Runderneuerte Photovoltaik-Anlage auf Kanzleramt wieder in Betrieb

Die Photovoltaik-Anlage auf dem Berliner Kanzleramt ist in den vergangenen Monaten erneuert und vergrößert worden. Das Dresdner Photovoltaik-Unternehmen MR Sunstrom war mit der Sanierung betraut und hat dies in enger Abstimmung mit Naturstrom umgesetzt, wie die Unternehmen am Dienstag mitteilten. Die Leistung der Anlage sei durch den Tausch der Module von 150 auf 200 Kilowatt gesteigert worden. Dafür sind Solarmodule von Heckert Solar installiert worden, wie es in einer früheren Meldung von Sunstrom hieß. Auch die Photovoltaik-Wechselrichter stammten von einem deutschen Hersteller.

Die Photovoltaik-Anlage befindet sich auf den Flachdächern des Nord- und Südflügels des Berliner Regierungssitzes von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sie ist seit 2001 in Betrieb. „Mit Blick auf die markante Gebäudearchitektur liegen die Module waagerecht“, erläutert Stephan Riedel. Die erneute Photovoltaik-Anlage produziere seit kurzem wieder Solarstrom. Gegenüber der alten Anlage werde der Jahresertrag um ein Drittel höher liegen – jährlich sollen nun mehr als 180.000 Kilowattstunden Solarstrom produziert werden. Ein Teil des eigenen Strombedarfs werde das Kanzleramt damit decken. „Wie viel die Anlage aktuell erzeugt, visualisiert eine neue Großanzeige“, so Riedel weiter.

Naturstrom sieht in der Sanierung der Photovoltaik-Anlage einen Fingerzeig für den kostengünstigen Weiterbetrieb alter Photovoltaik-Anlagen, die nach 20 Jahren aus der EEG-Förderung fallen. „Die Erneuerung der Anlage auf dem Bundeskanzleramt ist Vorbote einer Entwicklung, die in wenigen Jahren das Tempo der Energiewende spürbar beeinflussen wird“, erklärte Vorstandschef Thomas Banning. Ab 2021 würden jährlich tausende Photovoltaik- und Windkraftanlagen aus dem EEG fallen. „Deren Betreiber müssen rechtzeitig überlegen, ob sich der Weiterbetrieb oder eine Neuinvestition lohnt. Und vor allem, wie Sie den produzierten Strom selber nutzen oder vermarkten wollen“, so Banning weiter.