Die Bundesregierung will das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zügig reformieren und dabei auf Contracts for Difference (CfD) als zentrales Förderinstrument setzen. Gleichzeitig sollen künftig Übergewinne aus hohen Strommarktpreisen abgeschöpft werden und zurück in den EEG-Topf fließen. Das kündigte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) am Freitag auf einer Pressekonferenz in Berlin an.
„Contract for Difference ist für mich der zentrale Punkt“, sagte Schneider. Wenn an der Strombörse Erlöse oberhalb der staatlich abgesicherten Vergütung erzielt würden, solle dieser Mehrerlös „abgeschöpft und in den EEG-Topf zurückgeführt werden, sodass wir keine Übergewinne bei Anlagenbetreibern haben“. Damit solle die Marktintegration der erneuerbaren Energien vorangetrieben und zugleich die Kostenbelastung begrenzt werden.
Zugleich stellte Schneider klar, dass Elemente staatlicher Absicherung bestehen bleiben sollen. Die Mindestvergütung sei weiterhin nötig, um günstige Finanzierungsbedingungen zu sichern. Gefragt nach dem Zeitrahmen der Reform antwortete der Bundesminister: „ASAP – das muss jetzt pronto kommen.“ Klare Regeln seien notwendig, um Investitionssicherheit zu gewährleisten und Unsicherheiten im Markt zu vermeiden.
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), ebenfalls auf der Pressekonferenz anwesend, unterstützte die Reformrichtung grundsätzlich, mahnte aber investitionsfreundliche Ausgestaltung an. „Die CfDs sind europäisch vorgegeben, die müssen wir machen – aber sie müssen einfach sein und einen Investitionsrahmen geben, der uns erlaubt, weiterhin so intensiv in die Erneuerbaren zu investieren“, sagte Tilman Schwencke, Geschäftsbereichsleiter Strategie und Politik beim BDEW. Zugleich forderte der Verband einen schnellen gesetzlichen Rahmen zur Umsetzung der Kraftwerksstrategie. Vor dem Hintergrund des Kohleausstiegs 2038 sei es wichtig, dass die Kraftwerke noch in diesem Jahr ausgeschrieben werden. Zudem forderte Schwenke mehr steuerbare Leistung sowie Planungssicherheit für Netze. Ein wichtiger Punkt, den er hervorhob, war die Wärmewende, die Schwenk nicht nur in einer geordneten gesetzlichen Verankerung im Gebäudemodernisierungsgesetz sieht, sondern auch in Klarheit für die kommunalen Versorger, inwieweit grüner Wasserstoff zur kommunalen Wärmeversorgung zum Einsatz kommen soll.
Inhaltlich ist die EEG-Reform Teil einer breiter angelegten Energiestrategie, deren Inhalte über die nächsten Monate bis März im Kabinett beschlossen werden sollen. Neben der Reform des Förderdesigns nannte Schneider als zentrale Aufgaben der „nächsten Phase“ der Energiewende den Netzausbau, den Einsatz von Smart Metern, den Ausbau von Speichern sowie mehr Flexibilitäten im System. Auch die Frage der Akzeptanz rücke stärker in den Fokus, etwa durch finanzielle Beteiligung von Kommunen und Anwohnern an Anlagenprojekten.
Schneider stellte die Energiewende ausdrücklich in einen geopolitischen Zusammenhang. Erneuerbare Energien seien einheimische Energieträger und stärkten die Resilienz Deutschlands gegenüber externen Krisen. Hohe Ausgaben von 84 Milliarden Euro pro Jahr für fossile Energieimporte bedeuteten volkswirtschaftliche Abflüsse, während Investitionen in erneuerbare Energien inländische Wertschöpfung und industrielle Perspektiven stärkten. Daher müsse der Fokus auf einem Ausbau von erneuerbaren Energien und der Wahrung entsprechender Rahmenbedingungen zur Förderung ebendieser liegen. Die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) war bei dieser Pressekonferenz nicht anwesend.
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„Die Bundesregierung will das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zügig reformieren und dabei auf Contracts for Difference (CfD) als zentrales Förderinstrument setzen.“
Werden die CfD‘s dann jährlich neu angepasst?
Was ist denn jetzt eigentlich der Unterschied zwischen feste EEG-Vergütung und CfD? Kommt da unter’m Strich nicht das Gleiche raus?
