Dass der Iran-Krieg vor allem wegen der Auswirkungen auf den Gasmarkt auch bei Strom zu teils erheblichen Preissteigerungen geführt hat, ist Teil der durch diesen Krieg ausgelösten Energiekrise. Die Börsenstrompreise verzeichneten vor allem Anfang März kräftige Ausschläge, allerdings nicht ausschließlich nach oben, sondern auch nach unten. Die Stromtarife für Neukunden kannten hingegen nur eine Tendenz, nämlich aufwärts.
Die Debatte über diese Entwicklungen ist bislang nicht differenziert genug, heißt es in einer Auswertung von Tibber, die pv magazine vorliegt. Der Anbieter dynamischer Stromtarife hat die Verhältnisse für Kundinnen und Kunden mit Elektroauto, Smart Meter und dynamischem Tarif ausgewertet – also für eine Gruppe, die durch angepasstes Verbrauchsverhalten vor allem beim Laden ihres Fahrzeugs besonders gut auf Preisvolatilitäten reagieren kann. Resultat: Diese Kunden haben im März nur etwa drei Prozent mehr für ihren Strom bezahlt als im Februar. Und das Viertel der betrachteten Haushalte, das sich durch intelligentes Laden am stärksten an die Preisänderungen anpasste, kam gegenüber dem Februar sogar mit durchschnittlich knapp sieben Prozent geringeren Stromkosten durch den März.
Photovoltaik macht es noch günstiger
Wie sich Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeicher hierbei auswirken, wurde für die Analyse nicht dezidiert ausgewertet. Sie dürften aber die Lage für die jeweiligen Haushalte mit hoher Wahrscheinlichkeit verbessern, heißt es auf Anfrage von pv magazine. Das Unternehmen geht mit Verweis auf eine ADAC-Statistik, der zufolge 68 Prozent der Elektroautobesitzer eine Photovoltaik-Anlage haben (Stand: 2023) davon aus, dass dies auf rund drei Viertel der Haushalte in dem nun betrachteten Datensatz zutrifft. Und man wisse, dass etwa im Gesamtjahr 2025 die Top 10 Prozent der Tibber-Kunden mit Photoltaik und Elektroauto im Schnitt 22 Cent je Kilowattstunde gezahlt hätten, während die Top 10 Prozent mit Elektroauto, aber ohne Photovoltaik, 26 Cent zahlten. Deshalb könne man davon ausgehen, dass die erste Gruppe auch im Februar und März dieses Jahres signifikant weniger gezahlt hat als die zweite.

Grafik: Tibber
Die Auswertung zeigt nach Einschätzung von Tibber, dass seine Kundinnen unter der gestiegenen Preisvolatilität nicht gelitten haben, „sondern diese im Gegenteil für sich nutzen konnten“. Durch das automatisierte Verschieben des Stromverbrauchs hätten sie Preisspitzen vermeiden können. Die Analyse zeigt im März erhöhte Lade-Aktivität zwischen 4 und 6 Uhr morgens, während im Vergleich zum Februar weniger in den Abendstunden geladen wurde (siehe Grafik).
Zweischneidige Zahlen
Die Auswertung birgt mithin eine gute Nachricht für alle, die einen dynamischen Stromtarif so effektiv nutzen können, wie das für Elektroautofahrer mit eigener Ladestation möglich ist. Edgeir Aksnes, globaler CEO und Mitgründer von Tibber, findet dennoch neben der guten auch eine schlechte Nachricht: „Die steigenden Strompreise in Deutschland sind größtenteils dem steigenden Gaspreis geschuldet. Die aktuelle Krise zeigt erneut: Gas für die Stromversorgung ist nicht die Lösung. Die Kombination aus erneuerbaren Energien und flexiblem Verbrauch ist deutlich günstiger und krisenbeständiger.“ Aus einer „skandinavischen Perspektive“, findet der Chef des in Norwegen beheimateten Unternehmens, sei es „schwer nachvollziehbar, warum Deutschland noch immer so stark auf fossile Energieträger setzt.“
Neben dem Strommix – dessen Erneuerbaren-Anteil speziell in Norwegen ja weniger mit Windkraft- und Photovoltaikausbau, sondern mit reichlich verfügbarer Wasserkraft zu tun hat – spielt aber auch die Verbreitung von Smart Metern als Voraussetzung für dynamische Tarife eine Rolle. Erstere sind dort in jedem Haushalt installiert, letztere werden nach Angaben von Tibber von 93 Prozent der Stromkunden genutzt. Es werde Zeit, fordert Aksnes, „dass die deutsche Regierung den Smart-Meter-Rollout entschlossen beschleunigt und zur Priorität macht.“
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Tibber hin und her (jedenfalls für mich).
