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pv magazine Podcast: Wie können Gewerbespeicher an der Strombörse handeln?

Batteriespeicher im Gewerbe entwickeln sich rasant weiter und eröffnen neue Einnahmemöglichkeiten durch Energiehandel. Im aktuellen pv magazine Podcast sprechen Cornelia Lichner und Marian Willuhn darüber, warum der Arbitragehandel nicht mehr nur den Großspeichern vorbehalten ist und welche Modelle hinter dem Zähler funktionieren. Pilotprojekte zeigen, dass sich Speicher teils schon nach wenigen Jahren amortisieren. Außerdem geht es um atypische Netznutzung, virtuelle Kraftwerke und die Frage, welche regulatorischen Entwicklungen 2026 besonders wichtig werden.
Gewerbespeicher an der Börse
. | Montage: pv magazine, Foto: Tesvolt
Batteriespeicher im Gewerbe stehen vor einem Wendepunkt. Was bisher vor allem Großspeichern vorbehalten schien, der aktive Handel am Strommarkt, ist nun zunehmend auch für kleinere Betriebe möglich. In der neuen Folge des pv magazine Podcasts sprechen die pv magazine Redakteure Cornelia Lichner und Marian Willuhn darüber, wie Unternehmen Batteriespeicher dafür vor und hinter dem Zähler einsetzen. Wenn die Speicher nicht nur für Lastspitzenkappung und Eigenverbrauch genutzt werden, sondern zusätzlich Erlöse am Day‑ahead- und Intraday-Markt erzielen, lassen sich dadurch die Amortisation halbieren. Die Beispiele im Gespräch zeigen, wie dynamisch sich der Markt entwickelt und welche die technischen, regulatorischen und wirtschaftlichen Hürden es noch gibt.

pv magazine Deutschland

 Mehr Details zu den vorgestellten Modellen und zu den Vermarktungschancen von Batteriespeichern vor und hinter dem Zähler finden Sie in unserer aktuellen Magazinausgabe vom Februar 2026. Darüber hinaus haben wir die Marktübersichten für Gewerbe- und Großspeicher sowie für Algotrader aktualisiert.

Marian Willuhn erklärt anhand einer Wein- und Sektkellerei in Hessen das Geschäftsmodell beim Energy Trading, wenn ein Batteriespeicher im Hintergrund zur Verfügung steht. Er sichert Termingeschäfte ab, ohne tatsächlich physisch einzuspeisen. Dadurch wird die Verrechnung von Netzentgelten vermieden, die bei Speichern hinter dem Netzanschluss von Unternehmen die größte Hürde darstellen. Dass nicht nur einzelne Vorreiter aktiv werden, zeigt ein weiteres Beispiel aus Oberbayern: Ein Elektrofachbetrieb betreibt dort vier kompakte Speichersysteme mit insgesamt 368 Kilowattstunden, die ausschließlich am Strommarkt handeln. Sie werden dafür in einem virtuellen Kraftwerk von Tesvolt Energy gebündelt. Interessant ist, dass Tesvolt verschiedene Vermarkter parallel einsetzt, um die höchsten Erlöse zu generieren. Ein drittes Beispiel führt nach Hamburg: Die Hochbahn nutzt einen vier Megawatt starken Speicher, der sich durch atypische Netznutzung schon im Winter refinanziert. Im Sommer kann er nun zusätzlich an der Börse handeln. Ein saisonaler Wechsel der Marktlokation macht es möglich.

pv magazine Podcast

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Kommentare

Lam
Feb 28, 2026

Liebe Frau Lichner! Danke für den interessanten Artikel.
Mich würde interessieren, ob es auch für private kleine Batteriespeicher eine mögliche (wirtschaftliche) Netzeinspeisung gibt.
Wir könnten eine 2. Batterie (14kWh) in den Keller stellen und den gespeicherten Strom in Zeiten, in denen er gebraucht wird, einspeisen.
Im Sommer den überschüssigen Solarstrom abends einspeisen.
Im Winter nachts laden und tagsüber einspeisen.
Durch das Netzentgelt (ca. 20 bis 23 Cent) und die aktuelle Einspeisevergütung macht das m.E. gerade keinen Sinn.
Gibt es da eine Lösung?