Von den Kosten für die Allgemeinheit ist es im Grunde das selbe. Wir legen drauf wenn der Börsenpreis unter dem CfD Preis ist und schöpfen ab wenn er darüber liegt. Der Unterschied liegt in der Vermarktung. Das Risiko liegt bei CFDs beim Betreiber, wohingegen bei der festen Einspeisevergütung der Netzbetreiber die Vermarktung übernimmt. Strafen für Abweichungen bei der Stromlieferung oder Einspeisekosten bei negativen Börsenpreisen zahlt beim CFD der Betreiber.
Wieviel es dort wirklich abzuschöpfen gibt, steht auf einen anderen Blatt. Und falls das eine beträchtliche Summe wäre, würden die Gebotspreise in den Auktionen steigen, damit die Betreiber auf die selbe Rendite kommen.
Psi Schreibt
Von den Kosten für die Allgemeinheit ist es im Grunde das selbe. Wir legen drauf wenn der Börsenpreis unter dem CfD Preis ist und schöpfen ab wenn er darüber liegt. Der Unterschied liegt in der Vermarktung.
@ Psi
Lassen Sie mich anhand der folgenden Studie Ihnen deutlich machen wer „WIR“ sind.
https://www.ee-news.ch/de/article/27409
Zitat: Billig an der Börse
Das steigende Angebot an erneuerbaren Energien – so beleuchtet die Studie – lässt die Preise am Spotmarkt der Strombörse sinken. Betreiber von konventionellen Kraftwerken, die ihren Strom schon lange vorher zu hohen Preisen verkauft haben und termingerecht liefern müssen, können ihren Gewinn aber noch steigern, indem sie den Strom nicht selbst erzeugen, sondern billig an der Börse kaufen. Ausgerechnet die schmutzigen Kraftwerke werden so zu Gewinnern der Energiewende. Zitat Ende Wir“ als Staat und Steuerzahler machen mit den Vergütungen den EE Srom billig. Oder können Sie den Lesern hier erklären wo Milliarden Kosten auf dem EEG Konto anfallen nur weil die Konzerne ihre Gewinne optimieren, wenn die Börsenpreieise sinken
Fakt ist,die Steuerzahler zahlen Milliarden, damit das EEG Konto ausgeglichen bleibt. Einen Ausgleich für den es keine Kosten gibt Es sei den Sie können Außer den genannte Gewinnoptimierungen welche nennen.
CfDs funktionieren nur bei Direktvermarktung von Photovoltaik Strom. Bei einer festen Einspeisevergütung gibt es nichts abzusichern oder abzuschöpfen. Vielleicht wollen die die feste Einspeisevergütung abschaffen oder stark reduzieren?
Für kleine PV Anlagen oder Anlagen mit sehr hohen Eigenverbrauch dürfte die Direktvermarktung aufgrund der geringen Netzeinspeisung sehr schwierig werden.
Er ist da grad im Resort des Wirtschaftsministeriums unterwegs.
Der hat doch lediglich die Möglichkeit uns von fallengelassenen Zigarettenstummeln und Plastikverschlüssen zu bewahren.
Egal ….Übergewinn ist das überhaupt ein Wort das es ins Wörterbuch geschafft hat?
Sowie Überpension, Überdiät, Überhauptquatschwasererzählt….
Überverluste gilt es dann auszugleichen mit dem Mechanismus.
Es gibt keine Energiewende ohne positive Invests.
Bitte mal merken !!!
Danke Umwelt überminister.
Eigentlich ist es Zeit, die „Subvention“ von EEG Anlagen komplett neu, vom Strommarkt aus, zu denken.
Gerade bei PV gibt es in vielen Stunden ein Überangebot an Leistung, da jeder Betreiber versucht in der Gesamtlaufzeit so viel Strom wie möglich einzuspeisen, der Strompreis sinkt ins Bodenlose, die Differenz, egal ob Fixvergütung oder cfd, bezahlt der Staat.
Sofern eine Förderung nötig ist, sollte diese als Sockelbetrag pro kW und Betriebsjahr während der Förderdauer ausbezahlt werden.
Das nimmt dem Betreiber den Druck plump so viel Energie wie möglich in der Betriebsdauer der Anlage zu produzieren.
Sofern die Anlage groß genug ist, obliegt es stattdessen dem Betreiber den Strom bestmöglich an der Börse zu vermarkten.
