Baywa re profitiert von Photovoltaik-Boom in Großbritannien vor Förderkürzung

Baywa re hat sechs Solarparks mit insgesamt 130 Megawatt Leistung in den vergangenen sechs Monaten in Großbritannien schlüsselfertig installiert und ans Netz gebracht. Darunter befinde sich mit „Vinefarm“ ein 45 Megawatt Photovoltaik-Kraftwerk, das bislang größte, zusammenhängende Projekt des Unternehmens, teilte Baywa am Mittwoch mit. Alle Solarparks profitierten damit vom ROC 1.3-Programm (Renewables Obligation Certificates). Dieses läuft zum 1. April aus. Dann werden große Photovoltaik-Kraftwerke in Großbritannien nur noch mit geringen Einspeisetarifen gefördert.

Das Münchner Unternehmen betonte, dass es alle sechs Solarparks selbst finanziert habe. Nun liefen bereits Gespräche mit institionellen Anlegern über einen Verkauf der Photovoltaik-Anlagen. Baywa re habe die technische und kaufmännische Betriebsführung für die Solarparks übernommen. Damit betreue es Wind- und Solarparks mit einer Gesamtleistung von rund 440 Megawatt in Großbritannien. Auch nach der Kürzung der attraktiven Solarförderung wolle Baywa auf der Insel aktiv bleiben. Weitere Projekte befänden sich bereits in der Planungsphase. Zudem sei das Unternehmen am Erwerb von lokalen Projekten lokaler Entwickler mit weniger als fünf Megawatt Leistung in Großbritannien und besonders Nordirland interessiert, hieß es weiter.

Baywa re gab zugleich einen Ausblick auf seine internationalen Pläne. So liefen derzeit die Planungen für die Umsetzung eines ersten Photovoltaik-Projekts im asiatischen Raum, wie Baywa-Energievorstand Matthias Taft erklärte. Bislang lag der Fokus der Wind- und Solaraktivitäten vor allem auf Europa und den USA. (Sandra Enkhardt)