nur: ein „Tibber“ funktioniert eben nur mit einem SmartMeter…
Man sollte solche Kommentare doch bitte nur machen, wenn sie auch aktuell sind. Tibber funktioniert auch mit dem Pulse (bei mir seit Herbst 2024) problemlos. Ob das eine „Krücke“ ist kann dann jeder für sich entscheiden, denn dis Smart Meter sind bei vielen Anbietern teurer als die einfachen Modernen Stromzähler.
Tibber hat sein Service Portfolio in letzter Zeit auch in Richtung Grid Rewards erweitert und bietet ein Smartmeter über inexogy z.Z. für 0€ Installationskosten an.
„Man sollte solche Kommentare doch bitte nur machen, wenn sie auch aktuell sind“
oder noch besser gesagt, eine bestimmte Fachkompetenz hat.
Nicht Wahr @Michael Busch 🥳
Ansonsten kannst Du noch mal diese Worte ⤵️ von mir weiter unten Dir durch den Kopf gehen lassen.
„Tibber sein Auftreten als sogenannter innovativer Stromhändler ist nur ein Deckmäntelchen für sein Netzhandel für sogenannte EE. Nicht mehr und nicht weniger.
Tibber und PV…
… das beißt sich wie Hund und Katz.
Selbst wenn er sich das 10 mal auf seine Fahne schreibt.“
Tibber hat als Krücke noch den „Pulse“, so dass dynamische Stromtarife auch ohne Smartmeter funktionieren. Es muss aber ein digitaler Stromzähler vorhanden sein. Mit einem Ferrariszähler funktioniert das nicht. 100 Euro extra für ein proprietäre Lösung auszugeben, die eben ausschließlich mit Tibber funktioniert, ist allerdings nicht wirklich sinvoll.
„Tibber hat als Krücke noch den „Pulse“
@Gernot,
wie Du so schön schreibst-> Krücke. (das im wahrsten Sinne des Wortes)
Pulse hatte ich mal versucht . . dessen WLAN-Protokoll ist so veraltet, daß meine F!B7590 nicht mit dem funktionierte. Mein Smartmeter habe ich Juli 2024 nach Monaten endlich vom Bayernwerk für 0,-€ bekommen, weil ich 10kW PV auf dem Dach habe :-)) Damit laden wir unseren Stromer.
Falls es mal schattig war/wird, habe ich einen go-e Controller, der erst dann das Netz nutzt, wenn der Strom unter 15 ct/kWh kostet . . bei den momentanen Spritkosten lasse ich bei meinem Diesel „langsam die Bremsen festbacken“ 😉
Meine Stromkosten bewegen sich nun so im zweistelligen Bereich / Monat.
„Die steigenden Strompreise in Deutschland sind größtenteils dem steigenden Gaspreis geschuldet. Die aktuelle Krise zeigt erneut: Gas für die Stromversorgung ist nicht die Lösung. Die Kombination aus erneuerbaren Energien und flexiblem Verbrauch ist deutlich günstiger und krisenbeständiger.“ Aus einer „skandinavischen Perspektive“, findet der Chef des in Norwegen beheimateten Unternehmens, sei es „schwer nachvollziehbar, warum Deutschland noch immer so stark auf fossile Energieträger setzt.“
🤔 Edgeir, lustig, Deutschland verbrennt welches Gas zur Stromproduktion? Und wer importiert dann den «teuren» Strom und klagt ? 🤣🤣🤣
Oder liest Du keine hiesigen Avisen?
