1) Was Ministerin Reiche plant und warum das für Photovoltaik und Energiewende gefährlich ist
Die politischen Rahmenbedingungen für Photovoltaik verändern sich spürbar. Erste Änderungen können bereits 2026 greifen. Mit dem geplanten Netzpaket stehen zentrale Regeln für Netzanschlüsse, Abregelung und Kostenverteilung im Stromsystem zur Diskussion. Gleichzeitig wird über die zukünftige Ausgestaltung der EEG-Vergütung debattiert – insbesondere über den Wegfall für Dachanlagen kleiner oder gleich 25 Kilowatt.
Beides hat direkte Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Anlagen und auf die Rolle von Installationsbetrieben im Energiesystem. Netze sollen entlastet, Systemkosten begrenzt und Marktmechanismen gestärkt werden. Doch wenn Anlagen dabei wirtschaftlich an Attraktivität verlieren oder als Netzproblem wahrgenommen werden, gerät die Akzeptanz der Energiewende unter Druck.
2) Wer die Debatte um das Netzpaket prägt und welche Fragen sich stellen
Auffällig ist, dass sich die politische Diskussion stark um Engpässe, Abregelungskosten und Bremslogiken dreht, während Lösungen über Flexibilität, Steuerbarkeit und Verbrauchsverschiebung im öffentlichen Diskurs häufig deutlich weniger prominent sind. Der zögerliche Netzaufbau soll künftig das Tempo vorgeben.
Wenn Studien und Argumentationslinien aus dem Umfeld großer Versorger (zum Beispiel RWE) in solchen Debatten eine Rolle spielen, ist eine Frage legitim (und notwendig): Welche Interessenlage steckt hinter welchen Lösungsvorschlägen – „Bremsen“ oder „Intelligenz“?
Ich formuliere das bewusst als Frage, aber als Frage, die die Branche stellen muss.
3) Der zweite Schlag: EEG-Wegfall ist angeblich verkraftbar
Der angekündigte Wegfall einer festen Einspeisevergütung für Photovoltaik-Dachanlagen kleiner oder gleich 25 Kilowatt wird als „verkraftbar“ diskutiert. Das stimmt nur dann, wenn die Branche die Konsequenzen ehrlich beziffert und Alternativen praktisch umsetzt.
Rechenbeispiel:
- 10 Kilowatt Photovoltaik + 10 Kilowattstunden Speicher
- Spezifischer Ertrag: 1.024 Kilowattstunden/Kilowatt
- Eigenverbrauch: 40 Prozent
- EEG-Vergütung: 7,78 Cent/Kilowattstunde
-> EEG-Vergütung: In Summe 9.560 Euro beziehungsweise 478 Euro pro Jahr (20 Jahre)
Fällt diese Perspektive weg oder verschlechtert sich, muss die Lücke geschlossen werden. Das ist ein wirtschaftlicher Faktor.
4) Der Ausweg ist ein intelligentes Energiesystem statt einer reinen Photovoltaik-Anlage
Die gute Nachricht: Diese Lücke lässt sich abfedern, und zwar mit höherem Eigenverbrauch, Flexibilität und neuen Geschäftsmodellen.
4.1. Eigenverbrauch ist ein Hebel und das E-Auto der Treiber
Circa 545.000 Elektroautos wurden 2025 in Deutschland neu zugelassen. Das ist ein Plus von 43,2 Prozent gegenüber 2024. Das Elektroauto ist der größte Eigenverbrauchstreiber im Einfamilienhaus. Elektroautofahrer wollen nicht nur im Sommer günstig mit Photovoltaik-Strom fahren, sondern auch im Winter günstig laden.
Das funktioniert nur mit Smart Meter, Heimenergiemanagementsystem (HEMS) und einem dynamischem Stromtarif.
Wer sein Fahrzeug zu Börsenzeiten von 18 bis 24 Cent je Kilowattstunde lädt, spart nicht nur Geld, er verschiebt Last in netzdienliche Zeitfenster. Das ist Wirtschaftlichkeit und Systemstabilität zugleich.
