THEnergy bestätigt hohe Performance einer Photovoltaik-Batterie-Diesel-Hybridanlage von SMA Sunbelt

Auf der niederländischen Karibikinsel Sint Eustatius nahm SMA Sunbelt im März 2016 eine Hybridanlage in Betrieb, die mit einer Photovoltaik-Anlage mit 1,89 Megawatt Leistung und einem 1,0 Megawatt/572 Kilowattstunden Lithium-Ionen-Batteriespeicher nachgerüstet wurde. Der Dieselverbrauch sei dadurch drastisch reduziert worden, teilte THEnergy am Donnerstag mit, das die Daten des ersten Betriebsjahres analysiert hat. Die Prognosen seien dabei sogar noch um 3,4 Prozent übertroffen worden. Der Dieselverbrauch ist THEnergy zufolge um 62 Liter je Megawattstunde reduziert worden. Dabei habe im ersten Betriebsjahr aufgrund von lokalen Wetterschwankungen die Sonneneinstrahlung rund 4,9 Prozent unter dem Durchschnitt gelegen. Der Photovoltaik-Anteil sei somit im ersten Betriebsjahr der Hybrid-Anlage höher als erwartet ausgefallen.

Absolut sei quasi so viel Diesel wie vorhergesagt eingespart worden, so die Analyse von THEnergy. Dies spiegele sich ebenfalls in der leicht höher als erwarteten Performance Ratio der Photovoltaik-Anlage wider. Auch bei der Batterie hätten sich positive Resultate gezeigt. So sei mit einer Degradation von vier Prozent gerechnet worde. Der tatsächliche Kapazitätsrückgang im ersten Jahr habe lediglich bei rund einem Prozent gelegen. Nach Einschätzung von THEnergy ist zu erwarten, dass bei normalen Wetterbedingungen und aufgrund der extrem geringen Degradation des Batteriespeichers die künftige Leistung der Anlage nochmals besser als in diesem Jahr ausfällt.

Der Versorger der Karibikinsel, Stuco, hat zudem bereits Ausbaupläne. In naher Zukunft solle die Photovoltaik-Anlage um 2,25 Megawatt erweitert werden. Beim Batteriespeicher sei ein Ausbau um 4,4 Megawatt/5,2 Megawattstunden geplant. Danach könnten die Dieselgeneratoren an sonnigen Tagen wohl ganz abgeschaltet werden, wie Stuco-Vorstandschef Fred Cuvalay hofft. „Große PV-Batterie Diesel Hybrid-Anlagen sind noch relativ neu. Gerade auf Inseln ist die Zuverlässigkeit des Partners einer der Haupterfolgsfaktoren“, ergänzt Thomas Hillig, Geschäftsführer von THEnergy. „Schlechte Planung und technische Probleme können immense Folgeschäden hervorrufen. Dieses Projekt wird auch ein Signal an andere Inseln sein, da es zeigt, was mit der Integration von erneuerbaren Energien möglich ist.“