„Neben dem Strommix – dessen Erneuerbaren-Anteil speziell in Norwegen ja weniger mit Windkraft- und Photovoltaikausbau, sondern mit reichlich verfügbarer Wasserkraft zu tun hat …“
zu PV Ausbau:
Thema ist bekannt: mit kollektiver Inkompetenz liegt dieser Markt am Boden. Und auch Tibber ist ein Teil von dieser kollektiven Inkompetenz.
„spielt aber auch die Verbreitung von Smart Metern als Voraussetzung für dynamische Tarife eine Rolle. Erstere sind dort in jedem Haushalt installiert, letztere werden nach Angaben von Tibber von 93 Prozent der Stromkunden genutzt.“
93%? Edgeir, schon mal was von Norgespris gehört? Ist ja hier in N in aller Munde. 🤪
Damit sind, zumindest in NO1/2 und 5 jeglicher dynamischer Preis obsolet (zumindest solange Støre und Stoltenberg noch genug Pulver in der Flinte haben)
„Es werde Zeit, fordert Aksnes, „dass die deutsche Regierung den Smart-Meter-Rollout entschlossen beschleunigt und zur Priorität macht.“
Jeg er 1000% enig med deg i det, kjære Edgeir. 😎
Hilsen Uwe
Laut Verivox ist das durchschnittliche Preisniveau für Haushalts-Strom bei Abschluss von Neuverträgen von 23,0 Cent/kWh am 02.01.2026 auf 28,0 Cent/kWh am 26.03.2026 gestiegen. Ohne MwSt. ein Preisanstieg von 4,20 Cent/kWh. Wenn man berücksichtigt, dass Strom 2025 im Einkauf im Mittel um die 8 Cent/kWh kostete, bedeutet das, dass der Markt bzw. konkreter zumindest die günstigen Anbieter am Markt da eine Kostensteigerung von 50% antizipieren und einpreisen. Es dürfte primär am verdoppelten Gaspreis liegen.
Das Preisniveau liegt für Haushalts-Strom damit aktuell über dem Preisniveau von 2024 und 2025 zum gleichen Zeitpunkt im Jahr. Die steuerfinanzierte Senkung der Übertragungsnetzentgelte würde damit verpuffen. Danke Netanyahu. Danke Trump. Danke Reiche.
Die einzige Option, uns mittelfristig davon zu lösen, wäre es, den Verteilnetzbetreibern in den Hintern zu treten und endlich mehr Erneuerbare und vor allem viel mehr Großspeicher ans Netz zu bekommen. Dank Reiche setzen wir aber lieber auf Gaskraftwerke.
„Haushalts-Strom bei Abschluss von Neuverträgen von 23,0 Cent/kWh am 02.01.2026 auf 28,0 Cent/kWh am 26.03.2026 gestiegen.“
@Gernot,
in DE werden nach wie vor Netzgebühren/ Strom/ Abgaben ( inkl. MwSt) alles auf einen Haufen geschmissen. Da ist Null Transparenz zu erkennen.
Ich hatte vor nicht allzu langer Zeit Sandra Enkhardt meine Abrechnung (wie das hier in N aussieht) zur Verfügung gestellt.
Vielleicht könnte Sandra mal einen extra Artikel dazu hier mit Bild erstellen. Ich bin gerne bereit, das dann begleitend zu kommentieren.
@Uwe: Wer auf den Link klickt, sollte den Screenshot und damit die Abrechnung sehen können.
https://www.pv-magazine.de/wp-content/uploads/sites/4/2026/03/Schreenshot_Uwe.jpg
@Uwe
ich verstehe Ihren Kommentar nicht. Die Zusammensetzung des deutschen Strompreises ist zwar komplex, aber die einzelnen Preisbestandteile sind sauber nachvollziehbar. Netzentgelte veröffentlicht zwingend der VNB. Konzessionsabgabe, alle Umlagen und Steuern hat der Staat transparent veröffentlicht. Der Rest geht an den Stromversorger. Man könnte es einfacher machen, aber es ist nicht so, dass man das nicht nachvollziehen kann.
