Mit Fox ESS gibt es einen neuen Testsieger in der „Stromspeicher-Inspektion“, die die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin erstmal gemeinsam mit Aquu durchführte. Aquu ist eine HTW-Ausgründung von Johannes Weniger, der zuvor bei der Hochschule die alljährliche Speicherinspektion verantwortete. In diesem Jahr traten insgesamt zwölf Photovoltaik-Speicher in vier verschiedenen Kategorien an. Die Bewertung erfolgte separat für 5-Kilowatt- und 10-Kilowatt-Produkte, differenziert nach AC- und DC-Systemen. Mit der Bewertung über den System Performance Index (SPI) sollen die Ergebnisse dabei eine gewisse Vergleichbarkeit erhalten.
Einen neuen Rekord erreichte dabei mit einem SPI von 97 Prozent das 10-Kilowatt, DC-System von Fox ESS. Es war damit um das 3,5-Fache effizienter als das getestete Schlusslicht, wie die Prüfer am Donnerstag veröffentlichten. Das Speichersystemen mit 10-Kilowatt-Hybridwechselrichter „PQ-H3-Ultra-10.0“ überzeugte die Tester dabei mit seinen sehr hohen mittleren Wirkungsgraden von 97,6 Prozent und einem geringen Stand-by-Verbrauch von gerade einmal 4 Watt.
Allerdings erreichten auch die Speichersysteme von RCT Power, Energy Depot, Fronius sowie Kostal (DC) in Kombination mit BYD einen SPI oberhalb der 95-Prozent-Marke und damit die Effizienzklasse A. Das AC-System von Kostal in Kombination mit BYD blieb mit 94,3 Prozent knapp unter der Marke und erhielt die Effizienzklasse B. Zwei weitere getestete Systeme schnitten mit einem SPI von 91,9 Prozent, was Effizienzklasse D bedeutet, und 89,3 Prozent, was für Effizienzklasse G reicht, deutlich schwächer ab. Die Hersteller entschieden sich nur für eine anonymisierte Veröffentlichung ihrer Ergebnisse. Als Grund für das schlechte Abschneiden des einen Speichers gaben die Tester die hohen Verluste im Batteriespeicher und den großen Stand-by-Verbrauch von 64 Watt an, die sich negativ auf die Effizienz des Gesamtsystems auswirkten.
Auch bei der 5-Kilowatt-Klasse wird bei der Stromspeicherinspektion zwischen DC- und AC-gekoppelten Systemen unterschieden. Das Multi-Level-Produkt von SAX Power setzte sich mit einem SPI von 93,2 Prozent in dieser Klasse an die Spitze und war Testsieger der AC-Geräte. Bei den Produkten mit Hybridwechselrichtern erreichte wiederum SMA mit seinem Produkt „Sunny Boy Smart Energy 5.0“ und der Batterie „Home Storage 6.5“ mit 92,8 Prozent den höchsten Wert. Knapp dahinter folgte die erstmals getestete Kombination von Kostal und BYD mit einem SPI von 92,7 Prozent.
Für das kommende Jahr kündigten die Tester an, dass es auch eine Speicherinspektion für 15-Kilowatt-Systeme geben werde. Dort könnten dann die Hersteller antreten, die Batteriesysteme mit einer Speicherkapazität zwischen 16 und 24 Kilowattstunden anbieten. „Die Registrierungsphase ist eröffnet: Hersteller von AC- und DC-gekoppelten Speichersystemen mit Batterie- und Hybridwechselrichtern können sich ab sofort bei uns zur Teilnahme an dem neuen 15-Kilowatt-Speichertest anmelden“, erklärte Aquu-Gründer und CEO Johannes Weniger.
Doch nicht nur bei den Leistungsklassen erweitern die Forscher ihr Spektrum. Im vergangenen Jahr untersuchten sie erstmals Energiemanagementsysteme, in diesem Jahr gingen die Wissenschaftler der Frage nach, wie gering die Speicherverluste sein müssen, damit sich die Batterieladung mit Netzstrom – wie sie bei dynamischen Tarifen erfolgt – überhaupt rechnet. Entscheidender Faktor dabei sind die Umwandlungsverluste, wie Weniger erklärt.
