Frankreich will bis 2023 installierte Photovoltaik-Leistung verdreifachen

Die französische Energieministerin, Segolene Royal, hat bereits Ende April die mehrjährige Programmplanung für Investitionen (programmations pluriannuelles des investissements, PPI) unterzeichnet. Darin sind die Ausbauziele für die einzelnen erneuerbaren Energien bis 2023 festgeschrieben, wie das Deutsch-französische Büro für erneuerbaren Energien (DFBEE) im Zuge der Veröffentlichung der Übersetzung bekanntgab. Ebenfalls enthalten seien Zwischenziele bis 2018.

Zur Photovoltaik heißt es im PPI, dass sich die installierte Leistung bis 2023 mehr als verdreifachen solle. Zielvorgabe seien Photovoltaik-Anlagen mit 18,2 bis 20,2 Gigawatt Gesamtleistung bis dahin zu installieren. Bis 2018 solle es 10,2 Gigawatt installierte Photovoltaik-Leistung in Frankreich geben. Dies entspreche einem jährlichen Zubau von etwa 1,5 Gigawatt.

In dem Erlass sind auch bereits alle kommenden Ausschreibungsrunden bis 2019 terminiert, um die Ziele zu erreichen. In Frankreich gibt es separate Ausschreibungen für Freiflächen- und Dachanlagen. Nach dem vom DFBEE veröffentlichten Plan wird es im vierten Quartal eine neue Ausschreibungsrunde für Freiflächenanlagen mit insgesamt 500 Megawatt Leistung geben sowie für gebäudeintegrierte Anlagen mit einem Volumen von 150 Megawatt. 2017 und 2018 sind dann jeweils zwei Runden für Freiflächenanlagen mit jeweils 500 Megawatt sowie drei für gebäudeintegrierte Photovoltaik mit je 150 Megawatt vorgesehen.

Das nach dem Energiewendegesetz definierte Ziel der französischen Regierung ist in etwa eine Verdoppelung der installierten Kapazität erneuerbaren Energien bis 2023. Die Veröffentlichung der Ausbauziele vor der finalen Fertigstellung der PPE werde von vielen Akteuren in Frankreich als ein wichtiger Schritt angesehen, da er der französischen Erneuerbaren-Energien-Branche kurz- und mittelfristige Entwicklungsperspektiven aufzeigt und der Energiewende in Frankreich zusätzliche Sichtbarkeit verleiht, heißt es beim DFBEE mit Verweis auf Aussagen des Erneuerbaren-Verbands SER. (Sandra Enkhardt)