Einzelheiten der Umsetzung werden weitgehend den Provinzregierungen überlassen bleiben, darunter auch die Festlegung von Berechtigungslisten und Überprüfungsregeln. Aber die Richtung ist klar: Die chinesische Regierung signalisiert, dass in einem Stromsystem mit steigendem Anteil erneuerbarer Energien die „Bereitschaft zur Entladung“ eine Dienstleistung ist, für die der Markt bezahlen muss – auch wenn kein Strom fließt.
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China hat auch dieses Mal die bessere Lösung. Deutschland fördert den weiteren PV Ausbau, obwohl wir Jetzt Schon jetzt müssen wir im Sommer den PV Überschuss verschleudern. Zusätzlich bauen die Chinesen neue AKWS als sichere Grundlast aus. Hocheffiziente Kohlekraftwerke und Batterien übernehmen die Stabilisierung. Wir bauen dafür Gaskraftwerke, für die wir kein Gas haben.
Der Ausbau der PV lag in China 2025 um den Faktor 10 höher als der Ausbau von AKW und Kohle. Verstehe nicht, was da ein anderer Weg als der Weg aller übrigen Länder, inklusive Deutschland, sein soll. Bitte erläutern sie das mal.
Und bitte erläutern Sie, was ein „hocheffizientes Kohlekraftwerk“ sein soll. Thermische Verwertung von Stoffen zur Stromerzeugung ist lächerlich ineffizient. Schon immer gewesen, wird immer so sein (Physik).
Wir haben auch keine Rohstoffe für Brennstäbe. Genau wie Frankreich. Daher bezieht Frankreich das aus Russland. Es ist geradezu grotesk wie man sich hier was vormacht.
China baute 2026 so viel PV- und Windanlagen, die so viel Strom erzeugen wie 60 AKW. Die Kohlestromproduktion ist in China zurückgegangen, trotz eines Zubaus. 2025 wurden weltweit 7 AKW stillgelegt und 4 neu in Betrieb genommen. Taiwan ist als Industrieland aus der Atomenergie ausgestiegen. Wie in Deutschland haben auch kein Uran.
Die chinesische Regelung liest sich wie eine Einladung zur dort ohnehin verbreiteten Korruption, zur Errichtung von potemkinschen Dörfern.
Die Dunkelflaute erzwingt eine Lösung
Es macht auch keinen Sinn Windräder zu bauen ohne Netzanschluß
Kohlekraftwerke jetzt abzuschalten um LNG Gaskraftweke zu bauen
die dann in 15 Jahren wieder abgerissen werden ist wirtschaftlicher Blödsinn
Siemens hat keine Kapazitäten mehr – kann ehedem nicht vor 10 Jahren liefern
Sinnvoller wäre es die alten AKWs wieder einzuschalten
und
in 10 Jahren gehen SMRs in Serie zb von Copenhagen Atomics
Selten so einen Unsinn gelesen.
Aktuell ist mehr als genug Kraftwerkspark vorhanden. Und für die Zukunft: Ob für die wenigen Stunden Dunkelflaute tatsächlich bestehende Kohlekraftwerke oder neue Gaskraftwerke günstiger / sinnvoller / dauberer / resilienter sind, darüber lässt sich streiten. LNG hat über die komplette Prozesskette jedenfalls keine reine Weste…
Wieviel fossiles Back-Up wir in 15 Jahren wirklich brauchen oder ob unser Kraftwerkspark, E-Autos und stationäre Batterien (siehe den obigen Artikel bzgl. China) zusammen mit dem europäische Verbundnetz auch ausreichen, darüber kann jeder sich sein wahrscheinliches Szenario aussuchen: https://www.energy-charts.info/charts/remod_installed_power_2024/chart.htm?l=de&c=DE
Was sich aber niemand mehr als Lösung aussuchen wird: Kernkraft – das Kapitel ist beendet… auch die früheren Karftwerksbetrieber wollen nicht mehr [https://www.enbw.com/unternehmen/themen/klimaschutz/kernkraft-kosten.html]…. zu teuer, zu abhängig von wenigen, zu angreifbar von Gegnern, niemand will den Strahlenmüll, etc.. Wer hätte wohl Lust zu investieren? Forderungen nach Kernkraft kommt mir vor wie ein Karnevalswitz … Die Bürger dieses Landes (und auch das Ausland – siehe solare Zubauzahlen in Pakistan etc.) sind da schon weiter – Solar, Wind, Biogas, Batteriespeicher, bidirektionale E-Autos… es passiert bereits jetzt, nicht erst in 10 oder 15 Jahren. Einfach machen!
Kernkraft ist bei uns nicht mehr versicherbar. In der ersten Begeisterung ab den 50er-Jahren hat die Bevölkerung noch akzeptiert, dass nur der GAU versichert werden musste, d.h. ein Unfall, bei dem das radioaktive Inventar im Containment eingeschlossen bleibt. Es gab aber inzwischen genug Unfälle, bei denen das Containment nicht gehalten hat, bei 500 Reaktoren weltweit im Durchschnitt alle 10 Jahre ein Fall: Windscale-Sellafield, Three-Mile-Island, Tschernobyl, Fukushima (3). Andere Unfälle in der Sowjetunion nicht mitgezählt. Die Wahrscheinlichkeit für Unfälle größer als der GAU ist also hoch, der Schaden in einem dicht besiedelten Land auch. Die Versicherungsprämien wäre für die Betreiber nicht zu bezahlen. Und im Schadenfall will niemand auf die Gnade des Staates angewiesen sein.
Fazit: Kernkraft ist bei uns zu teuer, weil niemand die Risikokosten übernehmen will – die Betreiber nicht, der Staat nicht und die Anwohner schon gar nicht.