VDE zertifiziert Heterojunction-Solarmodule von Meyer Burger

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Die Hochleistungsmodule der Meyer Burger Technology AG, die im sächsischen Freiberg gefertigt werden, haben planmäßig alle notwendigen Zertifizierungen erhalten.  VDE Renewables habe die Produkte des Schweizer Photovoltaik-Herstellers nach den Normen IEC 61215 und IEC 61730 geprüft, hieß es am Montag. „Bei den Zertifizierungsmessungen konnte wir feststellen, dass die Module von Meyer Burger gemessen am marktüblichen Standard eine deutlich geringere Degradation aufweisen“, sagte VDE-Geschäftsführer Burkhard Holder. Neben den Produkten sei auch die Modulfertigung in Freiberg geprüft worden. Der VDE bescheinigte Meyer Burger danach einen „international führenden Qualitätsstandard“.

Der VDE sei von Meyer Burger auch für die künftige Qualitätssicherung und Zertifizierung ausgewählt worden. „Wesentliches Entscheidungskriterium für die Auswahl des VDE waren die hohe Fachkompetenz und Zuverlässigkeit des VDE sowie die hohe Anerkennung bei Banken und Versicherungen“, begründete Gunter Erfurt, CEO von Meyer Burger. Diese hohe Anerkennung bei Finanzierungspartnern für Photovoltaik-Projekte sei für Meyer Burger wesentlich, da es den geplanten Einstieg in das Kraftwerkssegment erleichtere. Gemeinsam wollten sich Meyer Burger und der VDE „für noch höhere Qualitäts- und Zuverlässigkeitsstandards im Sinne der Endkunden“ einsetzen.

Am Standort Freiberg hatte Meyer Burger nicht nur die Modulfertigung der Solarworld AG erworben, sondern auch das Anlagevermögen des damaligen Zentrallabors zur Qualitätssicherung. Dies sei von dem Schweizer Unternehmen nun wieder in Betrieb genommen worden. Das vollausgerüstete Qualitätssicherungslabor werde zukünftig im Verbund der durch den VDE weltweit qualifizierten Premium-Labore tätig sein, hieß es weiter. Meyer Burger wolle auf diesem Weg seine weltweit höchsten Qualitätsstandards kontinuierlich absichern. Zudem verspricht sich der Photovoltaik-Hersteller eine hohe Geschwindigkeit und Flexibilität bei der Einführung und kontinuierlichen Verbesserung seiner Produkte. Der Betrieb eines eigenen vollakkreditieren Qualitätssicherungslabors ist Meyer Burger zufolge in der Solarbranche nahezu einzigartig.

Im Mai hatte Meyer Burger seine Zellfertigung in Bitterfeld und die Modulproduktion in Freiberg mit einer nominalen Jahreskapazität von zunächst 400 Megawtt offiziell in Betrieb genommen. Für Juli kündigte der Schweizer Hersteller die Auslieferung der ersten Hetreojunction-Solarmodule an, die es zunächst in drei verschiedenen Varianten geben wird.

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