Beispielhaft nahmen die Wissenschaftler einen typischen Wintertag an, bei dem die Batterie nachts bei einem Strompreis von 25 Cent pro Kilowattstunde mit Netzstrom beladen wird. Dieser Strom wird dann in den Abendstunden, wenn die Netzbezugskosten bei 35 Cent je Kilowattstunde liegen, genutzt, um den Haushalt zu versorgen. „Die Speicherung von Netzstrom ist in diesem konkreten Fall für den Haushalt allerdings nur vorteilhaft, wenn die Wechselrichter- und Batterieverluste unter 29 Prozent liegen“, so die Autoren der „Speicherinspektion“ weiter. Positiv ausgedrückt könnte man auch sagen, der Systemwirkungsgrad muss höher als 71 Prozent sein, damit es sich rechnet. Die Ergebnisse des Tests zeigten dabei, dass nicht alle Batteriespeichersysteme diesen Wert erreichen. „Die Preisdifferenz zwischen dem Lade- und Entladezeitraum ist häufig nicht groß genug, um die Batteriesystemverluste zu kompensieren“, erklärte Nico Orth, Leiter der Stromspeicher-Inspektion an der HTW Berlin. In der Studie ist ausführlicher beschrieben, wie hoch die Umwandlungsverluste bei anderen Preiskonstellationen maximal sein dürfen.
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Neben der Effizienz haben sich die Tester auch die Garantiebedingungen angeschaut und zwar von 20 namhaften Herstellern, wie sie selbst schreiben. Sie stellten teilweise große Unterschiede fest. So würden von Herstellern eine Spanne zwischen 60 und 85 Prozent der Batteriekapazität während des Garantiezeitraums angegeben. Je höher dieser Wert ist, desto vorteilhafter für die Speicherbetreiber. Aber auch bei Schadenfällen könnten böse Überraschungen folgen. Daher lohne sich immer der Blick ins Kleingedruckte. „Vorteilhafte Garantiebedingungen erkennen Sie unter anderem daran, dass der Hersteller Ihnen keine umfassenden Nachweispflichten auferlegt und im Schadensfall die Kosten für den Austausch übernimmt“, sagte Orth.
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Wer die ‚Sieger‘ Systeme auch einbaut und sich täglich damit rumärgert hat bei den ‚Test‘ Ergebnissen ein komisches Gefühl, hier ist insbesondere RCT hervor zu heben, wo es häufig Ärger speziell mit den Batterien gibt und der Eindruck entsteht, dass der Support eingestellt wurde
…..leider ist das bei nahezu allen Anbietern der Fall… 2-6 Monate auf einen Austausch zu warten und das bei 10 x nachfragen , ist heute die Normalität. Und natürlich umfangreiche Informationen einreichen, teilweise bis zu 3 x dieselben Unterlagen legen eine gewisse Methode dahinter doch schon sehr nahe…. Schönes, sonniges Wochenende zusammen…
Es ist ja toll das immer die gleichen Produkte gewinnen.
Komischerweise sind diese Produkte im Service immer die schlechtesten.
Dem Installateur nützt es nichts das die Teile einen unterschied von 2 % erreichen
Klappt der Service nicht sind die 2 % schnell aufgebraucht.
Ich frag mich ja wo die Ausspeicherleistung von 200W als Testbedingung herkommt. In der mini-Mietwohnung? Wir haben die zahnfache Ausspeicherleistung im Winter in einem zugegeben großen Haus mit viel Technik und eben laufender Wärmepumpe 24/7. Würde mich ja mal echt interessieren, wie die % dann aussehen würden, insbesondere hinsichtlich der vermeintlichen Standby Verbräuche, die ja dann nicht so ins Gewicht fallen.
Deswegen macht es Sinn, die beiden in der Studie untersuchten Fälle getrennt zu vergleichen: 5 kW-Systeme ohne WP, E-Auto etc., und das 10 kW-System mit diesen zusätzlichen großen Verbrauchern.
Es kommt immer auf den Einzelfall an. Bei den meisten reichen m.E. sogar 800 VA-Wechselrichter für den nächtlichen Grundverbrauch von 50 – 150 W. Da macht ein übergoßes System mit 64 W Eigenverbrauch überhaupt keinen Sinn.
