E3/DC-Hauskraftwerk erhält Europäisches Patent

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„Vorrichtung zur Versorgung eines Hauses mit elektrischer Energie“ – so sachlich klingt die Beschreibung der Erfindung, für die E3/DC jetzt ein Europäisches Patent erhalten hat. Konkret handelt es sich dem Unternehmen zufolge um sein Kernprodukt, das Hauskraftwerk S10, für das 2012 ein Patent angemeldet worden sei. „Die Patentschrift EP 2 533 392 B1 beschreibt auf vielen Seiten die Funktionsweise des Hauskraftwerks, die Integration in einem kompakten Gerät und insbesondere das Energiemanagement, also die Steuerung der Energieflüsse zwischen Erzeugern, Speicherbatterie und Verbrauchern“, erläutert E3/DC-Sprecher Ralf Ossenbrink auf Anfrage von pv magazine.

„Wir haben uns schützen lassen, dass das komplette Hausnetz durch das Gerät geht und über eine Leistungsmessung unterbrochen, beziehungsweise über einen Trennschalter separierbar ist“, fügt Geschäftsführer Andreas Piepenbrink hinzu. Andere Anlagen hätten oft eine Stichleitung. Diese reiche aus, weil Sie überhaupt keine Ersatzstromversorgung machen wollen. „Es gibt auch bestimmt Firmen, die es vor uns so gemacht haben, diese haben es aber nicht angemeldet und somit nur Bestandsschutz.“

Mit der Übergabe der Patenturkunde an das Osnabrücker Unternehmen habe das Europäische Patentamt die Alleinstellung der E3/DC-Stromspeichersysteme bestätigt, so E3/DC. Die Patentschrift schütze die von E3/DC entwickelte Technologie jetzt 20 Jahre lang in 38 europäischen Ländern und würdige die damit verbundene besondere erfinderische Entwicklungsleistung.

Wie E3/DC mitteilt, entwickelt das Unternehmens seit 2012 die All-In-One-Speicherlösung mit Photovoltaik-Wechselrichter, Speicherbatterie und Energiemanagement konsequent weiter und führt zeitgleich mit dem Erhalt des Patents die neue S10-Pro-Serie ein. Damit will das Unternehmen die funktionalen Prinzipien des Hauskraftwerks mit deutlich höheren Leistungswerten in Anwendungsfelder wie die E-Mobilität übertragen und noch zielgerichteter als Sektorenkopplung denken: Der Photovoltaik-Strom, den das Hauskraftwerk speichert und verteilt, soll für Komfortstrom, Wärmeerzeugung und Mobilität genutzt werden. Damit werde das Hauskraftwerk zum entscheidenden Instrument für eine vollständig elektrische Versorgung des Wohnhauses inklusive Mobilität und Wärme.

Das Zitat von Andreas Piepenbrink wurde im Nachhinein hinzugefügt.