Dies kann durch zusätzliche Speicher (ungefördert und auch mit der Möglichkeit Strom aus dem Netz zu vermarkten) passieren, als auch durch ein gezieltes zurückhalten von Leistung.
Sobald genug Leistung nach dieser Logik am Netz ist, werden die Algorithmen der Vermarkter für erträgliche Prreise auch in Überschussstunden sorgen.
to ha schreibt
Eigentlich ist es Zeit, die „Subvention“ von EEG Anlagen komplett neu, vom Strommarkt aus, zu denken.
@ to ha
Im Eigenverbrauchsmodus sind jede vermiedene kWh etwa 30 Cent Einsparung. Bei Wärmepumpe Heizung und E Auto kommt da schon was zusammen. Für das, was dann noch übrig bleibt benötigt man lediglich den richtigen Solarteur, der den Überschuss am Spotmarkt der Börse verkauft. Vergütung ist Geschichte, die dient gegenwärtig nur noch den Energiewende Kritikern, und der Systemwaschmaschine EEG Konto
Stellt euch mal vor wir hätten in einem Jahr nicht eine kW EE Zubau, das heißt die Vergütungen, sprich die EEG Umlage ( Einnahmen auf dem Konto ) wie im Vorjahr würden reichen
aber die Börsenpreise sinken, dann müsste, der Staat trotzdem das Konto ausgleichen.
Fazit: Nur weil die Wende funktioniert, und Sonne und Wind die Strompreise senkt, muss der Staat bezahlen.
Außerhalb der Politik kommt man immer öfter drauf, siehe hier.
Hier z.B. https://www.soester-anzeiger.de/wirtschaft/strompreis-kuenstlich-zu-hoch-energie-ceo-rechnet-mit-eu-energiepolitik-ab-und-macht-heikle-prognose-94149271.html
Erneuerbare senken die Strompreise“ – eigentlich: Energie-CEO rechnet mit Europas Politik ab
„Wenn man erneuerbare Energien richtig nutzt, senken sie die Strompreise. Das machen wir in Europa aber nicht“, so Greg Jackson gegenüber ntv. Für den deutschen Strommarkt prognostiziert der Unternehmer, dass die Preise nicht sinken werden, solange das System nicht grundlegend reformiert wird. Er kritisiert, dass 60 Prozent der deutschen Stromkosten aus Steuern, Abgaben und Netzentgelten bestehen, was den eigentlich günstigen Solarstrom teuer macht, sobald er ins Netz eingespeist wird.
Jackson sieht die Lösung in einer Marktreform, die eine feinere und dynamischere Preisgestaltung ermöglicht. Dies würde es erlauben, Überschüsse an grünem Strom besser zu nutzen. Er warnt davor, dass ohne solche Reformen die Energiewende teuer bleibt und möglicherweise scheitert .
„…dass ohne solche Reformen die Energiewende teuer bleibt und möglicherweise scheitert .“
Das ist doch Sinn der Sache. Da steckt Kalkül dahinter.
Darüberhinaus es möglichst unübersichtlich lassen.
Sonst wird der ´business case´ neuer Gaskraftwerke gefährdet.
Double score: Kapazitätsmarktentgelte + Einkauf Ersatzlieferungen an der Börse wenn es günstig ist.
BESS konkurrieren nur, also Netzentgelte drauf. Wo kommen wir denn dahin!
Abschöpfen der EE via CfDs gleich auch noch, damit diese ihren Beitrag leisten sodass weiterhin alle Großeinkäufer an der Strombörse die Gewinne optimieren können.
So bleibt der ´schwarze Peter´ der Stromkosten auch da wo er gesehen werden soll.
Wer Ironie findet kann sie behalten 😉
Verdeutlichung zu meinem obigen Kommentar.
Soll heißen, selbst wenn in einem Jahr nicht 1 kW dazu gebaut würde, würden bei sinkenden Börsenpreisen die staatlichen Ausgleichszahlungen auf dem EEG Konto steigen.
ich finde meinen alten Kommentar nicht mehr in dem ich dargelegt habe wie die Kosten des EEG zusammenkommen, aber hier nochmal in verkürzter Form.
Ein Energieversorger betreibt ein Kohlekraftwerk, natürlich subventioniert.
Einen PV Park, Ausschreibung gewonnen.
Einen Windpark, Ausschreibung gewonnen und ein Pumpspeicherkraftwerk.
