Weiter hohe Realisierungsquoten bei den Photovoltaik-Ausschreibungen

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Die Realisierungsquote der Photovoltaik-Freiflächenanlagen aus den Pilotausschreibungen ist weiterhin erfreulich hoch. Aus der Runde mit dem Stichtag 1. August 2016 seien bis auf einen alle Zuschläge eingelöst worden und die Anlage mittlerweile in Betrieb genommen worden. Die Realisierungsquote lag damit bei 96,31 Prozent, wie die Bundesnetzagentur am Montag veröffentlichte.

In der fünften Pilotausschreibung waren für Projekte mit insgesamt 118 Megawatt der bezuschlagten Gebote die Zweisicherheit geleistet worden. Der durchschnittliche Zuschlagswert betrug 7,25 Cent pro Kilowattstunde. Bis zum 18. August mussten die Anlagen realisiert sein. Insgesamt seien 25 Förderberechtigungen für Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt 109,5 Megawatt ausgestellt worden, hieß es von der Bonner Behörde. Es ist möglich, die Zuschläge auf verschiedene Projekte zu verteilen. Für eine Errichtung auf anderen Flächen sowie nach Ablauf von 18 Monaten müssen die Bieter allerdings einen Abschlag von 0,3 Cent pro Kilowattstunde von der Vergütung hinnehmen.

Nach Angaben der Bundesnetzagentur sind lediglich bei zwei Zuschlägen Strafzahlungen in Höhe von 45 Euro pro Kilowatt erfolgt. Die realisierte Zuschlagsmenge habe in diesem Fall unter 95 Prozent des Gebotswerts gelegen. Das Geld werde dem EEG-Konto gutgeschrieben.

Dass wieder weit über 90 Prozent der bezuschlagten Menge gebaut wurde, ist überaus erfreulich“, erklärte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Damit verstetigte sich nach Ansicht der Behörde der Trend von konstant hohen Realisierungsraten bei den Photovoltaik-Anlagen. Der bislang niedrigste Wert lag bei 89,9 Prozent. In zwei Runden habe die Quote bei mehr als 99 Prozent gelegen. Dabei sind die Zuschlagswerte in den ersten Runden immer deutlich gesunken. Bei der letzten Photovoltaik-Ausschreibung im Juni 2018 gab es erstmals einen kleinen Anstieg der durchschnittlichen Zuschlagspreise. Sie lagen mit 4,59 Cent pro Kilowattstunde allerdings auch nur noch halb so hoch wie in der ersten Pilotausschreibung im Frühjahr 2015.