TÜV Rheinland: Giga-PV bringt neue Prüfgrundlage für Zentralwechselrichter

Nach vier Jahren ist das Verbundprojekt „Giga-PV“ nun abgeschlossen worden. Gemeinsam versuchten der  TÜV Rheinland, die SMA Solar Technology AG und die Universität Kassel dabei, den Einsatz von Photovoltaik-Großanlagen im globalen Sonnengürtel zu optimieren, teilte die Kölner Prüfer am Mittwoch mit. Im Zuge der Arbeiten sei eine neue Prüfgrundlage für Zentralwechselrichter entwickelt worden, die die besonderen Umstände dieser Umgebung berücksichtigten. „Unsere umfangreichen Tests und die Möglichkeit von Zertifizierungen wirken dabei positiv auf die Effizienz und Langzeitqualität bei PV-Kraftwerken“, erklärte Ralf Martin Müller, Geschäftsfeldleiter Solar bei TÜV Rheinland.

Ein weiteres Ziel des Forschungsprojekts seien deutliche Kostenreduktionen gewesen. „Großanlagen mit mehreren Quadratkilometern Fläche und Leistungen bis in den dreistelligen Megawattbereich, die also den Strom direkt ins Hochspannungsnetz einspeisen, stehen im Fokus von weltweit operierenden Investoren. Sie müssen daher eine hohe Effizienz und Dauerhaltbarkeit gewährleisten”, begründet Müller dies. Die oftmals extremen Klimabedingungen stellten jedoch eine besondere Herausforderung für die Photovoltaik-Komponenten dar. Sie müssten extremer Hitze, Monsunregenfällen und Wüstenstürmen standhalten. Dies fließe in die neue Prüfgrundlage ein. „Bei allen Anforderungen darf dabei aber die Wirtschaftlichkeit nicht aus den Augen verloren werden“, so Müller weiter.

Anfang Mai hatte SMA vermeldet, dass der Hersteller die Ergebnisse in neue Produkte habe einfließen lassen. „SMA konnte Resultate aus dem Forschungsprojekt bereits in die Entwicklung eines innovativen, robusten 2,5 Megawatt-PV-Wechselrichters für 1500 Volt DC-Spannung übernehmen“, sagte dazu Jürgen Reinert, SMA Vorstand Operations und Technologie. Er sei mit seiner hohen Leistung und besonderen Robustheit besonders für den Einsatz in diesen Regierungen geeignet. Mit dem 1500-Volt-Ansatz seien zudem deutliche Kostenreduktionen möglich.

Das Projekt, dass Teil der „Innovationsallianz Photovoltaik“ war, ist vom Bund mit zwei Millionen Euro gefördert worden. (Sandra Enkhardt)