Weder bei Netzentgelten, noch bei Konzessionsabgaben noch bei Umlagen gab es seit dem 01.01.2026 Änderungen noch sind solche für die nächsten Monate zu erwarten. Deshalb ist nicht plausibel, dass die sichtbaren Strompreiserhöhungen auf einem anderen Effekt beruhen als erwarteten Kostensteigerungen beim Stromeinkauf.
Noch am 23.02.2026 lag das Preisniveau bei 23,7 Cent/kWh – war seit Jahresanfang also nur minimal gestiegen. Danach ging es binnen 4 Wochen auf 28 Cent/kWh. da ist ein Zusammenhang mit dem durch den Irankrieg verdoppeltem gaspreis naheliegend.
@Gernot,
mit einer am Jahresende erscheinenden Endabrechnung nach 12 vorausgehenden Abschlagszahlungen, wo man einen extra Wirtschaftsprüfer ansetzen muss.
Die Stromlieferanten kommen abends nicht in den Schlaf vor lauter Lachen.
(Mal die 3 oder 4 % SmartMeternutzer außen vorgelassen)
Wie gesagt, Du hast scheinbar noch keine transparente, übersichtliche Abrechnung gesehen, von welcher ich rede.
Liebe Sandra,
Bild / Link funktioniert 👍
werde zeitnah beschreiben.
Wer in der Zwischenzeit Fragen hat, her damit.
Hier einige Erklärungen zu meiner Stromrechnung hier in N (siehe Link und besten Dank Sandra Enkhardt)
Man unterscheidet in Stromlieferant (frei wählbar) in meinen Fall -> Strøm fra Kraftriket AS.
und in VNB -> Netteier (nicht frei wählbar)
zu Lieferanten (3 Teile):
– Strømpris (Verbrauch x dyn. Strompreis von Nordpool [bei mir NO1] inkl MVA -> MwSt) -> Verbrauchsabhängig / Arbeitspreis
– påslag und Fastbeløp -> Admin Kosten vom Lieferanten inkl MwSt (Fastbeløp nicht Verbrauchsabhängig!)
zu Netteier ( VNB)
– Energiledd -> Verbrauchsabhängig (in kWh!)
unterteilt in Tag/ Nachttarif (Nachttarif -> 22 – 6 Uhr/ WE / gesetzliche Feiertage)
– Elavgift + Energifondet -> allgemeine Abgaben an Staat, zu geordnet zu jeweiligen Tag/ Nacht Tarif
auch Verbrauchsabhängig/ Arbeitspreis)
– jetzt zu den Besonderheit(en)
1. Norgespris für Privat: vom Staat gedeckelter Festpreis von 40øre/ kWh -> 50 øre inkl MwSt.
Gültig von 10/25 bis 12/26 mit max Verbrauch bis 5000 kWh / Monat – frei wählbar/ Anlegenbezogen ( nicht Personenbezogen)
Sprich der Stromlieferant rechnet normal nach Dyn Preisen ab und nimmt seine Admin Kosten.
Norgespris wird vom VNB erstattet, den er sich vom Staat zurückholt.
2. Fastledd: Kombination aus Grundgebühr und (siehe auch oben links -> Forbrukstopper) in kW!!! Nicht direkt Verbrauchsabhängig / hat nichts mit Arbeitspreis zu tun!
vereinfacht erklärt: vergleichbar wie beim Auto der Momentanverbrauch oder das Äquivalent zu euren Paragraph 14a.
Ist gestaffelt ( jeder Netteier kocht da sein eigenes Süppchen)
bei mir ⤵️
https://www.elvia.no/siteassets/dokumenter/priser/2026/tariffblad_1_0_standard-tariff_privat_20260101.pdf
(geht leider nicht via Übersetzer)
Diese Abrechnung bekomme ich ca 2 – 5 Tagen (abhängig von WE und/ oder Feiertagen) nach jeweiligen Monat via Mail oder in der App ins „Haus“.
falls noch Fragen, immer her damit.
🌞 Grüße von Norway
… kann ich als tibber-Kunde bestätigen, der dyn. Stromtarif lohnt sich aktuell alleine mit der Nutzung eines E-Autos, mit Speicher wird’s noch einmal besser. So zynisch es klingt, kommt die Krise dafür aber gerade zur rechten Zeit. Im März drückt PV-Strom schon sehr ordentlich die Preise, da hat sich bereits einiges getan in den 6 Jahren, in denen ich den dyn. Tarif nutze.