An einem sonnigen windigen Tag, werden alle Erzeugunbgseinheiten voll gefahren.
Der Börsenstrompreis sinkt ins bodenlose.
Jetzt füllt der Konzern sein Pumpspeicherkraftwerk und wird für diese Mülbeseitigung bezahlt, da der negative Strompreis eine EEG Vergütung in Richtung Konzern erfordert.
Somit verdient der Konzern an einem Tag viermal und das bei einem negativem Strompreis an der Börse. Und er steigert seinen Gewinn massiv, da er den Strom schon für das ganze Jahr zu einen „angemessenen Preis“ an den Endkunden verkauft hat.
Nehmen wir nun an, man installiert 10kWp PV privat und verbraucht davon 4000kWh.
Die restlichen 6000kWh werden mit 8c vergütet.
Der durschnittliche Marktwertsolar betrug letztes Jahr 4,5c.
Bleiben 3,5c aus dem EEG Topf.
Das macht 210€ Ausgleichszahlung aus dem Topf.
Bei ca. 3.000.000 privaten Dachanlagen, bleibt eine EEG Ausgleichszahlung von 630.000.000€.
Wo sind die 18.000.000.000€?
Ich weiß es werden auch noch die anderen Erzeuger und die Altanlagen bezahlt.
Die Abschaffung der Einspeisevergütung für Privatanlagen würde das EEG Konto praktisch gar nicht entlasten.
Kein CFD wird daran was ändern.
Die einzige Möglichkeit die Wende zu vergünstigen ist den negativen Börsenpreis abzuschaffen. In Italien gibt es sowas nicht. Mich würde interessieren wie hoch die Kosten da sind.
Bisher soll es möglich gewesen sein, dass große Erzeuger von Erneuerbarer Energien zwischen Direktvermarktung und EEG Vermarktung je nach höhe der Erlöse gewechselt sind. Mit den CfDs sollen zumindest die großen nur noch mit EEG Garantien direkt vermarktet können. Mögliche Übergewinne aus den Wechsel Direkt und EEG Vermarktung sollen mit CfDs verhindert werden. Bei Erneuerbarer Überproduktion werden Erneuerbarer abgeschaltet. Das wird meines Wissens aus den Netzkosten bezahlt. Um das zu verhindern, müssten die Gesetzlichen Garantien reduziert werden. Die gute Frage ist, was in Berlin gerade diskutiert wird?
„Die gute Frage ist, was in Berlin gerade diskutiert wird?“
Man hat auch beim Solarspitzengesetz erkannt, dass eine Schonung kleiner Anlagen nicht im Sinn des Gesetzgebers beeinhaltet war (Regulierung bis 2kW(p)). Die Branchenverbände (konventionelle Stromerzeugung/TransformationStromkonzerne, ökologisch-orientierte Branchenvertretungen, sowohl AG/AN/Verbraucher-orientiert) haben sich kaum erkennbar für Bagatellgrenzen oder Kleinanlagenfreigrenzen, an der 2kWp-Leistung, bemerkbar gemacht? Enttäuschend oder nebensächlich?
Wo entstehen die grossen Gewinne (also die „5€ pro Jahr und Haushalt“) auf Kosten der Normalstromkundinnen und Haushaltstromkunden?
Lobbyismus, daraus, Vertrauen entgegenzubringen, scheint weniger angebracht?
Eine Rückzahlungspflicht von „Übergewinnen“ (Claw Back-Mechanismus) ist für Anlagen in der Direktvermaktung bereits eingeführt. Man möge mal Anlage 1 EEG 2023 Ziffer 4.3.1 lesen. Die „Monatswerte Solar“ sind nur vorläufig. Der Netzbetreiber ermittelt nämlich die EEG-Marktprämie in einer Jahresabrechnung neu anhand des „Jahresmarktwert Solar“. Auf diese Weise werden in einzelnen Monaten vorkommende Strompreisüberschreitungen (über dem anzulegenden Wert) letztlich mit der Marktprämie der anderen Monate verrechnet und vom Netzbetreiber zurückgefordert.
Danke für den Hinweis
Wenn der Monatswert und der Jahreswert aus den 1/4-Stundenwerten berechnet werden, worin besteht dann der Unterschied in der Bildung der Summen?
Ist der Abrechnungszeitraum Janunar-Januar oder je nach Vertragsbeginn auch von Sommersaison bis Sommersaison?
