Vereinte Nationen setzen auf weltweiten Ausbau der Erneuerbaren

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Auf dem UN-Nachhaltigkeitsgipfel in New York nahmen am vergangenen Wochenende mehr als 150 Staatschefs teil. Sie verabschiedeten dabei 17 nachhaltige Entwicklungsziele. Dazu zählte auch der Ausbau der erneuerbaren Energien weltweit. „Erneuerbare Energien sind der einzige Weg zu weltweitem Wirtschaftswachstum bei gleichzeitigem Klimaschutz“, erklärte Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE), mit Blick auf die Verabschiedung. Die Nachhaltigkeitsziele seien „ein Meilenstein für den Einklang von Wirtschaft und Umweltschutz“.

„In der Vergangenheit ging die Wohlstandsentwicklung häufig zu Lasten des Klimas; Luftverschmutzungen in China und Hitzewellen in Indien aus diesem Jahr sind hierfür traurige Beispiele“, so Falk weiter. Nach dem Global Status Report 2015, den REN21 im Juni vorstellte, geht es aber auch anders. So habe ein weltweites Rekordjahr beim Ausbau der erneuerbaren Energien dafür gesorgt, dass sich das globale Wirtschaftswachstum vom CO2-Ausstoß entkoppelt habe. Auch sei in neue Kraftwerkskapazitäten im Bereich der erneuerbaren Energien 2014 doppelt so viel Geld investiert worden, wie in den Bau neuer fossiler Kraftwerke. Bei den Netto-Investitionen hätten die Erneuerbaren damit bereits im fünften Jahr in Folge die konventionellen Energien überholt. 2014 waren REN21 zufolge die globalen Investitionen in erneuerbare Energien um 17 Prozent auf rund 270 Milliarden US-Dollar gegenüber dem Jahr davor angestiegen. Diese Summe steige auf 301 Milliarden US-Dollar, wenn große Wasserkraftanlagen über 50 Megawatt mit einberechnet würden. In den Entwicklungsländern betrage der Investitionsanstieg sogar 36 Prozent und die Summe belaufe sich auf rund 131 Milliarden US-Dollar im Jahr 2014.

„Investitionen in Erneuerbare Energien und Energieeffizienz sind immer Investitionen in Ökonomie und Ökologie. Die UN-Nachhaltigkeitsziele bis 2030 machen Hoffnung, denn sie adressieren, was saubere Energiequellen leisten können: eine verlässliche, bezahlbare und moderne Energieversorgung, die das Klima schützt“, erklärte Falk. Die deutliche Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien ist im 7. Nachhaltigkeitsziel festgehalten. Wie genau die Umsetzung aussehen soll, sei aber noch offen. Mit dem Ausbau der erneuerbaren müsse in jedem Fall, der Rückgang der Kohleverstromung korrespondieren, um beim Klimaschutz nicht auf halbem Wege stehen zu bleiben, forderte Falk. (Sandra Enkhardt)

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