Österreich: Rund 3000 Tickets für Photovoltaik-Förderanträge vergeben

Die OeMAG – Abwicklungsstelle für Ökostrom AG hat in am Montag binnen weniger Minuten rund 3000 Tickets für Photovoltaik-Förderanträge erteilt, wie die Behörde nun mitteilte. Die ab 17 Uhr mögliche Antragstellung für den Erhalt von Photovoltaik-Einspeisetarifen sei problemlos verlaufen. „Im Vorfeld dieses Termins haben wir zusätzliche und umfassende technische Maßnahmen gesetzt“, sagte Magnus Brunner, Vorstand von OeMAG, „um einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen. Durch diese Maßnahmen war eine gesetzeskonforme und reibungslose Antragstellung problemlos möglich.“ In den Vorjahren waren wiederholt technische Probleme – wie überlastete Server – aufgetreten und hatten für Unmut gesorgt.

Bis kommenden Dienstag hätten die Antragsteller nun Zeit die Unterlagen zu vervollständigen. Diese würden dann inhaltlich von der OeMAG geprüft, ehe die Förderung zugeteilt werde. Insgesamt stehen acht Millionen Euro für die Einspeisevergütungen für Photovoltaik-Anlagen in Österreich in diesem Jahr zur Verfügung. Die 7,91 Cent pro Kilowattstunden werden für 13 Jahre für Photovoltaik-Dachanlagen zwischen 5 und 200 Kilowatt gewährt. Zusätzlich können die Betreiber einen einmaligen Investitionszuschuss von bis zu 375 Euro pro Kilowattstunde beantragen.

Im vergangenen Jahr hatte die OeMAG rund 2600 Antragsteller eine Förderzusage erteilt. „Bereits 16 Prozent des verbrauchten Stroms in ganz Österreich kommen von Ökostromanlagen, die einen Vertrag mit der OeMAG haben“, erklärt Brunner. Insgesamt betreue die Stelle etwa 23.000 Ökostromanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 3,8 Gigawatt im ganzen Land.

Bereits am Vortag hat der österreichische Bundesverband Photovoltaic Austria (PVA) das ungebrochene Interesse an der Photovoltaik vermeldet. Angesichts dessen forderte er eine Reform des Ökostromgesetzes, um mehr Photovoltaik-Anlagen im Land zu ermöglichen. „Mit einer Optimierung der Vergabe, die sich aus der dramatischen Preisreduktion für PV-Anlagen aus den letzten 8 Jahren (um etwa 70 Prozent) ergibt, könnte ohne einem Cent an Mehrkosten die installierte Leistung pro Jahr (derzeit insgesamt ca. 150 Megawatt) verdoppelt bis verdreifacht werden“, so PVA-Präsident Hans Kronberger. (Sandra Enkhardt)