SMA zielt mit neuem Wechselrichter auf Hochvolt-Batterien wie Tesla Powerwall ab

Die SMA Solar Technology AG bringt einen Wechselrichter für Hochvolt-Batterien auf den Markt – den Sunny Boy Storage. Er sei speziell für Hochvolt-Batterie wie die Tesla Powerwall entwickelt worden, teilte das hessische Photovoltaik-Unternehmen am Montag mit. Der Wechselrichter sei eine „kostengünstige, einfache und flexible Einbindung des Systems in neue oder bestehende Anlagen“, erklärte SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon. Die ersten Wechselrichter würden ab März in Deutschland vertrieben. Danach sollen weitere wichtige Speichermärkten wie Italien, Großbritannien, Australien und den USA folgen, wie es hieß.

Das hessische Unternehmen wolle mit dem Sunny Boy Storage vom Boom bei Photovoltaik-Batteriespeichern profitieren. Deren Zahl habe sich in Deutschland im vergangenen Jahr wegen des Preisrückgangs auf mehr als 30.000 Systeme verdoppelt. Die Kombination des SMA-Wechselrichters mit Hochvoltbatterien ermögliche eine Speicherung des Solarstroms zu Kosten, die mit deutschen Haushaltsstrompreisen vergleichbar seien, so Urbon weiter. Das Marktpotenzial für Photovoltaik-Speichersysteme sei aktuell aber nur schwer einzuschätzen. Mittelfristig sei aber über alle Anwendungsbereiche hinweg mit einer weltweiten jährlichen Nachfrage von ca. 0,5 bis 1,2 Milliarden Euro zu rechnen. „Die Nachfrage wird wesentlich von der Kostendegression bei stationären Speichern abhängen, die aktuell mehr als 75 Prozent der Investitionskosten der Speicherlösung ausmachen“, so Urbon weiter.

„Als einziger Hersteller bietet SMA ein AC-gekoppeltes System für Hochvolt-Batterien an. Das heißt, dieses läuft parallel zur Photovoltaik-Anlage. Dadurch ist eine Ausrüstung von bestehenden Anlagen, aber auch eine spätere flexible Erweiterung des Systems, besonders einfach und kostengünstig zu realisieren, da nicht in die Photovoltaik-Anlage eingegriffen werden muss“, erklärte Volker Wachenfeld, Leiter der Business Unit Off-Grid and Storage bei SMA. Das hessische Unternehmen könne mit dem neuen Wechselrichter zusätzlich den Markt für Bestandsanlagen erschließen. Wachenfeld schätzt, dass es in Deutschland knapp 900.000 Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung bis zehn Kilowatt bereits gibt. (Sandra Enkhardt)