Wasserstoffkernnetz kommt bis nach Meppen

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Die Stadt Meppen wird an das deutsche Wasserstoff-Kernnetz angebunden. Über die geplante Transportleitung „Nordsee-Ruhr-Link III“ erhält die Region künftig direkten Zugang zur bundesweiten Wasserstoffinfrastruktur.

Wie die Stadt mitteilt, wurde die Anbindung nun offiziell vereinbart. Die Leitung soll über rund 122 Kilometer von Bunde an der deutsch-niederländischen Grenze bis nach Wettringen in Nordrhein-Westfalen verlaufen. Entlang der Trasse sind insgesamt 13 Anschlusspunkte vorgesehen. Zwei davon sollen in Meppen entstehen – in den Ortsteilen Versen und Rühlerfeld.

Mit den sogenannten T-Stücken könnten Unternehmen aus der Region künftig direkt an das Wasserstofftransportnetz angeschlossen werden. Die Kommunen im Emsland sehen darin eine wichtige Voraussetzung, um industrielle Prozesse zu dekarbonisieren und den Standort für zukünftige Investitionen zu stärken.

Die Stadt Meppen habe den Aufbau der regionalen Wasserstoffinfrastruktur früh begleitet und gemeinsam mit dem Landkreis Emsland sowie Nachbarkommunen an Konzepten zur Nutzung von grünem Wasserstoff gearbeitet, teilte die Verwaltung mit. Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne sieht im Emsland eine wichtige Rolle im künftigen Wasserstoffsystem. Die Region entwickle sich durch Investitionen in Pipelines und Innovationen zu einem zentralen deutschen Wasserstoffstandort.

Auch andere Akteure in der Region haben sich zuletzt Anschlussmöglichkeiten an das geplante Wasserstoffnetz gesichert. Anfang März teilte der Netzbetreiber Open Grid Europe (OGE) mit, dass die EWE Netz eine Anschlussoption im emsländischen Dörpen erhalten soll. Kurz zuvor hatten sich auch die Stadtwerke Schüttorf-Emsbüren eine entsprechende Anbindungsmöglichkeit gesichert.

Nach aktuellem Planungsstand soll der Bau der Leitung im dritten Quartal 2026 beginnen. Die Hauptbauphase ist für 2027 vorgesehen, in dem auch die Inbetriebnahme der Pipeline erfolgen soll.

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