4.2 Alle Zukunftsmodelle brauchen Smart Meter
Eigenverbrauch ist die Basis, doch die eigentliche Zukunft liegt in der intelligenten Marktintegration. Und hier wird es eindeutig: Ohne Smart Meter bleibt die Photovoltaik-Anlage wirtschaftlich limitiert.
(a) Paragraf 14a EnWG – Netzentgelte intelligent reduzieren
Paragraf 14a Energiewirtschaftsgesetz regelt steuerbare Verbrauchseinrichtungen. Ziel ist es, Last flexibel zu steuern und Netze zu entlasten.
Modul 1 – Pauschale Netzentgeltreduktion: Eigenheimbesitzer können bereits heute von einer pauschalen Netzentgeltreduktion profitieren. Je nach Netzgebiet liegt diese Reduktion bei etwa 110 bis 190 Euro pro Jahr. Das ist kein Zukunftsmodell. Das ist heute verfügbar.
Voraussetzung: Smart Meter
Modul 3 – Dynamische Netzentgelte: Hier werden Netzentgelte zeitlich variabel gestaltet. In Zeiten geringer Netzbelastung sinken sie und in Hochlastzeiten steigen sie. Das Einsparpotenzial kann durchaus 6 Cent pro Kilowattstunde betragen. Das ist wirtschaftlich relevant.
Voraussetzung: Smart Meter
(b) Direktvermarktung – nicht mehr nur für große Anlagen
Installateure kennen Direktvermarktung aus dem Bereich größerer Anlagen. Strom wird nicht pauschal über das EEG vergütet, sondern marktpreisabhängig verkauft. Was lange nur für Anlagen über 100 Kilowatt wirtschaftlich war, wird zunehmend auch für kleinere Anlagen interessant.
Erste Anbieter ermöglichen bereits heute Direktvermarktung für Eigenheime. Mit Wegfall der festen Vergütung wird die Direktvermarktung sehr wahrscheinlich die aktuelle EEG-Vergütung ersetzen.
Mit einem Speichersystem lässt sich Sonnen-Energie aus Phasen geringer oder gar negativer Strompreise in Phasen hoher Preise verschieben, die immer wieder auch über der aktuellen EEG-Vergütung liegen. Das ist nicht nur wirtschaftlich, es entlastet zugleich die Netze.
Voraussetzung: Smart Meter
(c) Energy Sharing – ab Juni 2026 regulatorisch möglich
Grundidee: Überschüssiger Photovoltaik-Strom wird innerhalb definierter Gemeinschaften geteilt und abgerechnet („Photovoltaik-Strom-Verkauf an den Nachbarn“). Das klingt einfach. Die Umsetzung ist komplex. Und vor allem: Beide Seiten benötigen einen Smart Meter, der Photovoltaik-Anlagenbetreiber ebenso wie der Stromabnehmer. Marktreife Lösungen werden Zeit brauchen.
Voraussetzung: Smart Meter
(d) Bidirektionales Laden – das E-Auto wird zum Stromspeicher
Bidirektionales Laden ermöglicht es, die Batterie des Elektroautos nicht nur zu laden, sondern Strom auch wieder ins Haus oder perspektivisch ins Netz zurückzuspeisen. Das Fahrzeug wird damit zum mobilen Speicher und erhöht die Eigenverbrauchsquote erheblich. Überschüssiger Photovoltaik-Strom kann zwischengespeichert und später genutzt werden. Gleichzeitig lassen sich günstige Börsenstrompreise nutzen, um Energie zu speichern und zeitversetzt zu verbrauchen. Beides entlastet die Netze deutlich.
Bidirektionales Laden ist rechtlich zulässig und technisch möglich. Die breite Umsetzung wird derzeit noch durch Fahrzeugverfügbarkeit, Wallbox-Technik und regulatorische Detailfragen gebremst.
Voraussetzung: Smart Meter
4.3 Die Konsequenz zusammengefasst
Dynamische Stromtarife sowie die Teilnahme an Paragraf 14a EnWG, Direktvermarktung, Energy Sharing und bidirektionalem Laden haben einen gemeinsamen Nenner: Smart Meter!
