Elektromobilität: BMWi verlängert Kaufprämie bis Ende 2020

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Käufer von Elektroautos, Plug-in-Hybriden und Brennstoffzellenfahrzeugen können noch bis Dezember 2020 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Zuschuss zum Kaufpreis beantragen. Eigentlich hätte die Mitte 2016 eingeführte Kaufprämie Ende Juni auslaufen sollen. Doch wegen der bislang eher schleppenden Nachfrage war der Fördertopf, für den die Bundesregierung und die beteiligten Autohersteller jeweils 600 Millionen Euro bereitgestellt hatten, noch prall gefüllt. Vor diesem Hintergrund beschloss das Bundeswirtschaftsministerium eine Novellierung der Richtlinie zur Förderung elektrisch betriebener Fahrzeuge, die am 1. Juli in Kraft getreten ist.

Wie das BAFA mitteilt, wird das Förderprogramm bis Ende 2020 in seiner bestehenden Form fortgeführt. Damit beträgt der Umweltbonus für reine Elektroautos oder Brennstoffzellenfahrzeuge 4000 Euro und für Plug-in-Hybride 3000 Euro. Das zu fördernde Fahrzeug muss einen Netto-Listenpreis für das Basismodell von unter 60.000 Euro aufweisen. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften, Kommunale Betriebe und Vereine, auf die das Neufahrzeug zugelassen wird. Wie das BAFA weiter mitteilt, umfasst das Programm jetzt auch einen Förderbaustein für den Einbau eines akustischen Warnsystems (Acoustic Vehicle Alerting Systems – AVAS). Dieser Einbau werde pauschal mit 100 Euro bezuschusst. Die Ergänzung sei erfolgt, da Elektrofahrzeuge bei geringen Geschwindigkeiten sehr leise und akustisch kaum wahrnehmbar seien. Ein AVAS könne diese Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer reduzieren.

Den BAFA-Zahlen zufolge ist die Bundesregierung von ihrem Ziel, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen rollen zu lassen, noch weit entfernt. Die Statistik zeigt zum Stichtag 31. Mai, dass seit Einführung der Kaufprämie 79.200 Anträge für Elektroautos, 40.802 für Plug-in-Hybride und 69 für Brennstoffzellenautos gestellt wurden.