März bis Oktober sind da also schon recht verlässliche Preissenker im System, für Besitzer keiner oder kleiner PV-Anlagen rechnet sich das, weniger allerdings bei großen PV-Anlagen. Denn da muss man leider konstatieren, dass die Winter eher schlechter geworden sind. Die letzten beiden boten nur wenige günstige Stunden, ich hoffe, das verbessert sich nun mit dem beschleunigten Windzubau, vielleicht sogar mit einem neu gestalteten Strommarkt und einer neuen Netzentgeltregelung… die Smartmeter-Offensive als Basis für alles kommt ja leider auch nicht… ein Trauerspiel mit dieser Regierung.
@Detlef,
Tibber sein Auftreten als sogenannter innovativer Stromhändler ist nur ein Deckmäntelchen für sein Netzhandel für sogenannte EE. Nicht mehr und nicht weniger.
Tibber und PV…
… das beißt sich wie Hund und Katz.
Selbst wenn er sich das 10 mal auf seine Fahne schreibt.
„Tibber und PV…
… das beißt sich wie Hund und Katz.“
… nicht, wenn die PV-Anlage klein ist und nicht, wenn es eine ältere Anlage mit höherer Vergütung ist. Ich habe eine (flach geneigte) 8 kWp Anlage mit Speicher von 2011, da ist tibber in jeder Hinsicht ein Segen für niedrige Preise.
Wer eine größere Anlage hat, für den rechnet sich das „heute“ in der Tat noch nicht. Aber auch da gibt es bereits Lösungen mit var. Netzentgelten oder mit fixen günstigen Zeittarifen nachts, um den Winter ausreichend attraktiv für das E-Auto und die Nutzung des Speichers zu machen. Aktuell eher für Fans, alles noch viel zu kompliziert und es dauert alles ewig.
Aber es gibt Hoffnung für Dynamik in den Netzentgelten und für eine vereinfachte Direktvermarktung… wird aus meiner Sicht früher oder später kommen „müssen“. Ansonsten, ohne digitale Strukturen und ohne das Angebot von echten marktw. Alternativen kann Frau Reiche einpacken, so scheitert ihr Dogma aller zu streichenden Subventionen erst recht.
„…nicht, wenn die PV-Anlage klein ist und nicht, wenn es eine ältere Anlage mit höherer Vergütung ist.“
Das hat nix mit der Größe von einer PV Anlage zu tun.
Allerdings hast Du 100 % Recht mit Anlagen mit höherer Einspeisevergütung.
Das ist eine ganz einfache Milchmädchenrechnung.
Ansonsten bleib ich bei meiner Aussage -> wie Hund und Katz.
zu ->
„Aber es gibt Hoffnung für Dynamik in den Netzentgelten und für eine vereinfachte Direktvermarktung… wird aus meiner Sicht früher oder später kommen „müssen“. Ansonsten, ohne digitale Strukturen und ohne das Angebot von echten marktw. Alternativen kann Frau Reiche einpacken, so scheitert ihr Dogma aller zu streichenden Subventionen erst recht.“
Da bedarf es komplett ein anderes Strommarkt/ als auch Preis Design.
Und da sehe ich Momentan keine Zeichen. Nicht mal annähernd.
„Da bedarf es komplett ein anderes Strommarkt/ als auch Preis Design.
Und da sehe ich Momentan keine Zeichen. Nicht mal annähernd.“
Annähernd haben wir es „heute“ bereits schon, zumindest im Netzbezug… mit variablen Netzentgelten und leider mit einer mühsamen Wartezeit, bis endlich Smartmeter im Haus sind. So kann dann in der Winterzeit auch „mehr“ Speicher, als nur für den Eigenverbrauch durchaus helfen… nicht nur dem Eigentümer mit mehr Autarkie, sondern gleich allen Stromkunden durch Entlastung des Netzes.
