Im Zuge einer Pilotpartnerschaft mit Stromnetz Berlin hat das Unternehmen Lesolco ein Projekt zur Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung (GGV) in der Hauptstadt realisiert. Es handelt sich dabei um ein Mehrfamilienhaus im Bezirk Lichterfelde mit zehn Wohnungen und einer Büroeinheit. Das ganzheitliche Energiekonzept sei nach einer detaillierten Machbarkeitsstudie entwickelt worden, teilte Lesolco mit. Maßgeblich zur erfolgreichen Umsetzung der Projekts habe zudem auch Döbler Architekten beigetragen.
Es seien eine Photovoltaik-Anlage mit insgesamt 25 Kilowatt Leistung auf dem Gründach und mit gebäudeintegrierten Solarmodulen an den Balkonbrüstungen installiert worden. Dazu kommt ein Batteriespeicher mit 20 Kilowattstunden Kapazität sowie eine Wärmepumpe und Ladesäulen für die Elektroautos. Mit dem Konzept werden 60 Prozent des Strombedarfs mit Photovoltaik gedeckt, wie es von Lesolco weiter heißt.
Die Umsetzung erfolgte als Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung. Die Alternative wäre ein Photovoltaik-Mieterstrommodell gewesen. Mit der Realisierung als GGV seien für Wohnungseigentümer und Genossenschaften jedoch enorme Erleichterungen verbunden, so Lesolco. Eigentümer benötigen keinen Energieversorgerstatus mehr, womit Meldepflichten bei der Bundesnetzagentur oder dem Hauptzollamt entfallen. Auch wird der Status bei der Gewerbesteuer nicht tangiert, wie es weiter heißt. Die Bewohner behielten zudem die freie Wahl ihres Reststromlieferanten. Die Die Zuordnung des Solarstroms erfolge über flexible Verteilschlüssel. Die Abrechnung wiederum lässt sich über die jährliche Nebenkostenabrechnung abwickeln, zählt Lesolco als weitere Vorteile auf. Eine vorbereitende Abrechnung auf Basis der Daten von Stromnetz Berlin könne dabei auch das Unternehmen übernehmen.
Für das Aufsetzen einer Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung kalkuliert Lesolco dabei ab 1500 Euro. Da es sich um ein Pilotprojekt mit Stromnetz Berlin handele, die als grundzuständiger Messstellenbetreiber auch die Zähler eingebaut haben, kommen bei dem Projekt nur die 30 Euro pro Zähler und Jahr zum Tragen. Zudem handelt es sich um einen Neubau, in dem bereits neue Zählerschränke vorhanden waren, was sich positiv auf die Kosten für das Projekt auswirkte.
„Was im Kleinen in Lichterfelde funktioniert, lässt sich nahtlos auf große Bestände und Quartierslösungen übertragen“, heißt es von Lesolco. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben für dieses Jahr die Realisierung einer 350 Kilowatt Photovoltaik-Anlage auf einem Altbau einer Pankower Wohnungsbaugenossenschaft. Dazu sollen auch noch ein Batteriespeicher, Notstrom und die Heizstab-Integration für Warmwasser erfolgen. „Der gesamte Investitionswert verbleibt vollständig bei der Genossenschaft, ganz ohne die Einbindung externer Mieterstromanbieter“, so das Unternehmen.
Lesolco zufolge lässt sich für fast jedes Gebäude eine tragfähige Photovoltaik-Lösung finden und umsetzen. Basis sei einen Machbarkeitsstudie. Diese werden in Berlin über das Förderprogramm „SolarPLUS“ sogar finanziell bezuschusst. Eine 360-Grad-Analyse, die technische Vorplanung und eine Simulation verschiedener Versorgungsmodelle soll der Wohnungswirtschaft dabei als belastbare Entscheidungsgrundlage dienen, so das Unternehmen. Neben den Machbarkeitsstudien werden auch Batteriespeicher vom Land Berlin aktuell finanziell gefördert.
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