Wer heute ohne Smart Meter baut, verbaut seinen Kunden die Teilnahme an diesen Modellen.
Spätestens mit Wegfall der Vergütung für kleine Analgen wird das offensichtlich sein. Die Frage ist nicht, ob Smart Meter Standard werden. Die Frage ist nur, wer früher beginnt und wer hinterherläuft.
5) Der gefährlichste Fehler: Reine Photovoltaik ist 2026 nicht mehr „State of the Art“
Und jetzt der Teil, der wehtut, aber gesagt werden muss: Viele Photovoltaik-Betriebe sägen mit jeder reinen Photovoltaik-Anlage ohne Smart Meter/HEMS/dynamische Tarifoption an dem Ast, auf dem sie sitzen. Warum?
- Unflexible Anlagen belasten Netze in den falschen Stunden, statt sie zu entlasten (politische Angriffsfläche).
- Endkunden erwarten vom Fachbetrieb eine State-of-the-Art-Anlage, mit der sie ihr Einsparpotenzial bestmöglich ausschöpfen können. Sie glauben, sie kaufen „modern“ und erhalten i.d.R. „Photovoltaik wie 2016“.
- Große Anbieter setzen längst auf komplette Systeme. Wer nur Standard-Photovoltaik anbietet, fällt im Kopf des Kunden zurück.
Wenn die Politik dann sagt „zu viel unflexible Einspeisung, Ausbau bremsen“, hat die Branche vorher die Gegenargumente nicht geliefert, obwohl sie technisch längst möglich wären.
6) Was jetzt zu tun ist (ohne auf Fakten aus der Politik zu warten)
Das ist kein Appell für „irgendwann“. Das ist ein Appell für jetzt:
- Jede neue Photovoltaik-Anlage als intelligentes Energiesystem denken: Photovoltaik + Speicher + Wallbox/E-Auto + Smart Meter + HEMS + dynamischen Tarif.
- Netzdienlichkeit als Verkaufsargument nutzen: Nicht defensiv („das verlangt der Netzbetreiber“), sondern offensiv („Sie sparen & entlasten das Netz“).
- Kundenerwartung erfüllen, bevor es der Wettbewerb tut: Wer heute umstellt, gewinnt Differenzierung, Marge und Abschlussquote.
7) Es gibt keine Ausreden mehr
Der Wechsel vom klassischen Installateur zum Anbieter intelligenter Energiesysteme ist heute kein Mammutprojekt mehr. Er ist einfach. Innerhalb von etwa zwei Stunden kann ein Betrieb die Grundlagen schaffen, um Smart Meter, HEMS und dynamische Tarife sauber anzubieten und zwar unabhängig von der Betriebsgröße.
Es gibt inzwischen digitale Plattformen, die
- bei der Angebotsintegration unterstützen
- Wirtschaftlichkeit transparent darstellen
- Smart Meter, HEMS und dynamische Tarife strukturiert einbinden
- und sogar sämtliche Vertragsprozesse im Hintergrund abwickeln.
All dies ohne administrativen Mehraufwand für den Installateur. Zusätzlich entsteht ein weiterer Vorteil: Wer den Smart Meter selbst installiert und die Anlage direkt anschließt, spart Zeit und wird unabhängiger vom klassischen Warten auf Netzbetreiber.
8) Fazit: Die Branche hat mehr Einfluss, als sie glaubt
Uns hat niemand zugetraut, dass 60 Prozent Strom aus Erneuerbaren im Netz funktionieren. Es funktioniert! 80 Prozent sind erreichbar. 100 Prozent sind erreichbar. Aber nur, wenn Photovoltaik nicht als Netzbelastung wahrgenommen wird, sondern als steuerbarer, intelligenter Bestandteil des Systems und als profitables Investment.
Wir brauchen die breite Unterstützung der Bevölkerung. Die bekommen wir nicht mit unflexiblen Photovoltaik-Anlagen. Die bekommen wir mit intelligenten Energiesystemen, bestehend aus Smart Meter, HEMS und dynamischem Stromtarif. Jetzt ist der Moment, den nächsten Schritt zu gehen.
