Meyer Burger plant Abbau von 250 Stellen

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Die Meyer Burger Technology AG hat ein breites Restrukturierungsprogramm eingeleitet. Ziel sei es, die operativen Gesamtkosten nochmals um rund 50 Millionen Schweizer Franken – knapp 46 Millionen Euro – zu senken, teilte das Schweizer Unternehmen am Donnerstag mit. Dafür würden bis zum Jahresende rund 250 Stellen gestrichen. Die Kürzung der Belegschaft um 16 Prozent betreffe insbesondere Jobs am Schweizer Standort Thun. Dazu würden ab sofort Konsultationen mit den Arbeitsnehmervertretern über einen sozialverträglichen Stellenabbau aufgenommen, hieß es weiter. Er solle möglichst über „natürliche Fluktuation oder auch vorzeitige Pensionierungsregelungen“ erreicht werden. Allerdings sind Meyer Burger zufolge auch Kündigungen unvermeidlich.

Im ersten Halbjahr 2016 konnte Meyer Burger erstmals seit 2012 beim EBITDA wieder einen Gewinn verzeichnen. Es habe bei 6,2 Millionen Schweizer Franken gelegen. „Damit das Unternehmen langfristig und nachhaltig auch auf Stufe Nettoergebnis die Gewinnschwelle erreichen kann, sind jedoch weitere umfassende Strukturanpassungen notwendig“, wie es weiter hieß. Die neuerlichen Maßnahmen zur Optimierung der Organisationsstrukturen und Produktionseinheiten sollen bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Diese beinhalteten Kapazitätsanpassungen in Asien sowie die weitere Straffung von Forschung und Entwicklung, den weltweiten Verkaufs- und Serviceorganisationen und auch Teilen des Produktportfolios. Am Ende solle eine „sehr schlanke Unternehmensstruktur“ stehen. Die außerordentlichen Aufwendungen für die Restrukturierungen schätzt der Schweizer Konzern auf drei bis vier Millionen Schweizer Franken in diesem Jahr.

Bereits in den vergangenen fünf Jahren hat Meyer Burger wegen der „herausfordernden Situation in der Solarindustrie“ zahlreiche Maßnahmen zur Senkung der Kosten, Strukturbereinigungen und Kapazitätsanpassungen vorgenommen. So sei der Personal- und Betriebsaufwand von 330 Millionen Schweizer Franken im Jahr 2011 auf 210 Millionen Schweizer Franken im vergangenen Jahr um mehr als ein Drittel reduziert worden. Das mittel- und langfristige Ziel des neuen Strukturprogramms sei es, das gesamte Unternehmen in den strategischen Technologiebereichen mit Fokus auf die Highend-Anwendungsmärkte in der Photovoltaik zu stärken. Auch solle die Flexibilität hinsichtlich kurzfristiger Marktveränderungen durch industrieführende und produktionsgeprüfte Technologien und Produkte sowie einem verstärkten lokalen Service-Geschäft erhöht werden. (Sandra Enkhardt)

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