Zudem setzt sich der Strompreis (bei den meisten Stromanbietern, wenige nur haben solitäre Kraftswerkstypen als Stromerzeugungsangebot, also nur Solar, oder nur Windkraft, oder nur Wasserkraft, etc.) aus einem Strommix zusammen.
Übergewinne bei 2kW-Anlagen ist ja fast schon eine peinliche Einordnung, wenn vor Jahren ‚Photovoltaikanlagen‘ als Verbesserung des Rentenniveaus beworben wurden (zumindest in den Werbe- und Installationsbranchen) und im Verständnis der Preis- bzw. Kostensteigerungen für Normalbürgerinnen und Haushaltstromkunden?
De-facto heißt es mit CfD: Es wird bürokratischer !
Vermutlich nur mit Smart-Meter Zwang dann machbar, je Viertelstunde wird abgerechnet.
Dafür werden Datenbanken erstellt, verwaltet und ausgewertet – in der Konsequenz kann niemand mehr seine Abrechnung verfolgen. Dazu kommen die Energieaufwände zum Errichten und Betrieb der erforderlichen Rechenzentren, es ist schon de komplette Wahnsinn.
Gleichzeitig ist dies die beste aller Datenbasen zur Ermittlung zukünftiger Ertragsoptimierungen für die fossile Industrie – denn die Jungs HABEN Zugriff.
PB schreibt
Nehmen wir nun an, man installiert 10kWp PV privat und verbraucht davon 4000kWh.
Die restlichen 6000kWh werden mit 8c vergütet.
Der durschnittliche Marktwertsolar betrug letztes Jahr 4,5c.
Bleiben 3,5c aus dem EEG Topf.
Das macht 210€ Ausgleichszahlung aus dem Topf.
@ PB
Falsch!!! Wir haben ja einen Strommix und der wird preislich nach dem Merit Order Prinzip ermittelt. Dazu müssen lediglich die EE auch nur „vorrangig“ verwendet werden wie das bis 2010 Gesetz war
Wie sich dabei Merit Order bemerkbar macht habe ich schon einige mal an einem fiktiven Beispiel, welches in einem anderen Forum gefunden hatte gepostet.
Hier noch einmal.
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1) ohne EEG-Strom: Es werden an der Börse 100 kWh zu je 0,25€/kWh gehandelt. Das macht eine Gesamtpreis von 25,00€
2) mit EEG-Strom: Es werden 50 kWh nach EEG für durchschnittlich 0,30€/kWh eingespeist und an der Börse die restlichen 50 kWh für nur noch 0,20€/kWh.
Der EEG-Strom kostet 15 €, der Rest an der Börse 10,00€, macht zusammen 25, 00
Nach dem Kosten/Nutzen Prinzip, das bis 2010 für die Umlage galt, kann sich jeder selbst ein Bild machen, wie seit 2010 für die Energiewende Geld verbraten wird.
Das Dreiste dabei ist, das EEG Konto verbirgt nicht nur den Nutzen, ( 3,5 Cent ) sprich die sinkende Börsenpreise, sondern wandelt diesen „Nutzen“ wegen der größer werdenden Differenz zu den Vergütungen auch noch zu „Kosten“ um. Kosten die der Staat mit Milliarden finanzieren muss.
Auf Ihre Zahlen bezogen bedeute das, die 3,5 Cent Nutzen sind der Merit Order Effekt den der Sonnen und Windstrom auslösen. Müssten also vom Gesamtpaket abgezogen werden, und nicht draufgeschlagen.
Wie das bis 2010 praktiziert wurde habe ich auch schon einige male gepostet,
Hier noch einmal.
Klicken Sie die folgende Merit Order Grafik an, und scrollen das vierte Bild nach oben
https://de.wikipedia.org/wiki/Merit-Order
dann sehen Sie die fossile Nachfrage springt von N1 auf N2 und entsprechend fällt der Preis von P1 auf P2 auf Ihre Zahlen bezogen von 8 Cent auf 4,5 Cent.
Sie sehen „physikalisch“ braucht man nix aus dem Topf, im Gegenteil es fällt noch was ab, denn Sonne und Wind schicken ja bekanntlich keine Rohstoffrechnung. Es sei denn Sie können erklären bei wem Kosten anfallen, nur weil der Strommix billiger geworden ist.