Densys pv5 veranstaltet am 25. März um 8.00 Uhr ein Webinar zum Thema: „Neue Photovoltaik-Spielregeln: Ministerin Reiches Pläne und neue Chancen für Installateure“. Kostenlose Registrierung über: www.densys-pv5.de
—- Der Autor Steffen Binzel ist Geschäftsführer des Photovoltaik-Großhandels Densys pv5 GmbH. Seit mehr als fünf Jahren ist sein Anliegen die digitale Prozessoptimierung im Photovoltaik-Handwerk. Densys pv5 ist seit 25 Jahren Partner für Installationsbetriebe in Deutschland und hat mit „Densys Connect“ einen digitalen Projektassistenten entwickelt, mit dem Installateure Energiemanagement, Finanzierungslösungen und dynamische Stromtarife in ihre Kundenprozesse integrieren können. —-
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Jetzt warte ich wieder nur auf einen Kommentar von unserem 1K5 Influencer … 🤪
Dabei ist das, was Steffen Binzel hier zum Besten gibt, absolut kein Neuland für mich.
Mit flächendeckenden Smart Meter entzieht man einer Frau Reiche jede Chance, sich gegen den weiteren Ausbau von EE zu wehren.
Problem erkannt. Jetzt muss nur noch eine Lösung her. 🥳
Uwe Dyroff schreibt.
Jetzt warte ich wieder nur auf einen Kommentar von unserem 1K5 Influencer …
@ Uwe
Den sollst du haben…… Wer mit etwas Sachkenntnis durch die Energiewendewelt geht, sieht doch selbst dass ich Recht hatte, wenn ich die Protagonisten wie 1K5 seither vor Deinen Angriffen in Schutz nahm. Bei denen mag ja im Detail noch einiges im Argen liegen, wo du dich dran aufhängst, aber das System stimmt. Wie Du vor kurzem geschrieben hast, stammt dein Energiewendewissen größtenteils aus den Kommentaren hier bei PV Magazinen, und hast meine ausdrücklich ausgenommen. Ein gravierender Fehler, wie du schon wieder erkennen musst.
Aber mach dir nix draus, wir haben ja ein gemeinsames Ziel.
Interessanterweise werden in letzter Zeit Kommentare von mir hier nicht mehr veröffentlicht, speziell solche, in denen ich daraufhin weise, dass das alles in anderen Ländern bereits seit Jahren verfügbar ist.
Die Lösung ist bereits vorhanden:
1.) SpotmyEnergy Partner werden inkl. 30-Minuten-Zertifizierung
2.) Ab sofort „alle“ Anlagen mit Smart Meter anbieten
3.) Smart Meter selbst verbauen und Anlagen selbst ans Netz bringen
In Densys Connect haben wir den Angebotsprozess und auch den Vertragsabschluss zwischen Endkunde und SpotmyEnergy digitalisiert. Man hat keinen Mehraufwand und man kann sich auch heute schon deutlich von den Wettbewerbern abheben!
„Wie Du vor kurzem geschrieben hast, stammt dein Energiewendewissen größtenteils aus den Kommentaren hier bei PV Magazinen, und hast meine ausdrücklich ausgenommen. Ein gravierender Fehler, wie du schon wieder erkennen musst.“
Was ich erkennen muss, ist, daß Du nur das liest, was Du willst.
Zur Erinnerung: Ich habe nie!!! geschrieben-> größtenteils 🥳
Übrigens: Ich bin nicht der Einzigste, welcher über Deine Kommentare lacht.
Du musst doch in irgendeiner Form norwegische Wurzeln haben.
@Steffen Binzel
„Die Lösung ist bereits vorhanden“
Diese meinte ich nicht.
Zieht der LNGina den Zahn und die Dame steht als zahnloser Tiger da.
Wie Du in Deinem Artikel schön beschreibst:
„Voraussetzung: Smart Meter“ ( 10 mal? Ich habe nicht gezählt)
Es nützt nix, selbst wenn es Ehrenwert ist, daß da jeder sein eigenes Süppchen kocht.
