Energie AG Oberösterreich kündigt Photovoltaik-Verträge mit garantierter Einspeisevergütung

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Die Energie AG (EAG) Oberösterreich wird zu Ende Juni rund 20.000 Photovoltaik-Einspeiseverträge kündigen. Wie aus diversen Medienberichten hervorgeht, sind davon Kunden betroffen, denen der Energieversorger für ihren überschüssigen Solarstrom bisher 15,73 Cent pro Kilowattstunde gezahlt hat. Auf der Homepage der EAG findet sich zu diesem Prozedere am Mittwochmorgen nichts. Allerdings wird der neue Tarif vorgestellt, zu dem Anlagenbetreiber ihren Photovoltaik-Strom an das Unternehmen verkaufen können.

Der neue Tarif nennt sich „Team Sonne Loyal Float“. Diese Einspeisevergütung soll sich monatlich am Referenzmarktwert orientieren, ab 2025 abzüglich eines Abschlags von 1,5 Cent pro Kilowattstunde. Der konkrete Preis für die Einspeisung wird also für jeden Monat im Nachhinein ermittelt. Wie die EAG ausführt, entspricht der Referenzmarktwert einem Preismittelwert, der auf Basis der jeweiligen stündlichen Erzeugungsmenge gewichtet wird. Als Preisreferenz werden hierfür die Stundenpreise der Day-Ahead-Marktkopplung der österreichischen Gebotszone herangezogen. Im April 2024 beispielsweise lag der Referenzmarktwert Photovoltaik dem Preisinformationsblatt zufolge bei 3,12 Cent pro Kilowattstunde. Die Minimalvergütung in diesem Tarif liegt demnach bei zwei Cent pro Kilowattstunde – sofern die Anlagenbetreiber Strom von der EAG beziehen.

Der Energieversorger will Medienberichten zufolge die betroffenen Anlagenbesitzer in den kommenden Tagen schriftlich informieren. Weitere rund 6000 Kunden mit Verträgen, die als Einspeisevergütung aktuell 4,5 Cent pro Kilowattstunde bekommen, sind demnach nicht von der Kündigung betroffen. Neue Verträge sind aber nur auf Basis des Float-Tarifs möglich.

 

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