Genossenschaft will 4-Megawatt-Dachanlage bis Jahresende realisieren

Die Energiegenossenschaft Inn Salzach eG (EGIS) baut derzeit eine Photovoltaik-Dachanlage mit vier Megawatt Leistung auf einem Logistikzentrum in der Gemeinde Frankenthal in der Pfalz. Partner bei dem zweiten großen Photovoltaik-Projekt der Genossenschaft, die unter anderem eine 8,7 Megawatt Freiflächenanlage in Wachenbrunn realisiert hat, sind die Projektentwickler Maxsolar und Avantag Energy, wie es am Mittwoch hieß. Es handele sich dabei wohl um die größte Photovoltaik-Dachanlage, die in diesem Jahr in Europa realisiert werde. Knapp 15.000 Solarmodule würden auf einer Dachfläche von 50.000 Quadratmetern auf dem Neubau realisiert.

Für die Realisierung der Photovoltaik-Dachanlage besteht ein gewisser Zeitdruck. Sie muss bis Jahresende technisch fertiggestellt werden. Danach gibt es für Photovoltaik-Dachanlagen ab 750 Kilowatt Leistung eine verpflichtende Teilnahme an den Ausschreibungen, um eine Förderung zu erhalten. Die Projektpartner sind sich sicher, vor diesem Termin fertig zu sein. „Dank der guten Zusammenarbeit mit allen Zulieferern und dem guten Wetter sind wir absolut im Zeitplan und werden das Ziel sicher erreichen“, erklärt Christoph Schindler von Maxsolar.

Die Photovoltaik-Dachanlage solle künftig jährlich rund 3,66 Millionen Kilowattstunden Solarstrom ins öffentliche Netz einspeisen. Sie könne allerdings jederzeit auf Eigenversorgung des Gebäudes umgestellt werden. „Logistikzentren haben einen ähnlich hohen Strombedarf wie produzierende Unternehmen. Da wäre es nicht im Sinne der Energiewende wenn wir die Möglichkeit der Eigenversorgung nicht in unserem Konzept berücksichtigt hätten“, sagt EGIS-Vorsitzender Pascal Lang. Allerdings werde der neue Mieter erst Ende kommenden Jahren in das Gebäude einziehen. Daher habe sich EGIS zunächst für die Volleinspeisung entschieden.

Die Energiegenossenschaft will für das neue Projekt insgesamt 4500 Anteile zu je 150 Euro zuzüglich 5 Euro Aufgeld je Anteil ausgeben, wie es weiter hieß. Diese könnten ab 1. Dezember erworben werden. Es bestehe allerdings bereits eine Warteliste aus Interessenten. (Sandra Enkhardt)