Hier in Norwegen haben wird flächendeckenden Ausbau von Smart Meter. Dazu kommt, daß die digitale Infrastruktur sehr gut ausgebaut ist.
Also alle Voraussetzungen, welche bei euch in DE mehr oder wenig fehlen.
Leider kommt man hier in N mit der Sparte PV inklusive mit allem was da dranhängt nicht klar.
Geld spielt da absolut keine Rolle.
Die eigentliche Ursache ist kollektive Inkompetenz.
Und da spielt die Firma Otovo eine entscheidende Rolle.
Uwe schreibt.
Übrigens: Ich bin nicht der Einzigste, welcher über Deine Kommentare lacht.
@ Uwe, mt lachen ist noch zu keiner Zeit eine sachbezogene Diskussion zustande gekommen. Lachen ist ein individueller Gefühlsausbruch, aber doch kein Mittel um Tatsachen zu widerlegen. Nämlich die Tatsache, das „1,5“ von Anfang an die Zeichen der künftigen Stromversorgung erkannt hat. Wenn dir dazu nichts anderes einfällt als zu lachen, sehe ich das eher als ein Verlegenheitslächeln wegen fehlender Gegenargumente, gegen meine Thesen.
Herr Diehl,
1. Prof. Michael Braungart hat in 2/2020 gesagt:
„Es macht keinen Sinn, sein Kind nur 5 Mal statt 10 Mal zu schlagen“
Sprich: Du langweilst!
2. Nur mal Dir zur Erinnerung ⤵️ (2021)!
https://uploads-ssl.webflow.com/6061c563550e14acdb20989a/60d95b437a8c3d8ec40a2139_Klimaplan_KlimaUnion_28_06_21.pdf
„Autoren [u.a.]
…Philipp Schröder …“
+ komplette Seite 4! („Die Energiewende zum Nulltarif“)
Wann kommst Du eigentlich als 1K5 Influencer
(Influencer-> Zeugen Jehovas im Homeoffice)
mit einem „1K5 Wachturm“ raus?
Deine 1K5 parfümierten Glansbilder braucht kein „Schwein“. (Weder hier bei pv magazine noch in der Allgemeinheit)
Die Nichtveröffentlichung meiner Kommentare war wohl ein technisches Problem, welches mittlerweile gelöst wurde.
Vielen Dank an die PV-Magazine Redaktion.
10 Kilowatt Photovoltaik + 10 Kilowattstunden Speicher
Spezifischer Ertrag: 1.024 Kilowattstunden/Kilowatt
Eigenverbrauch: 40 Prozent
EEG-Vergütung: 7,78 Cent/Kilowattstunde
—
Das entspricht etwa einem Verbrauch von 5.000-6.000 kWh.
Ein Deutschlandweiter Ausbau ohne Saisonale Langzeitspeicher – (Sommer nach Winter oder Import von Brennstoffen) würde etwa 200 GW PV und 200 GW WKA erfordern – oder anders ausgedrückt auf 1 kWh PV Strom kommen 2 kWh Windstrom.
Die obige Anlage wird also aus 2-3 kWp PV und 4-6 kWh Akku Kapazität bestehen. Der Eigenverbrauch dürfte bei ca 80-90% liegen und über eine Einspeisung des Restes zu privilegierten Bedingungen liesse sich wieder reden.
Hallo,
sorry haben Sie schon mal versucht bei Ihrem Netzbetreiber einen Smartmeter
„durchzuboxen“.
Meine Erfahrung nach 10 Monaten.
…die können es oder schlimmer noch, die wollen es nicht. Marktkommunikation ist ein Fremdwort und man hat das Gefühl die Monopolstellung, die die fast 1000 Netzbetreiber leider haben, bremst den Fortschritt völlig aus.
Hallo Werner Kunzi,
man muss heute nicht mehr warten. Über SpotmyEnergy bekommt man die innerhalb von 3-4 Wochen.
Ich habe neulich von Entarkon Solutions gehört. Die arbeiten daran, solche dynamischen Faktoren auf die Wirtschaftlichkeit individuell bewertbar zu machen. Die sollen wohl bald auf den Markt kommen.