Die Studie kann ja nur vergleichen, wenn man konkrete Referenz-Haushalte nimmt. Das ist aber dann eben auch nur ein Einzelfall, und beim Nachbar sieht es schon anders aus.
Pv-Speicher werden typischerweise mit eigenem Pv-Strom genutzt. Bei Gestehungskosten von 5-10Cent für eigenen Strom entspricht ein Speicherverlust von 20% 1-2 Cent Extrakosten.
Ein Speicherpreis von 200-400Euro pro kWh Kapazität bedeutet bei unterstellten 5000 Zyklen Nutzungsdauer 4-8 Cent Kosten für jede ausgespeicherte kWh. Der Kaufpreis hat also den mit Abstand grösseren Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit wird aber in der Untersuchung als Variable komplett ausgeblendet.
Ich habe mich gezielt für ein „ineffizientes“ Niedervoltsystem entschieden. Diese gibt es steckerfertig in aktuell üblichen 16kWh Blöcken bereits ab ca 75Euro pro kWh Kapazität. Dieser Preisvorteil überkompensiert eine schlechtere Effizienz in üblichen Anwendungsszenarien deutlich.
Danach suche ich auch. Wie heißt der Hersteller/Lieferant?
nur als Hinweis: somöglich V2H(/V2G) miteinbezogen (16kWh*x, >2-3kW, Fahr(zeug)akku: zugelassene Verschleisskosten der Hersteller €/kWh ?) wird, ist man bei einem Hochvolt-Stromspeicher oder bei AC-Kopplung(?)
„Geringe zusätzliche Degradation: Eine Studie der RWTH Aachen und The Mobility House ergab, dass E-Auto-Batterien durch bidirektionales Laden (V2G/V2H) in zehn Jahren lediglich um 1,7 bis 5,8 Prozent zusätzlich altern.“
VW erlaubt Entladung durch V2G bis zu einer Untergrenze von 20% Akkuladezustand.
„V1G- und V2G-Szenarien wurden dabei mit „Immediate Charging“ verglichen, also dem sofortigen Starten des Ladevorgangs, sobald das Auto an eine Ladestation angeschlossen wird.“
„Das unmittelbare Laden führt zu hoher Alterung, da die Batterie häufig im 100 Prozent-Bereich ist“.
„V1G hingegen erhöht die Lebensdauer. Die Untersuchung ergab, dass nach zehn Jahren die Alterung durch diese Ladestrategie gegenüber sofortigem Laden um 3,3 bis 6,8 Prozentpunkte reduziert wurde, was den Angaben zufolge einem Kapazitätsgewinn von 1,8 bis 3,6 Kilowattstunden oder 10,9 bis 22,5 Kilometer höherer Reichweite (nach WLTP2) entspricht. Die mit intelligentem Laden „unter Berücksichtigung des aktuellen Energiemarkts“ erzielbaren Erlöse werden mit 200 bis 400 Euro jährlich angegeben.
Vehicle to Grid hingegen führt der Studie zufolge nach zehn Jahren zu einer zusätzlichen Alterung zwischen 1,7 und 5,8 Prozentpunkten, entsprechend einem Kapazitätsverlust von 0,9 bis 3,1 Kilowattstunden oder 5,8 bis 19,2 Kilometern Reichweite. Die so verlorene Kapazität jedoch sei zu heutigen Preisen mit einer Investition in die Batterie von 100 bis 300 Euro auszugleichen, gleichzeitig ließen sich aber durch die Vermarktung einer für V2G genutzten Batterie Einnahmen von bis zu 600 Euro jährlich erzielen. Simuliert wurde dies für eine Batterie mit 52 Kilowattstunden, die mit V2G einen zusätzlichen Energiedurchsatz von jährlich 4,7 Megawattstunden erfuhr.“
MfG
Ich habe ein Victron ESS also DC PlugandPlay Speicher von Pylontech 48V
ich vermute hier die letzten Plätze
aber wie kommt man an diese Gewissheit?
Jeder sagt und ich merke es auch das 50W pro Multiplus II normal seien.
Was ist denn mit Ecoflow ? Vielen bieten Ecoflow Lösungen an? Ich tue mich verdammt schwer, ein 10,4 kw System zusammenzustellen. Was macht man richtig, was macht man falsch? Ist irgendwie genau beim Autokauf. Der Eine sagt Mercedes, Der Andere BMW….