Und das ist für Sie schon eine Unmöglichkeit, hier Beschleunigung hineinzubringen? … ich rede hier noch gar nicht von Strompreiszonen oder dyn. Netzentgelten, aber selbst die sind doch in recht kurzer Zeit mit politischen Willen zu reformieren… die Digitalisierung (privat und auf Verteilerebene) ist mit der verpflichtenden Einbindung der Netzbetreiber zu beschleunigen, man muss hier nur politischen Druck ausüben, statt sie noch mit Gas forever pampern zu wollen. Dazu passt dann auch leider die radikale Kappung der Förderung, obwohl „nur“ neue Regeln das EE-System grundlegend in Besserung bringen und die Dynamik erhalten würden, sogar noch netzdienlich erweitern könnten. Die etwas höheren Kosten für eine vielleicht 2-3 jährigen Verlängerung der winzigen Förderung sind lächerlich klein gegenüber dem nur mittelfristigen Benefit, den ein „geordneter“ Weg zurückgeben kann.
Diese generelle Ablehnung von zukunftsträchtigen Vorleistungen oder sinnvollen Maßnahmen, weil sowieso irgendwie alles Mist ist, kann ich nicht nachvollziehen. Jegliches Engagement in Richtung Zukunft ist offenbar diesem Land abhanden gekommen.
Lage in Österreich:
Stromversorger/Produzenten warnen vor dynamischen Tarifen und ehester Umstellung auf die jetzt auch hier steigenden Fixtarife.
Für mich zählt nur der im ganzen Jahresdurchschnitt bezahlte Brutto Preis des Stromes (ohne Netzkosten ect,). Ich hatte zuletzt einen dynamischen Strompreis, 15 Minütig aktualisiert und eine kleine PV Anlage mit Akku/speicher, d.h. im Sommer minimaler Verbrauch. Und ich konnte auch die Zeitfenster wo Strom Nichts kostet konkret ausnutzen
Insgesamt: rund 4.100 kWh Netzbezug pro Jahr. (PV Produktion: rund 4.000kWh)
Ernüchterndes Fazit:
2025: Dyn. Tarif, 15 Minütig, Durchschnittspreis : 13,34 ct/kWh
Ergebnis:
Ich habe das zum Anlass genommen mal durchzurechnen, vor ca. 4 Wochen, am Beginn des IRAN Krieges wo ich mit Fixtarif hinkomme und die Unsicherheiten bezüglich der steigenden Preise vor allem bis zum Herbst/Winter, wenn dann auch die Fixtarife extrem steigen…vermeiden kann.
Ein Anbieter bot rund 9 ct/kWh garantiert bis 04/27 dann bis 04/28 rund 18ct/kWh. (incl „Wechselbonus 6 Monate Gratis strom“). Ich zahle jetzt also bis 04/27 garantiert nur rund 9ct. Ohne Unsicherheiten was den Preis im Herbst/Winter betrifft, wenn nix bis wenig von der PV kommt und eventuell der Gaspreisabhängige Strompreis aufgrund leerer Speicher explodieren sollte…
Wenn die Situation nächstes Jahr wieder kontrolierbar ist kann ich in Österreich einfach den Anbieter wieder wechseln und auf dynamisch umstellen.
Derzeit ist mir die Lage für dynamische Tarife viel zu unsicher, wie auch hier die Anbieter warnen: https://www.kronehit.at/news/e-control-warnt-vor-preisen/
Können Sie dafür ein unabhängiges Vergleichsinstrument der öffentlichen Verwaltung des österreichischen Staates oder des Stromnetzbetreibers für den Stromkostenvergleich nutzen?