Herr Binzel, könnten Sie einfach den Prompt posten, statt das was ChatGPT ausspuckt?
Ich kann diesen KI Singsang nicht mehr lesen. Es wird doch nicht so schwer sein einen Brandbrief mal manuell zu schreiben. Das ist doch kein beliebiger Blogpost den man täglich raushaut.
mein Gott, kann man mal bitte bei den Fakten bleiben. Wir haben ein Stromsystem mit rotierenden Massen und einen Stromverbund. Da wurden die Regeln definiert und man hat das System recht und schlecht geregelt. Mit einem Headset von Erzeugung um reagieren zu können auf nicht vorhersehbare Ereignisse. ( „flatterhafte Verbraucher“ ). Dann kommt die PV und man speist ein in das große Netz, denkt nicht nach, der Strom ist dann ja weg. Nun machen das viele und holla, da merken die alten Erzeuger, ihre Maschinen laufen schneller – da nimmt ja jemand ihr Produkt nicht mehr ab. Und dann noch die spontanen Erzeugungswechsel ( „Flatterstrom“ ), hab ich ja keine Regelmöglichkeit mehr, bin zu langsam !!!! Leute – zusammen setzen, die neuen Regeln erarbeiten, UNIs zuschalten, transparente Dokumentation, damit viele Personen sie gegenlesen können. KEINE zentrale Steuerung ! Die ortsnahen „VNB“ müssen aktuelle Parameter zur Verfügung stellen und damit die Flatterstromerzeuger darauf zugreifen können und ihr System dezentral darauf einstellen können.
Klar braucht man dazu genaue, ortsnahe Messgeräte aber auch ortsnahe Steuersoftware. Sorry – aber mir kommt immer wieder die Galle hoch – wenn ich die Einflussnahme von Lobbyisten bemerke. Wir stellen ein System um – es ist im Gange – unaufhaltsam ! Also nicht sperren, einlesen, Wissen erarbeiten, mitmachen – soweit und soviel wie möglich. Es macht Spaß.
@BotU,
zu -> „mein Gott,“
lass den Kumpel weg, Der hilft garantiert nicht!
zu -> „Leute – zusammen setzen, die neuen Regeln erarbeiten“
habe ich hier in Norwegen schon schriftlich verfasst und an vermeintliche Verantwortliche??? veröffentlicht.
Ergebnis an meine Person: Shitstorm/ Besserwisser/ Querulant/ du hast keine Ahnung/ komplette Ignoranz.
Der PV Markt liegt hier in N am Boden, wie ein Boxer bei 9.
zu -> „KEINE zentrale Steuerung“
teile ich nur sehr eingeschränkt.
Spätestens in diesem gesamten, komplexen System muss das dann zentral zusammengeführt und verwaltet werden.
Es hilft nicht, wenn jeder VNB wieder sein eigenes Süppchen kocht. Letztendlich gehört der ÜNB auch zu diesem komplexen System genau wie auch jeder Erzeuger. Dazu gehört aber auch die entsprechende fachliche Kompetenz. Lobbygesteuerte Politik + deren „Blasrohre“ hat 0 Komma nix mit fachlicher Kompetenz zu tun.
(Ich bin absolut kein Freund von Zentralismus / kenne ich noch aus Ossi Zeiten 🥴)
Nur in diesem hochkomplexen System wird es nicht anders funktionieren, garantiert.
Alles andere führt Bonanzazuständen.
Jeder macht, was er will. Keiner macht was er soll. Und Alle machen mit.
Das ist alles nicht Zielführend für eine Energiewende, wie immer wieder gerne propagiert.
Gruß Uwe
@Uwe
zu -> „mein Gott,“
wenn er nicht hilft ist alles verloren.
Und glaub mir, er ist nicht dein Kumpel.
@PB,
am 16. Januar 2023 habe ich die größte Liebe meines Lebens verloren.
Dieser „Kumpel“ und ich werden garantiert keine Freunde!
Das grundsätzliche Problem ist doch ein anderes.
Wir reden hier von Milliardeneinnahmen die wegbrechen.
