Sigenergy bezeichnet es als „wegweisendes Großprojekt“ – zugleich ist es der Einstieg des chinesischen Unternehmens in den deutschen Markt für Photovoltaik-Großanlagen. Gemeinsam mit Arausol und Memodo werde aktuell in Weissach im Tal in Baden-Württemberg die wohl aktuell größte Photovoltaik-Anlage mit dezentralen Speichern realisiert, die unter Gleichstrom arbeite, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Die maximale Photovoltaik-Leistung soll nach der Fertigstellung bei 11,6 Megawatt liegen. Dazu werden 1660 Batteriemodule mit jeweils 12 Kilowattstunden Kapazität von Sigenergy installiert. Insgesamt sind mit den stapelbaren „SigenStacks“ somit 20 Megawatt Speicherkapazität verfügbar.
Die Installation der Speicher erfolge dabei auf der Unterkonstruktion von Arausol. Diese sei vergleichbar mit Modultischen. Die Installation sei damit effizient und ohne Einsatz von Kränen möglich. Auch Bodenversiegelungen, wie sie bei großen Container-Speichern entstehen, würden damit vermieden.
Weiterer Vorteil des Projekts, so Sigenergy, sei die DC-Koppelung. Sie vermeidet im Gegensatz zu AC-Systemen die Umwandlung zwischen Gleich- und Wechselstrom. Der überschüssige Solarstrom könne direkt in den Batterien gespeichert werden. Erst bei der Netzeinspeisung erfolgt dann die Umwandlung in Wechselstrom. Aufgrund der DC-gekoppelten Variante kann Arausol zudem die Anlage größer auslegen und den Netzanschluss überbauen, da die Leistung am Netzanschluss auf 8,8 Megawatt begrenzt ist. Bei höherer Erzeugung würden die Überschüsse in den Speichern zwischengespeichert und anschließend erlösoptimiert vermarktet und eingespeist, so Sigenergy weiter.
Während Sigenergy für das Projekt in Baden-Württemberg neben seinen Batteriespeichern auch die Wechselrichter sowie weitere elektrotechnische Komponenten wie Mittelspannungs-Trafo-Stationen liefert, kümmert sich Memodo um die zuverlässige Beschaffung der benötigten Komponenten. Arausol kümmert sich neben den Unterkonstruktionen auch um den Bau. Der Netzanschluss der DC-gekoppelten Photovoltaik-Speicher-Anlage ist für Juli 2026 geplant.
Die Deutsche Gesellschaft für Sachwertanlagen (DGS) GmbH aus Kernen im Remstal ist Eigentümerin der Anlage. Nach eigenen Angaben entwickelte sie die kombinierte Photovoltaik-Speicher-Anlage in den vergangenen vier Jahren und beauftragte schließlich Arausol mit dem Bau. Zudem sicherte sich DGS für das Projekt in der Innovationsausschreibung im September 2025 einen Zuschlag.
Anmerkung der Redaktion: Wir haben die von DGS erhaltenen Informationen nachträglich im Artikel ergänzt.
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Die Kosten werden nicht genannt. Aber kostet sicherlich nichts. Die Sonne schickt ja keine Rechnung.
Engelbert Klinger schrieb:
„Die Kosten …“. Was genau möchtest du damit sagen? Dir ist schon bewusst, dass dein(e) Einkommen/Einkünfte für Jemand anderes ein Kostenpunkt ist? Irgendwie höre ich immer „Kosten“ aber niemand ist Willens, die Kosten seines eigenen Einkommens zu reduzieren, warum eigentlich nicht? Warum immer nur das Einkommen von Anderen und dann speziell wenn es um die Energiewende geht?
Ja, die werden nicht genannt um von Nörglern nicht aus dem Zusammenhang zitiert und als Argument gegen eine zukunftsfähige Energieversorgung missbraucht zu werden.
Aber der interessierte Leser findest schnell heraus, dass die genannten Innovationsausschreibungen mit 4,5 bis 5,5 ct Einspeisevergütung pro kWh vergütet werden.
So billig produziert dann auch diese Anlage den Strom.
Warum müssen die Chinesen dafür eingesetzt werden wo sind denn die deutschen Ingenieure dabei
Ullrich Lange fragte:
„wo sind denn die deutschen Ingenieure“
Die haben keine Zeit, weil sie beschäftigt sind, Gründe zu finden, warum so etwas nicht funktioniert. Da wird die Physik verbogen und Polemik auf höchstem Niveau geschwungen, bis die Puppen tanzen.
Hast du dich noch nie gefragt, warum in Deutschland all die Dinge, die im Ausland bereits seit Jahren im Einsatz sind, gar nicht funktionieren? Dafür braucht es erhebliche Personalressourcen, um das aufrecht zu erhalten.
Red Flags schwingen sich eben nicht selbst.
Danke Dirk Schiller für die REs auf diese beiden unqualifizierten statements above, nice : )
Da sind sicher auch deutsche Ingenieure am Werk, die UK plant sich nicht von alleine (bestimmt top Maschinenbau Ingenieure am Werk). Auch die gesamte elektrische Anlage nicht (Elektroingenieure). Dann muss das noch geprüft und abgenommen werden (auch von Ingenieuren). Zu guter letzt wurde es sicher von irgendeinem Ingenieur verkauft (vllt. Wirtschaftsingenieur oder doch ein echter? 😉 ). Ja die Produkte wurden von chinesischen Ingenieuren entwickelt und auch sehr gut. Hätten die deutschen auch geschafft, und DC gekoppelte Speicher mit zentral Wechselrichtern gab es auch schon von einem deutschen Hersteller. Nur sind diese halt bei dem entwickelten stehen geblieben und haben sich vermutlich darauf fokussiert zu begründen warum das bei String Wechselrichtern nicht gehen kann. Die Chinesen haben die Begründungen wahrscheinlich nicht aufmerksam genug gelesen und einfach entwickelt. Aber das sind alles nur Vermutungen.
Bei all dem genörgle finde ich kann man schon stolz sein, das solche innovativen Projekte in Deutschland – sogar im Schwabenländle realisiert werden. Neue Technologien sind ja neue Risiken neben den Chancen – die Chancen sind wohl hier gewichtiger sonst hätten die Schwaben das doch nie gemacht. Unwirtschaftlich wird das dann doch nicht ganz sein können.
11,4 zu 8,8 sind ja ca. 1,3 DC/AC – nicht so viel – würde gerne wissen was da noch möglich ist mit dieser DC Kopplung.
Halb Ausländer schrieb:
„11,4 zu 8,8 sind ja ca. 1,3 DC/AC – nicht so viel – würde gerne wissen was da noch möglich ist mit dieser DC Kopplung.“
Ich habe jetzt nicht weiter recherchiert, aber für 8,8MW AC wären 8,8MW DC ohnehin nicht ausreichend. Damit kann man bestenfalls 8,8 MVA AC erzeugen.
Diese Inverter müssen auch Bindleistung zur Verfügung stellen, diese kann besonders im Winter eine nennenswerte Dimension annehmen. MVA ist nicht das Gleiche wie MW und die Differenz kommt nicht selten direkt von den Modulen oder aus der Batterie.
Bei DC ist 1 W = 1V * 1A, aber bei AC ist 1VA = 1V * 1A aber 1W = 1VA * PF .