MfG
@all,
Frage: welche Funktion hat eigentlich „Pulse“ (in dem Fall von Tibber) überhaupt? 🤔
(Guter Rat: bevor man mir antwortet, nochmal mein Frage genau durchlesen 😜)
Wenn man selbst eine recht große Eigenverbrauchs-PV-Anlage hat , so braucht man > 6 Monate keinen Strom wenn er billig ist und muß im Winter mehr zahlen, weil eben alle (mehr) Strom brauchen, man selbst auch. Abgesehen von den technischen Unzulänglichkeiten von Pulse ( 2 Funkstrecken anstelle von robuster LAN-Anbindung , Batterietausch , Instabile Software , keine Anzeige der Einspeisedaten obwohl gesammelt) und Tibber ( kein Webzugang zu den eigenen Daten , dünner Support) liegt die Unbrauchbarkeit von dynamischen Tarifen an Steuer- und Abgabensätzen die leicht 1000% überschreiten können ( bei Börsenpreisen < 2 ct/kWh ) , das wäre wie 1000 % MWSt im 1€-Laden oder auf dem Flohmarkt. Da werden auch keine Smartmeter helfen. Ich hatte es getestet für 1,5 Jahre (und die Familie hat es artig mitgemacht) und bin jetzt wieder ausgestiegen. Meinetwegen könnte man immer das Doppelte vom Börsenpreis berechnen, dann gäbe es wahrscheinlich echte Anreize und Sparoptionen, aber so ist es den ganzen hausgemachten Stress in einem Familienhaushalt nicht wert, wie ein Esel der angeblichen Möhre hinterherzutraben. Als Referenz in 2025 : 1010 € / 2117 kWh = 47,7 ct/kWh brutto (nur brutto zählt , alles andere ist Selbstbetrug ). Neuer Vertrag ab März 2026 kostet bei identischem Verbrauch und ohne Stress 740 € ( < 35 ct/kWh brutto ). Solange das deutsche Strommarktdesign nicht signifikant geändert wird, werde ich mich mit dynamischen Tarifen nicht mehr beschäftigen, weil es Lebenszeitverschwendung ist.
@J. Rudnik,
ich beschäftige mich seit über 10 Jahren mit den dynamischen Strompreisen.
Was habe ich in diesem Zusammenhang schon alles getestet (und auch Lehrgeld bezahlt)…
Da fehlen komplette, einfachste Synergien, speziell mit PV & Co.
Und warum?
Ganz einfach: jeder kocht sein eigenes Süppchen und keiner ist bereit nur annähernd einen additiven Kompromiss einzugehen.
Habe ich das richtig verstanden, dass Sie nur einen Netzbezug von 2117 kWh haben?
Sorry, da erübrigt sich alles an Miesmachung des Tarifs. Dynamische Tarife sind für Besitzer von E-Autos und Wärmepumpen gut geeignet, die nicht über üppige PV-Anlage verfügen und Verbräuche von min. 6000 kWh, häufig jenseits von 10000 kWh haben. Es ist völlig klar, dass bei kleinen Verbräuchen alleine wegen des höheren monatl. Grundtarifs sich dieser Tarif nicht rechnet. Erst mit mehreren tausend kWh an verschiebbarer Energie (klassischerweise mit E-Auto) ist ein solcher Tarif eine prima Option. Ehrlich gesagt verstehe ich überhaupt nicht, dass Sie diesen Tarif überhaupt in Erwägung gezogen haben.
Und „wie ein Esel hinterherzutraben“ ist reine Polemik, wenn man sich informiert vorbereitet. Es gibt diverse Methoden der komfortablen Automatisierung für E-Auto und Wärmepumpe, und nur die sind wirtschaftlich und ökologisch relevant. Das manuelle Herumzuwerkeln an Spülmaschine, Waschmaschine und Co für ein paar winzige kWh ist nun wirklich nur für Fans.
Allerdings… was nicht ist, kann noch werden. Sollten wirklich mal die heute variablen (gerne zukünftig dyn. oder in Zonen) Netzentgelte in sehr vereinfachter Form weiter gegeben werden und womöglich niedrigere Grundgebühren mit kleineren Anschlussleistungen möglich sein, dann werden sich solche Tarife auch bei kleineren Verbräuchen rechnen. Könnte mit der Entwicklung von Minispeichern passen, die gibt’s ja heute schon massig und rel. preiswert für die Mietwohnung mit dyn. Tarifen inkludiert. Da fehlt’s natürlich noch an einer schnellen Digitalisierung mit einfacher Anbindung am funkenden Smartmeter. Jo, Frau Reiche hat noch viel zu tun… wenn sie nicht nur ständig Gas im Fokus hätte.