Ganze BIP sind von der fossilen Quelle abhängig.
@ Uwe ganz besonders Norwegen:
„Das norwegische Rentensystem ist ein leistungsfähiges, dreistufiges Modell, das auf der staatlichen Sozialversicherung (Folketrygden), obligatorischen Betriebsrenten und privater Vorsorge basiert. Getragen wird es durch den weltgrößten Staatsfonds, der Öleinnahmen in Aktien anlegt.“
Da bricht die ganze Rente weg!
Vom LNG der USA habe ich ja schon gesprochen. 750 Milliarden in 3 Jahren. Die können nicht gelagert werden.
Der Deal ist Teil eines Gesamtpaktes, inkl. Verteidigung etc., da gibt es kein zurück und keine Alternative.
Die globale Wirtschaft ist dermassen verwoben, dass es keinen schnellen Ausstieg aus irgendein Marktgebiet gibt. Schon gar nicht aus einem so gigantischen wie die Energieversorgung.
F.Merz ist nur Kanzler geworden, weil Fr. Reiche diese Position von der Lobby „bekommen“ hat.
Es geht nicht um einen Umbau eines Systems, es geht um Geld, wie immer.
Ich habe schon häufiger geschrieben.. die Mäuschen haben genug vom Kuchen geknabbert.
Jetzt wird mit Gift geantwortet.
Als würde sich das System ihren Gewinn streitig machen lassen.
Wir reden hier von ca. 100 Milliarden in den letzten 10 Jahren.
Da hilft auch kein schneller SM Ausbau.
Das Argument, die kleinen Anlagen rechnen sich auch so, zeigt doch nur das wahre Gesicht. Hier geht es darum den Strom kostenlos zu bekommen und wieder mit Gewinn zu verkaufen.
Die PV Besitzer werden somit hintenrum enteignet.
Dazu die Steuerung der Akkus vom VNB.
Ich kaufe einen Akku und der wird genutzt um Gewinn zu machen.
Aber dafür bekomme ich ja mein Almosen, hurra.
Eine Halbierung der Vergütung für Volleinspeiseanlagen, bedeutet das sofortige Ende diese Segments. Die Rechnung geht heute schon nur so gerade auf.
Und das ganze vor dem Hintergrund, dass 86% der CDU Wähler das gar nicht wollen.
Ein Hoch auf die Demokratie.
@PB,
„Ganze BIP sind von der fossilen Quelle abhängig.“
„@ Uwe ganz besonders Norwegen:
„Das norwegische Rentensystem ist ein leistungsfähiges, dreistufiges Modell, das auf der staatlichen Sozialversicherung (Folketrygden), obligatorischen Betriebsrenten und privater Vorsorge basiert. Getragen wird es durch den weltgrößten Staatsfonds, der Öleinnahmen in Aktien anlegt.“
Da bricht die ganze Rente weg!“
Richtig. Genau dafür ist dieser in der Zwischenzeit dicke Pott vor über 30 Jahren „gebaut“ worden.
Wenn die Einnahmen aus Öl und Gas hier in N wegbrechen, sieht’s ganz Mau aus!
Ich erinnere mich an eine Aussage vom ehemaligen Norges Zentralbank-Chef Øystein Olsen vom 13. Februar 2020:
«Sentralbanksjefen: – Ingen næringer klare til å erstatte olje og gass.
Sentralbanksjef Øystein Olsen mener ingen annen enkeltnæring er i nærheten av å fylle tapet nảr olje- og gassnæringen nå skal fases ut.»
auf Deutsch:
„Zentralbankchef: keine Industrie kann Öl und Gas ersetzen.
Zentralbankchef Øystein Olsen ist der Ansicht, dass keine andere einzelne Branche auch nur annähernd in der Lage ist, die Verluste auszugleichen, die durch den bevorstehenden Ausstieg aus der Öl- und Gasindustrie entstehen.“
@BP,
eine ganz gefährliche Abhängigkeit!
Da sind umgerechnet ca 1,6 Billionen € schnell weg, selbst mit nur 5,5 Mio Hanseln.