Schwimmende Photovoltaik-Anlagen auf dem Vormarsch

Die Korea Rural Community Corporation plant den Bau von drei schwimmenden Photovoltaik-Anlagen auf künstlichen Seen in Südkorea. Die Solarkraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 280 Megawatt sollen jährlich knapp 160.000 Tonnen CO2 einsparen, wie der Infrastrukturentwickler vorige Woche bekannt gab. Bis zum 12. Oktober nehme Korea Rural Community Corporation Angebote von potenziellen Entwicklern für das Projekt entgegen.

Es sei geplant, zwei der zukünftigen Solaranlagen auf dem Seongmun- und dem Daeho-See in der Provinz Chungcheongnam zu installieren. Eine Dritte, mit knapp 80 Megawatt Leistung, soll dem Infrastrukturentwickler zufolge auf dem Goheung-See in der Provinz Jeolla im Süden der koreanischen Halbinsel entstehen. Jetzt sucht das der Investor Unternehmen für die Projektentwicklung, die sich bis zum 12. Oktober bewerben können.

Das Projekt habe bereits Interesse bei dem französischen Photovoltaik-Unternehmen Ciel et Terre geweckt. Der Spezialist für schwimmende Solarmodule hatte Anfang 2015 ein 500 Kilowatt-Solarkraftwerk auf einem Stausee in der Nähe der südkoreanischen Stadt Cheongju installiert. Derzeitig entwickelt das Unternehmen nach eigenen Angaben ein 70-Megawatt-Projekt in der chinesischen Provinz Anhui.

Das 280-Megawatt-Projekt ist derzeiti nur eines von vielen in dem asiatischen Land. Vorige Woche erst habe Solkiss seine Pläne bekannt gegeben, mehrere schwimmende Photovoltaik-Anlagen auf Stauseen in der Nähe von Hwaseong zu installieren. Dem südkoreanischen Unternehmen zufolge sollen die Solarsysteme mit einer Gesamtkapazität von drei Megawatt noch im November in Betrieb genommen werden. Weiterhin plane Solkiss in der vietnamesischen Provinz Yen Ba schwimmende Solaranlagen mit einer Gesamtkapazität von 500 Megawatt zu installieren.

Anfang 2016 unterzeichnete die staatliche Korea Water Resources Corporarion (K-water) zudem eine Vereinbarung mit LG Electronics über den Bau von schwimmenden Photovoltaik-Anlagen auf Teichen und Stauseen in Südkorea. K-Water schätzt, dass das Land über ein großes Potenzial für schwimmende Solarsysteme verfügt und bis zum Jahr 2022 knapp ein Gigawatt an Kapazität installiert werden könnte.

Das bisher größte schwimmende Solarkraftwerk ging im Mai in China ans Netz und hat eine Leistung von 40 Megawatt.