Hanwha Q-Cells auf Wachstumspfad

Hanwha Q-Cells befindet sich nach der Fusion seiner chinesischen und deutschen Photovoltaik-Unternehmensteile auf einem guten Weg. Im ersten Quartal habe der nun in Korea beheimatete Hersteller einen Absatz von 912 Megawatt bei Solarmodulen erreicht und damit die eigenen Erwartungen sogar noch leicht übertroffen, teilte Hanwha Q-Cells am Donnerstag mit. Der Umsatz sei auf 514,9 Millionen US-Dollar und damit um 54,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gesteigert worden. Der durchschnittliche Verkaufspreis der Module habe bei 0,56 US-Dollar pro Watt gelegen und damit leicht niedriger als zu Jahresende 2015. Die Bruttomarge habe sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 109,0 Millionen US-Dollar mehr als verdoppelt. Das Nettoergebnis habe bei 27,5 Millionen US-Dollar im ersten Quartal gelegen, nach einem Verlust von -20,4 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal.

Im ersten Quartal konnte Hanwha Q-Cells auch seine Kapazitäten weiter ausbauen. Die Modulfertigung wuchs um 500 Megawatt auf 4,8 Gigawatt an und soll bis zur Jahresmitte 5,2 Gigawatt erreichen, wie das Unternehmen mitteilte. Ähnlich sieht es bei der Erweiterung der Zellkapazitäten aus, die zum Ende des ersten Quartals bei 4,85 Gigawatt lagen und ebenfalls auf 5,2 Gigawatt gesteigert werden sollen. Zudem verfügt Hanwha Q-Cells über 900 Megawatt an Wafer- und 1400 Megawatt an Ingot-Herstellungskapazitäten. Seine Beteiligung an der Modulfabrik in Eumseong wolle Hanwha Q-Cells an eine Tochtergesellschaft veräußern, die bereits die Zellfertigung in Jincheon betreibe. Beide Seiten hätten sich auf einen Kaufpreis von 57 Millionen US-Dollar geeinigt, doch die Gremien des Unternehmens müssten noch zustimmen. Der Hersteller erwartet sich davon, dass die Kostenstruktur für die beiden in Korea befindlichen Werke damit effizienter werde. Mit der verbesserten Liquidität wolle Hanwha Q-Cells dann stärker in Forschung und Entwicklung investieren und seinen globalen Vertrieb ausbauen.

Für das zweite Quartal erwartet das Unternehmen einen Modulabsatz zwischen 1100 und 1150 Megawatt und eine Bruttomarge von 19 bis 20 Prozent. Für das Gesamtjahr hob Hanwha Q-Cells die Erwartungen sogar nochmal an. Nun werde ein Absatz zwischen 4800 und 5000 Megawatt erwartet, wobei etwa 200 Megawatt für eigene Downstream-Projekte bestimmt und damit nicht umsatzwirksam sein würden. Zudem seien für das Gesamtjahr Investitionen von etwa 180 Millionen US-Dollar geplant. 100 Millionen US-Dollar seien für den Kapazitätsausbau bestimmt; die übrigen 80 Millionen US-Dollar für Technologie-Upgrades und Forschungs- und Entwicklungsprojekte. (Sandra Enkhardt)