Fast 94 Prozent der Bundesbürger sehen Deutschland mit Blick auf Energieversorgung und -preise in internationalen Krisen als gefährdet. Das zeigt eine repräsentative Meinungsumfrage, die Civey für Vattenfall unter 5.000 Menschen nach Beginn des Iran-Krieges durchgeführt hat. Rund 91 Prozent der Teilnehmer sind der Meinung, dass schwankende Energiepreise die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen gefährden.
Da liegt die Vermutung nahe, dass der Erneuerbare-Ausbau als zentraler Hebel für mehr Unabhängigkeit in geopolitischen Krisen sehr breite Zustimmung findet. Doch weit gefehlt: Gerade einmal 56 Prozent sehen im Erneuerbaren-Ausbau ein wichtiges Instrument für mehr Resilienz. Beim Ausbau von Netzen und Speichern liegt die Zustimmung bei 62 Prozent. Erstaunliche 25 Prozent nennen hier das Festhalten an fossilen Energien, 38 Prozent den Zubau konventioneller Kraftwerke. Für 18 Prozent der Teilnehmer sind auch Energie-Einsparungen im Alltag ein notwendiger Weg. Staatliche Eingriffe in den Energiemarkt verlangen nur knapp 15 Prozent.
Auf die Frage, ob der Erneuerbare-Ausbau seit Beginn des Iran-Krieges wichtiger geworden ist, antworten 58 Prozent mit Ja. Für knapp 18 Prozent ist der Ausbau sogar unwichtiger geworden – warum auch immer. Die Zustimmung ist in Westdeutschland deutlich größer als im Osten des Landes. In Schleswig-Holstein zum Beispiel beträgt die Quote fast 64 Prozent, in Sachsen sind es nur gut 39 Prozent.
„Ich bin überzeugt: Nur ein dekarbonisiertes Deutschland und Europa wird langfristig wettbewerbsfähig sein – und zudem auch unabhängiger und resilienter“, sagt Robert Zurawski, Deutschlandchef von Vattenfall.
Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.







Ja, das dauernde Berieseln von wegen Dunkelflaute, Blackout, Flatterstrom, SMRs und der Dame von der EU zeigt Wirkung bei den Leuten, welche nur Überschrften lesen.
Die Summe der informierten, wissenden Personen dagegen ist zu gering. Soviel zu einer Meinungsumfrage.
Wissen zu Energie und Energiesystemen kommt bereits in den Schulen fast nicht vor. Dazu kommt eine massive Desinformation zu Energiethemen.
Dunkelflauten, Blackout und kompletter fachlicher Unfug wie Flatterstrom wird diskutiert. Leider fehlt auch in Presse, Funk und Fernsehen eine Einordnung. Der völlig fachfremde Professor Sinn darf mit seinen widerlegten Thesen die Diskussion beeinflussen.
Irgendwelche gar nicht oder unzureichend qualifizierte Leute berieseln Menschen mit Blackout Panikmache.
Die Menschen sind aufgrund mangelndem Wissen teils völlig Orientierungslos. Das trifft leider auch auf große Teile der Politik zu.
Es ist dringend nötig in der Bevölkerung ein solides Grundwissen aufzubauen. Aber das ist eher ein Thema für die nächsten Jahre.
Wenn sie mit Grundwissen das ihrige meinen sollte man davon Abstand nehmen. Mit Meinungen alleine kommt man gegen die Physik nicht an.
„Der völlig fachfremde Professor Sinn darf mit seinen widerlegten Thesen die Diskussion beeinflussen.“
2022 Der Spiegel: „Energieexpertin“ Kempfert: Deutschland habe Stromspeicher »noch und nöcher«. Das durfte während des legendären Interviews unhinterfragt im Raum stehen bleiben. Man sollte schon beide Seiten der Medaille betrachten.
Die Formulierung „gerade einmal 56%“ ist irgendwie seltsam. Im Bundestag würden 56% reichen für eine erfolgreiche und nachhaltige Energiepolitik. Offensichtlich sind Öl- und Gaspreise noch zu niedrig. Aber Genosse Putin möchte uns helfen und stellt zum 1.Mai die Öl-Versorgung von PCK Schwedt ein. Vielleicht hilft dies einigen im Berliner Regierungsviertel beim Nachdenken.