SMA baut Präsenz in Lateinamerika aus

Die SMA Solar Technology AG hat eine Vertriebs- und Servicegesellschaft in Brasilien gegründet. Damit solle die Präsenz in Lateinamerika weiter ausgebaut werden, teilte der Photovoltaik-Hersteller von Wechselrichtern am Montag mit. Die SMA Brazil sei landesweit für Vertrieb, Projektplanung, Service und technische Schulungen zuständig und werde dabei von der SMA South America mit Sitz in Chile unterstützt. „SMA rechnet in den kommenden Jahren mit einem starken Wachstum bei Solaranlagen in Brasilien. Mit unserer neuen Niederlassung in Itopeva/Sao Paulo ermöglichen wir unseren inländischen und internationalen Kunden, von den Entwicklungen auf dem Markt zu profitieren“, erklärte SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon.

Für den schnell wachsenden Photovoltaik-Markt in Brasilien wolle SMA künftig Lösungen für alle Marktsegmente anbieten – also für private und gewerbliche Dachanlagen sowie Photovoltaik-Kraftwerke. Das Land biete gute Voraussetzungen für die Photovoltaik, unter anderem Auktionen für Energieversorgungsverträge auf Bundesebene sowie ein Net-Metering-Modell mit Steuererleichterung für eingespeisten Strom auf regionaler Ebene. Zudem erweise sich die Abhängigkeit der Stromversorgung von der Wasserkraft angesichts langer Dürreperioden als zunehmend problematisch. Die Photovoltaik erscheint somit als attraktive Alternative. SMA habe zuvor bereits in alle Marktsegmente geliefert und sei an bedeutenden Photovoltaik-Großprojekten beteiligt gewesen. Nun will man diese Marktstellung mit der neuen Gesellschaft weiter ausbauen.

Nach den jüngsten Analysen von GTM Research steigt die Photovoltaik-Nachfrage in Lateinamerika immer weiter an. So seien allein im dritten Quartal 2015 Photovoltaik-Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 178 Megawatt in der Region ans Netz gegangen. Die Projektpipeline habe sich mittlerweile auf 38,5 Gigawatt erhöht. (Sandra Enkhardt)