Die SMA Solar Technology AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatzrückgang um 0,9 Prozent auf 1516 Millionen Euro verzeichnet. Dabei lag das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) vor Einmaleffekten mit 106,6 Millionen Euro niedriger als 2024 (147,5 Millionen Euro), wie das deutsche Wechselrichter- und Speicherunternehmen am Dienstag auf Basis vorläufiger Zahlen veröffentlichte. Inklusive Einmaleffekte lag das EBITDA bei -65,4 Millionen Euro. Auch dieser Verlust ist deutlich höher als 2024, als SMA einen EBITDA-Verlust von 16 Millionen Euro verbuchen musste.
Gründe dafür seien der geringere Absatz und eine hieraus resultierende niedrigere Fixkostendegression in der Division Home & Business Solutions (HBS) sowie verschiedene Einmaleffekte gewesen, teilte SMA weiter mit. Allein die Wertminderungsaufwendungen und Verschrottungen von Vorräten beliefen sich 2025 demnach auf 122,6 Millionen Euro in der Division HBS sowie Zuführungen zu Rückstellungen für Abnahmeverpflichtungen von 35,8 Millionen Euro in der Division für Heim- und Gewerbeanwendungen. Dazu kamen Rückstellungen von 24,1 Millionen Euro für das laufende Restrukturierungs- und Transformationsprogramm. Auch in der Division Large Scale & Project Solutions musste SMA eine Wertberichtigung vornehmen, die sich auf Forderungen in den USA in Höhe von 7,5 Millionen Euro belief. Positive Sondereffekte in Höhe von 18 Millionen Euro flossen ebenfalls in die Bilanz ein.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel mit −188,2 Millionen Euro deutlich negativ aus, wobei sich der Verlust gegenüber dem Jahr 2024 mehr als verdoppelte. Ohne Einmaleffekte habe das operative EBIT bei 54,3 Millionen Euro gelegen, auch dies liegt unter dem Niveau von 2024. Immerhin konnte SMA nach eigenen Angaben seine verkaufte Wechselrichter-Leistung im Jahresvergleich von 19,5 auf 19,9 Gigawatt steigern. Der Auftragsbestand lag mit 1352 Millionen Euro etwa auf dem Niveau Ende 2024, wobei ein Großteil auf das Produktgeschäft entfiel.
Im Zuge seiner Restrukturierung hat SMA zwei Divisionen gebildet. Während der Bereich für Heim- und Gewerbeanlagen weiterhin unter niedriger Nachfrage und hohem Wettbewerbsdruck leidet, steht die Sektion für Großanlagen und Projektlösungen erheblich besser da. Vom Gesamtumsatz 2025 entfielen nur 247,2 Millionen auf die Division HBS. Dies bedeutet einen weiteren signifikanten Rückgang gegenüber dem Jahr davor. Das EBIT der Division ist mit -375,6 Millionen Euro weiterhin stark negativ. Neben den bereits aufgeführten Einmaleffekten kamen noch Wertminderungen auf aktivierte Entwicklungsprojekte (40,2 Millionen Euro) und auf Maschinen und Produktionsanlagen (30,3 Millionen Euro) hinzu. Diese habe SMA aufgrund des reduzierten Umsatzniveaus sowie der revidierten Erwartungen des Marktwachstums in diesem Bereich vornehmen müssen.
Im Vergleich dazu erhöhte sich der Umsatz der Division Large Scale & Project Solutions auf 1.268,8 Millionen Euro, was maßgeblich am Ausbau des Geschäfts mit Netzstabilisierungsprojekten der SMA Altenso GmbH und dem hohen Auftragsbestand zum Jahresanfang lag, wie SMA erklärte. Mit 210,8 Millionen Euro fiel das EBIT in diesem Bereich jedoch etwas geringer aus als noch 2024. Dafür seien die gestiegenen Gewährleistungsrückstellungen sowie eine Wertberichtigung auf Forderungen in den USA verantwortlich gewesen. Positiv wirkten sich die Auflösung einer Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten in Höhe eines mittleren einstelligen Millionenbetrags sowie das gute Ergebnis der Altenso GmbH aus, wie SMA weiter mitteilte.
„Insgesamt haben wir das Geschäftsjahr 2025 trotz eines anhaltend schwierigen Marktumfelds im Segment für Heim- und Gewerbeanlagen sowie der Einmaleffekte durch das Restrukturierungs- und Transformationsprogramm solide abgeschlossen“, erklärte SMA-Finanzvorstand Kaveh Rouhi zu den vorläufigen Zahlen. Mit der Ausweitung des Restrukturierungsprogramms im September geht SMA von rund 100 Millionen Euro an zusätzlichen Einsparungen aus, die im laufenden Geschäftsjahr vollständig ergebniswirksam werden sollen. „Für 2026 erwarten wir in der Division Large Scale & Project Solutions ein leichtes Umsatzwachstum und ein Ergebnis unter dem Vorjahr aufgrund höherer Investitionen in den Ausbau des Servicegeschäfts, einer geringeren Aktivierung von Entwicklungsleistungen und Währungskurseffekten“, sagte Rouhi weiter. Auch für die Division HBS wird ein Umsatzwachstum und eine Ergebnisverbesserung erwartet, wobei es wohl bei einem Verlust bleiben wird.
Insgesamt erwartet der SMA-Vorstand für das laufende Jahr einen Umsatz von 1475 bis 1675 Millionen Euro und ein positives EBITDA von 50 bis 180 Millionen Euro. Mit Verweis auf bestehende Handelsbeschränkungen und geopolitische Spannungen schloss der SMA-Vorstand nicht aus, die Prognose je nach Entwicklung nochmal anpassen zu müssen.
Dieser Inhalt ist urheberrechtlich geschützt und darf nicht kopiert werden. Wenn Sie mit uns kooperieren und Inhalte von uns teilweise nutzen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt auf: redaktion@pv-magazine.com.







Mit dem Absenden dieses Formulars stimmen Sie zu, dass das pv magazine Ihre Daten für die Veröffentlichung Ihres Kommentars verwendet.
Ihre persönlichen Daten werden nur zum Zwecke der Spam-Filterung an Dritte weitergegeben oder wenn dies für die technische Wartung der Website notwendig ist. Eine darüber hinausgehende Weitergabe an Dritte findet nicht statt, es sei denn, dies ist aufgrund anwendbarer Datenschutzbestimmungen gerechtfertigt oder ist die pv magazine gesetzlich dazu verpflichtet.
Sie können diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. In diesem Fall werden Ihre personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht. Andernfalls werden Ihre Daten gelöscht, wenn das pv magazine Ihre Anfrage bearbeitet oder der Zweck der Datenspeicherung erfüllt ist.
Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.